Elvis, Rihanna, Ludwig

Warum diese Vornamen in bestimmten Ländern verboten sind

Kinder, Globus, Erdball
In bestimmten Ländern sind Namen wie Tom, Maya oder Facebook verboten
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Sie möchten ihr Kind Brooklyn oder Taylor nennen? Aufgepasst! Jedes Land hat seine eigenen Gesetze, wenn es um Namensgebung geht. In Deutschland sind sehr viele Namen erlaubt und möglich – das letzte Wort aber hat im Zweifel der Standesbeamte. Ein kleiner Überblick.

Von Svenja Heinol

In Deutschland gäbe es mit diesem Namen Probleme. In der Schweiz gibt es sogar ein Gesetzt, dass man sein Kind nicht nach einem Ort benennen darf. TRAVELBOOK stellt zehn Länder und ihre Gesetzte vor – und verrät, welche Babynamen dort verboten sind. In allen diesen Staaten gilt der Vorsatz, dass die Wahl des Namens das Kind später nicht negativ beeinflussen darf.

Deutschland

In Deutschland sind die Gesetze bezüglich der Namensgebung besonders streng

In Deutschland sind die Gesetze bezüglich der Namensgebung besonders streng
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Die Namensgebung in Deutschland ist nicht im Bürgerlichen Gesetzbuch vermerkt, also dürften die Eltern grundsätzlich selbst entscheiden, wie sie ihr Kind nennen wollen. Das letzte Wort hat jedoch immer das Standesamt. Die Beamten dort handeln natürlich nicht willkürlich. In der sogenannten „Allgemeine(n) Verwaltungsvorschrift über die Änderung von Familiennamen und Vornamen”, sind Regeln vorgeschrieben, nach denen abgewägt werden soll, ob der gewünschte Name passt oder nicht. Allgemein gilt: „Als neue Vornamen dürfen anstößige oder solche Bezeichnungen, die ihrem Wesen nach keine Vornamen sind, nicht gewählt werden.“ Dazu zählt auch, dass das Kind keinen Vornamen haben darf, der sich auf Gegenstände oder Produkte bezieht.

Diese Namen sind laut „Business Insider“ beispielsweise verboten:

Adolf Hitler
Osama Bin Laden
Kohl
Stompie

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Portugal

In Portugal gibt es eine Liste, in der alle zugelassen und verbotenen Namen der letzten drei Jahre aufgelistet sind.

In Portugal gibt es eine Liste, in der alle zugelassen und verbotenen Namen der letzten drei Jahre aufgelistet sind.
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In Portugal gilt ähnlich wie in Deutschland die Regel, dass Namen nicht geschlechtsneutral sein dürfen. Außerdem darf es auch kein Spitzname sein. Um den Eltern die Wahl zu erleichtern, veröffentlichte Portugal eine 82-seitige Liste mit allen zugelassenen und verbotenen Namen der vergangenen drei Jahre.

Diese Namen sind beispielsweise verboten:

Nirvana
Rihanna
Jimmy
Viking
Sayonara

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Dänemark

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In Dänemark gibt es eine Liste mit allen 7000 zugelassenen Babynamen.

In Dänemark gibt es eine Liste mit allen 7000 zugelassenen Babynamen.
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In Dänemark haben exzentrische Namensideen von Promis keinen Platz. Die „New York Times“ findet: „Jett Travolta würde man für ein Flugzeug halten, Brooklyn Beckham für einen Ort und Apple Paltrow Martin für eine Frucht.“ Laut „Business Insider“ sind ca. 7000 Babynamen zugelassen. Wenn sich ein Elternpaar aber einen Namen wünscht, der nicht auf der Liste steht, muss dieser an der Namensprüfabteilung der „Kopenhagen Universität“ und vom Ministerium für kirchliche Angelegenheiten überprüft werden. Jedes Jahr gehen mehr als 1000 Anfragen ein, wovon laut „Business Insider“ 20 Prozent abgelehnt werden.

Diese Namen sind beispielsweise verboten: 

Monkey (wurde eingereicht und dann abgelehnt)
Anus
Pluto
Ashleiy

Island

In Island wird die Namensgebung häufig eingeschlossen, wenn der gewünschte Name nicht zur linguistischen Struktur passt.

