20. April 2026, 15:14 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Die australische Airline Qantas führt in zwölf ihrer Flugzeuge sogenannte „Wellbeing Zones“ ein. Wer diese nutzen kann, was einen dort erwartet und auf welchen Strecken Fluggäste sie ausprobieren können, erklärt TRAVELBOOK.
Wer lange fliegt, sehnt sich irgendwann nach Bewegung, danach, wenigstens einmal die Beine auszustrecken, am besten noch den ganzen Körper. Doch sitzt man nicht gerade am Gang, widerstrebt mitunter schon der Gedanke, den Nachbarn aus seinem Schlaf reißen zu müssen. Und dann wäre da auch noch das Platzproblem, kommt gerade in dem Moment sicherlich ein Getränkewagen oder hat sich eine Schlange vor den Toiletten gebildet. Also bleibt man sitzen und schaut dem Körper förmlich zu, wie er steifer, ungemütlicher und unglücklicher wird.
Die australische Airline Qantas hat das Bedürfnis nach Bewegung offenbar erkannt – und bietet demnächst ein Gegenangebot. Den schlafenden Sitznachbarn räumt sie zwar nicht aus dem Weg, wohl aber das Platzproblem. Teil ihres neuen Project Sunrise sind sogenannte „Wellbeing Zones“ (übersetzt etwa „Wohlbefinden-Zonen“). Mit dieser will die Fluggesellschaft „Bewegung, Dehnung und Flüssigkeitszufuhr während des Flugs“ fördern, wie sie auf der Projektseite schreibt.
Was und wo ist die Wellbeing Zone?
Die Wohlfühlzonen werden im neuen Airbus A350-1000ULR verbaut, von dem Qantas ab dem Geschäftsjahr 2027 nach und nach zwölf Flugzeuge auf die Strecke London – Sydney und New York – Sydney schickt. Wer also aus Europa oder den USA nach Australien oder von dort aus zurückfliegen möchte, könnte in den Genuss der neuen Wellnesszone kommen.
Die besteht in erster Linie aus ein bisschen Platz. Platz, um sich zu strecken oder sogar einem ganzen, auf Bildschirmen angeleiteten Bewegungsprogramm zu folgen. Dabei unterstützen speziell geformte Oberflächen und Haltegriffe. Auch Licht und klangliche Untermalung fördern die Erholung. Darüber hinaus finden Nutzer der Wellbeing Zones von Qantas vor Ort eine Auswahl gesunder Snacks und Erfrischungen zur Selbstversorgung.
Die Wohlfühlzonen befinden sich zwischen der Premium-Economy- und der Economy-Klasse. Und sie sind für alle Fluggäste zugänglich und ihre Nutzung im Ticketpreis inbegriffen.
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Weitere Neuerungen in Qantas‘ A350
Neben der neu installierten Wellbeing Zone führt Qantas auch in den einzelnen Klassen ein paar Änderungen ein. So soll etwa das Erlebnis in der Ersten Klasse einem Mix aus Fliegen und Boutique-Hotel gleichen: In geschlossenen Kabinen finden Reisende ein zwei Meter langes Bett, zusätzlich zum Liegesessel. In der Business-Class gibt es im neuen A350 erstmals Schiebetüren für die Privatsphäre und auch in der Premium Economy setzt man fortan mit einer neuen Kopfstütze auf mehr privaten Raum. Darüber hinaus bietet diese Klasse ab dem neuen Jahr Wadenstützen für das vollständige Abstützen der Beine an. Wer Economy fliegt, darf sich neben der bereits erwähnten Wohlfühlzone auch über ein bisschen Platz zwischen den Sitzen freuen.
Das erste dieser neuen A350-Flugzeuge soll bereits Ende 2026 geliefert werden. Weitere sollen in den kommenden zehn Jahren folgen, ebenso wie zwölf neue Boeing 787, die gesammelt die derzeitigen A330- und A380-Flotten von Qantas ablösen sollen.
Ich möchte Qantas neuen A350 unbedingt testen
„Als regelmäßig Langstreckenfliegende freue ich mich gerade ein bisschen über die neuen Qantas-Pläne. Ganz besonders, weil Australien regelmäßig Ziel meiner Reisen ist. Und nicht selten bin ich eine derjenigen, die sich während eines langen Flugs immer wieder kurz die Beine vertritt oder auch Mini-Stretches vor den Toiletten und Notausgängen ausführt. Platz ist dafür selten und gefühlt stehe ich dabei immer jemandem im Weg. Entsprechend gut gefallen mir die Pläne und ich freue mich darauf, die neue Qantas-Zone auszuprobieren.“