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Der letzte an der deutschen Nordsee

Auf diesem FKK-Campingplatz ist Nacktsein bald tabu – das sind die Gründe

Auf dem Campingplatz von Hooksiel an der Nordseeküste gibt es aktuell noch einen eigenen Bereich für FKK-Camper – doch vermutlich nicht mehr lange
Auf dem Campingplatz von Hooksiel an der Nordseeküste gibt es aktuell noch einen eigenen Bereich für FKK-Camper – doch vermutlich nicht mehr lange Foto: picture alliance/dpa | Mohssen Assanimoghaddam
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Katharina Regenthal
Redakteurin TRAVELBOOK

13. Mai 2026, 17:25 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

So richtig frei fühlen sich manche Menschen erst, wenn sie sich ganz ohne Hose, T-Shirt und Co. bewegen können. Wer das nicht nur in den eigenen vier Wänden machen möchte, hat die Möglichkeit, speziell ausgewiesene FKK-Bereiche zu besuchen. Eine regelrechte FKK-Institution soll jetzt allerdings an der Nordsee verschwinden – der letzte FKK-Campingplatz in Hooksiel steht vor dem Aus.

Seit Jahrzehnten kommen Fans der Freikörperkultur auf den Campingplatz in Hooksiel an der Nordsee. Dieser hat einen ausgewiesenen FKK‑Bereich. Rund 400 Stellplätze stehen für Nudisten bereit. Doch 2027 soll das ein Ende haben. Der neue Betreiber des Campingplatzes will den FKK‑Platz dichtmachen. Es lohne sich nicht mehr, heißt es vom Unternehmen, wie unter anderem der „NDR“ berichtet. Demnach sind lediglich 125 der etwa 400 FKK-Plätze an Saisoncamper vergeben – wirtschaftlich nicht tragbar, so heißt es.

Auch interessant: Die Geschichte von FKK in Deutschland

Petition soll FKK-Campingplatz retten

Bei den FKK-Fans stößt die bevorstehende Schließung des Bereichs auf dem Campingplatz auf Enttäuschung und Unverständnis. Immerhin handelt es sich bei dem FKK-Campingplatz in Hooksiel um den letzten an der Nordsee. So richtige Alternativen gibt es dann erst wieder an der Ostsee.

Mithilfe einer Petition soll der Bereich doch noch gerettet werden. 2000 Unterschriften werden dafür benötigt – aktuell sind etwa 1300 (Stand Mai 2026) zusammengekommen. Die Initiatoren fordern, dass der FKK-Campingbereich erhalten bleibt. Die Schließung würde einen Gemeinschaftsort zerstören, Familien und langjährige Saisoncamper entwurzeln und ein wichtiges Freizeit- und Erholungsangebot für die Region ersatzlos streichen, heißt es in der Begründung.

In einigen Kommentaren von Befürwortern der Petition ist außerdem der Vorschlag zu lesen, den FKK-Bereich einfach zu verkleinern, wenn aktuell nicht genügend Nudisten zusammenkommen, um alle 400 Plätze zu belegen. Bisher wurde auf den Vorschlag nicht eingegangen, heißt es beim „NDR“.

Der Betreiber bietet demnach lediglich an, dass bisherige FKK-Camper ein Vorrecht für einen neuen Stellplatz bekommen. Allerdings dann nur mit Klamotten. Verjagen wolle man niemanden, heißt es laut Bericht vom Campingplatzbetreiber.

Alternative FKK-Strand?

Vielleicht kein richtiger Trost für echte FKK-Camper, aber zumindest eine kleine Alternative, sind FKK-Abschnitte an vielen Stränden an der Nordsee. FolgendeInseln und Orte verfügen über FKK-Bereiche am Strand:

  • Sylt
  • Amrum
  • St. Peter-Ording
  • Norderney
  • Wangerooge

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