In Island wird die Namensgebung häufig eingeschränkt, wenn der gewünschte Name nicht zur linguistischen Struktur passt.
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In Island müssen die Eltern den Namen ihres Kindes spätestens nach sechs Monaten bei den Behörden angemeldet haben. Wie Portugal und Dänemark hat auch Island eine Liste mit allen Babynamen, die in diesem Land zugelassen sind. Falls der angemeldete Name nicht auf dieser Liste steht, wird die Zustimmung des Isländischen Nationalen Namenskomitees benötigt. Dabei werden etwa die Hälfte der Anfragen abgelehnt, weil sie nicht der Norm entsprechen. Das sind Namen, die keine isländisch-grammatikalische Endung haben. Außerdem müssen sie zur Sprach-Struktur des Lands passen und der richtigen isländischen Schreibweise entsprechen. In deren Alphabet fehlen zum Beispiel die Buchstaben C, Q und W. Also dürfen auch isländische Namen dieses Buchstaben nicht enthalten.

Besonders beliebt sind Namen, die mit „ir“ oder „ar“ enden, wie z.B. Styrmir.

Diese Namen sind beispielsweise verboten: 

Harriet 
Carolina (C existiert nicht im isländischen Alphabet)
Duncan
Ludwig
Enrique

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Mexiko

In Mexiko gibt es eine Liste, auf der bereits 61 verbotene Vornamen stehen.

In Mexiko gibt es eine Liste, auf der bereits 61 verbotene Vornamen stehen.
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In Mexiko sind Gesetze zur Namensgebung, zum Leidwesen der Kinder, noch relativ locker. Erst seit 2014 wird dagegen vorgegangen. Die Leiterin des zentralen Standesamts Cristina Ramírez hat veranlasst, dass alle Melderegister nach merkwürdigen Vornamen durchsucht werden. So entstand eine Liste mit 61 Vornamen, die in Mexiko verboten sind. Durch dieses neue Gesetz soll erreicht werden, dass Kinder später nicht unter ihrem Namen leiden, indem sie beispielsweise gemobbt werden.

Diese Namen stehen beispielsweise auf der Liste (ja, es gibt wirklich Eltern, die ihre Kinder so genannt haben):

Hermione (Charakter aus Harry Potter)
James Bond
Lady Di (nach Prinzessin Diana)
Batman
Terminator
Traffic (wie der Verkehr)
Facebook

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Schweden

Der verrückteste Name, den Eltern ihrem Kind geben wollten war „BRFXXCCXXMNPCCCCLLLMMNPRXVCLMNCKSSQLBB11116".

Der verrückteste Name, den Eltern ihrem Kind geben wollten war „BRFXXCCXXMNPCCCCLLLMMNPRXVCLMNCKSSQLBB11116″.
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Überraschenderweise ist Schweden das Land, welches das Fass der verrückten Namen zum überlaufen bringt. 1996 wollte ein Paar sein Kind tatsächlich „BRFXXCCXXMNPCCCCLLLMMNPRXVCLMNCKSSQLBB11116″ nennen. Die Eltern des Jungen protestierten nach Angaben der „BBC“ gegen das schwedische Namensgesetz. Der Name wurde dann glücklicherweise nicht genehmigt. 1982 hatte Schweden ein Gesetz erlassen, bei dem alle Namen verbannt werden, die das Kind beleidigen könnten und die nicht als Vornamen geeignet sind. Laut „Business Insider“ müssen die Eltern den Wunschnamen ihres Kindes nach spätestens drei Monaten bei der Steuerbehörde eingereicht haben, ansonsten droht eine Strafe.

Diese Namen sind beispielsweise verboten: 

BRFXXCCXXMNPCCCCLLLMMNPRXVCLMNCKSSQLBB11116
Metallica
Elvis
Ikea
Superman

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Schweiz

Die Gesetze der Schweiz sind sogar noch strenger als in Deutschland.

Die Gesetze der Schweiz sind sogar noch strenger als in Deutschland.
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In der Schweiz sind die Gesetze zur Namensgebung noch strenger als in Deutschland. Auch hier hat das Standesamt die Verantwortung, ob ein Name zugelassen wird oder nicht. Dabei achten die Beamten hauptsächlich darauf, ob das Geschlecht erkennbar ist, oder die Persönlichkeitsrechte des Kinds nicht zu sehr eingeschränkt werden. Kinder dürfen außerdem nicht nach biblischen Schurken, Produkten oder Orten benannt werden. Sein Kind „Brooklyn Beckham“ zu nennen ist in der Schweiz zum Beispiel verboten. Nachnamen als Vornamen sind ebenfalls nicht erlaubt.

