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Das beliebteste Naturwunder Deutschlands ist …

Platz 1 der besten Naturwunder in Deutschland befindet sich in den Allgäuer Alpen
Platz 1 der besten Naturwunder Deutschlands befindet sich in den Allgäuer Alpen Foto: Getty Images/imageBROKER RF
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Karoline Schweers
Delia Krumhaar
Karoline Schweers,

29. September 2025, 17:21 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Für atemberaubende Naturwunder muss man nicht immer weit reisen – auch Deutschland bietet spektakuläre Landschaften. Hier treffen außergewöhnliche Flora und Fauna auf geheimnisvolle Orte voller Mythen und Geschichten. Die Heinz Sielmann Stiftung kürt jedes Jahr neue Naturwunder, die definitiv einen Besuch wert sind. TRAVELBOOK stellt die Gewinner vor.

Verborgene Schätze, atemberaubende Landschaften und geheimnisvolle Wälder – manchmal warten sie direkt vor der eigenen Haustür. Die Heinz Sielmann Stiftung veranstaltet jährlich gemeinsam mit dem Deutschen Wanderverband die Publikumswahl der Naturwunder des Jahres. Vom 11. August bis 28. September wurden 26.643 Stimmen gesammelt, um aus den neun Kandidaten das beste Naturwunder Deutschlands zu wählen. Die Gewinner können allesamt entlang von Wanderwegen bestaunt werden. Lassen Sie sich inspirieren für Ihren nächsten Ausflug im Heimatland.

Platz 1: Die Breitachklamm ist das Naturwunder Deutschlands des Jahres 2025

Mit stolzen 28,73 Prozent der Stimmen holt die Breitachklamm in den Allgäuer Alpen den Titel „Naturwunder des Jahres 2025“ nach Bayern. Die rund 2,5 Kilometer lange Schlucht bei Oberstdorf gilt mit bis zu 150 Meter hohen Felswänden als eine der tiefsten Felsschluchten Mitteleuropas. Über Jahrtausende hat sich die Breitach in den Kalkstein geschnitten und dabei Strudeltöpfe, Überhänge und enge Durchgänge geschaffen – ein Naturdenkmal von besonderer Schönheit.

Das Zusammenspiel aus Geologie und Artenvielfalt macht die Klamm einzigartig. Im feuchten Mikroklima gedeihen Moose und Farne, die klaren Wasserläufe bieten Lebensraum für Bachforellen und Wasseramseln, während Alpensalamander in Felsspalten Schutz finden. Mit etwas Glück lassen sich am Rand sogar Gämsen beobachten. Seit 1905 erschlossen, zieht die Klamm jährlich rund 300.000 Besucher an. Auf Stegen und Brücken können Wanderer sicher durch die Schlucht gehen und zugleich empfindliche Bereiche schützen. Mit einem Nachhaltigkeitsausschuss setzt sich der Breitachklammverein seit 2023 gezielt für Artenvielfalt und Besucherlenkung ein. Die Schlucht ist also ein Paradebeispiel dafür, wie eindrucksvolles Naturerleben und Naturschutz miteinander verbunden werden können – und ein würdiger Sieger der Naturwunderwahl 2025.

Die Breitachklamm ist das Naturwunder des Jahres – und verwandelt sich im Winter in eine faszinierende Eislandschaft
Die Breitachklamm ist Platz 1 der Naturwunder – und verwandelt sich im Winter in eine faszinierende Eislandschaft Foto: Getty Images/imageBROKER RF

Auch interessant: Wie viel echte Wildnis gibt es eigentlich noch in Deutschland?

Platz 2: Der Blautopf in Baden-Württemberg

Den zweiten Platz belegt der Blautopf bei Blaubeuren mit 20,35 Prozent der Stimmen. Wie ein funkelndes Juwel liegt die intensiv türkisfarbene Karstquelle am Fuß der Schwäbischen Alb und bildet den Ursprung des Flusses Blau. Doch der märchenhafte Anblick ist nur die Oberfläche: Unter dem Blautopf verbirgt sich eines der größten Höhlensysteme Deutschlands, das bis heute nicht vollständig erforscht ist. Schwimmen ist hier Fehlanzeige – es ist sogar lebensgefährlich, dort zu tauchen.

Rund um die Quelle ranken sich zahlreiche Sagen und Mythen, die den Ort zusätzlich faszinierend machen. Zugleich ist er Teil des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb und an den Qualitätswanderweg Blaubeurer Felsenstieg angebunden. Damit vereint der Blautopf Naturwunder, wissenschaftliche Bedeutung und kulturelle Fantasie – und gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen Baden-Württembergs.

Der Blautopf ist wunderschön und mystisch zugleich, denn hier verstecken sich unerforschte Höhlen im Wasser
Der Blautopf ist wunderschön und mystisch zugleich, denn hier verstecken sich unerforschte Höhlen im Wasser Foto: Getty Images/imageBROKER RF
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Platz 3: Die Externsteine in Nordrhein-Westfalen

Wie steinerne Zeugen der Erdgeschichte ragen die Externsteine im Teutoburger Wald auf. Die bis zu 40 Meter hohen Sandsteinformationen entstanden vor rund 80 Millionen Jahren als Überreste einer uralten Meeresküste. Neben ihrer geologischen Bedeutung sind sie seit Jahrhunderten auch ein Ort von Mythen und Legenden – von frühzeitlichen Kultstätten bis hin zu mittelalterlichen Erzählungen. Mit 13,49 Prozent der Stimmen erreichten die Externsteine den dritten Platz bei der Wahl zum Naturwunder des Jahres 2025.

Die Externsteine sind ein echtes Natur- und Kulturerlebnis: Zwischen den Felsen brüten Uhus, auf den nackten Flächen gedeihen Pionierpflanzen, und am Fuß der steilen Wände wachsen Orchideen. Gesicherte Pfade und Treppen machen es möglich, die Felsen zu besteigen und weite Blicke über den Teutoburger Wald zu genießen. Mit ihrer Verbindung aus Natur, Geschichte und Spiritualität gehören die Externsteine zu den eindrucksvollsten Naturwundern Deutschlands.

Die Externsteine entstanden vor 80 Millionen Jahren und sind bis heute voller Mythen
Die Externsteine entstanden vor 80 Millionen Jahren und sind bis heute voller Mythen Foto: Getty Images/iStockphoto

Top 9 Naturwunder Deutschlands 2025

Insgesamt standen bei dem Voting folgende 9 Naturwunder zur Auswahl:

  • Der Breitachklamm (Bayern)
  • Der Blautopf (Baden-Württemberg)
  • Die Externsteine (Nordrhein-Westfalen)
  • Der Obersee der Rurtalsperre (Nordrhein-Westfalen)
  • Der Staatsbruch Lehesten (Thüringen)
  • Der Dreimühlen-Wasserfall (Rheinland-Pfalz)
  • Die Lange Anna (Schleswig-Holstein)
  • Die UNESCO-Buchenwälder Serrahn (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Der Wasserbaum Ockensen (Niedersachsen)

Das Naturwunder des Jahres 2024 war der Langwarder Groden an der Nordseeküste. TRAVELBOOK verriet bereits, was es damit auf sich hat.

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