Diese Namen sind beispielsweise verboten: 

Paris (wie „Paris Hilton“)
Judas
Mercedes
Chanel

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Neuseeland

In Neuseeland nannten Eltern ihr Kind „Talula Does The Hula From Hawaii".

In Neuseeland nannten Eltern ihr Kind „Talula Does The Hula From Hawaii“.
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In Neuseeland wird erst seit 2008 schärfer auf die Namensgebung geachtet, nachdem ein Fall vor Gericht landete. Ein Kind namens „Talula Does The Hula From Hawaii“ hatte solche Angst, ihren Namen zu verraten, dass es sich immer nur als „K“ vorstellte. „Das Gericht ist zutiefst besorgt über das schlechte Urteil, das die Eltern dieses Kindes bei der Wahl dieses Namens gezeigt haben“, sagte Richter Rob Murfitt dem britischen „Guardian“. Die Eltern hätte nicht darüber nachgedacht, welche Konsequenzen der Name für das Kind hat. Glücklicherweise wurde der Namen des Mädchens geändert – aber es ist nicht klar, wie sie jetzt heißt, weil die Privatsphäre des Kindes geschützt wird. Seitdem werden immer mehr Vornamen verboten oder abgelehnt.

Diese Namen sind beispielsweise verboten:

Talula Does The Hula From Hawaii
Fish and Chips
Sex Fruit
Fat Boy
Cinderella Beauty Blossom

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Saudi-Arabien

Saudi Arabien hat ebenfalls eine Liste mit 51 Babynamen, die nicht mehr gestattet sind.

Saudi Arabien hat ebenfalls eine Liste mit 51 Babynamen, die nicht mehr gestattet sind.
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Die Regierung von Saudi-Arabien hat laut „Independent“ eine Liste mit verbotenen Babynamen veröffentlicht. Diese Namen sollen als lächerlich gelten und nicht im Einklang mit der Religion und Kultur ihres Landes stehen. Es sind ebenfalls Namen verboten, die royale Anspielungen haben, also zum Beispiel ein Name wie „Königin“. Wenn der gewünschte Name der Regierung fremd oder unangemessen vorkommt, wird er nicht zugelassen. Es stehen aber auch Namen auf der Liste, für die es keine logische Erklärung gibt, dass sie nicht anerkannt werden. Der Name „Binyamin“ (Benjamin) ist zwar der Sohn des Propheten Jakob, aber auch der Name des damaligen Premierministers Benjamin Netanyahu. Die Liste widerspricht sich also.

Diese Namen sind beispielsweise verboten:

Linda (zu nah an der westlichen Welt, soll ihre Religion verletzen)
Maya
Elaine
Malika (Königin)
Sumuw (Hoheit)

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Malaysia

In Malaysia ist es verboten seine Kinder nach japanischen Autos zu benennen.

In Malaysia ist es verboten seine Kinder nach japanischen Autos zu benennen.
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In Malaysia stellten so viele Menschen einen Antrag auf Namensänderung, dass 2006 eine Liste mit verbotenen Namen veröffentlicht wurde. Es wurde versucht, die Eltern davon abzuhalten, ihren Kindern „ungünstige“ Namen zu geben. Verboten sind Tiernamen, Essens- oder Farbbezeichnungen, Adels- und Ehrentitel sowie Beschimpfungen. Wer in Erwägung zieht, sein Kind nach japanischen Autos zu benennen, sollte das auch lieber lassen.

Diese Namen sind beispielsweise verboten: 

Chow Tow (Malaiisisch für „stinkender Kopf“)
Woti (Malaiisisch für „Geschlechtsverkehr“)
Sor Chai (Malaiisisch für „verrückt“)
Chinese Ah Chwar (Malaiisisch für „Schlange“)
Khiow Khoo (Malaiisisch für „Buckel“, „Bucklige“)

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Es ist wirklich erstaunlich, wie sich die Gesetze international unterscheiden. In einigen Ländern, wie zum Beispiel Mexiko, könnten die Regeln aber durchaus noch verschärft werden. Traurig, dass überhaupt gesetzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Kinder vor gewissen Namen zu schützen. Aufs Spiel zu setzen, dass das Kind später gemobbt werden könnte, ist unverantwortlich.

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Wir können froh sein, dass es zumindest in Deutschland verboten ist, sein Kind „Facebook“ zu nennen.

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