Urlauber sollten gewisse Regeln beachten

So gefährlich kann Baden im Toten Meer sein

Tourist im Toten Meer / Dead Sea in Israel
Jedes Jahr kommen Touristen aus aller Welt zum Toten Meer, um im Wasser zu liegen und zu lesen
Foto: Getty Images

Für viele steht es auf der „Bucket List“: das Tote Meer in Israel. Einmal im Leben auf dem Wasser treiben und Zeitung lesen oder sich am Ufer mit dem nährenden Schlamm einreiben ... Was die meisten jedoch nicht wissen: Schwimmen im Totem Meer kann tödlich enden, wenn man sich nicht an die Regeln hält. TRAVELBOOK war dort und erklärt, wie man das Naturwunder gefahrlos genießen kann.

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Der Grund: Das Wasser des Toten Meeres hat einen besonders Salzgehalt. Er liegt bei mehr als 30 Prozent – im Mittelmeer sind es lediglich drei Prozent. Deswegen kann man auch auf dem Wasser treiben und zum Beispiel eine Zeitung lesen. Die hochkonzentrierten Mineralien wirken auf den menschlichen Körper jedoch wie Gift. Verschluckt man das Wasser oder atmet es versehentlich ein, kommt es im schlimmsten Fall in nur 30 Minuten zu multiplem Organversagen und Tod. Wer einen größeren Schluck des Wassers verschluckt hat, sollte es am besten sofort erbrechen.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Touristen den Anweisungen der Bademeister Folge leisten und bestimmte Regeln einhalten, die an den offiziellen Stränden auch auf Informationstafeln stehen.

 

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Die offiziellen Regeln für gefahrloses Schwimmen im Toten Meer:

Nicht auf dem Bauch schwimmen: Ja, es macht Spaß sich wie ein Wal auf dem Bauch im Wasser treiben zu lassen. Aber in dieser Position ist die Gefahr am größten, dass man versehentlich einen Schwall des Wassers in den Mund bekommt. Auch das Drehen auf den Rücken kann zur Gefahr werden, wenn man taumelt und mit dem Mund unter Wasser kommt.

Nicht herumalbern: Im Toten Meer geht es tatsächlich sehr gesittet zu. Tauchen und Rollen sind ebenso ein No-Go wie das Spritzen mit dem Wasser. Das liegt nicht nur an der Vergiftungsgefahr: Wer einmal nur einen Tropfen der Salzlauge in die Augen bekommen hat, weiß, wie sehr das Wasser brennt.

Totes Meer mit Salzablagerungen

Am Ufer des Toten Meers gibt es viele Salzablagerungen. Das Tote Meer wird übrigens jedes Jahr kleiner: Da es nicht mehr mit Wasser versorgt wird, trocknet es aus. Pro Jahr geht es um etwa einen Meter zurück. 
Foto: Getty Images

Innerhalb der Badebegrenzungen bleiben: An manchen Stränden, wie zum Beispiel En Bokek, kann man relativ weit hinaustreiben. An anderen Küstenabschnitten, wie etwa am Kalia Beach, ist die Schwimmfläche stark begrenzt. Das ist keine Schikane, sondern hat einen Grund: An einigen Stellen ist der Salzgehalt geringer als an anderen und der Auftrieb nimmt dort ab.

Ausreichend Wasser trinken: Wenn man die Hälfte der Zeit im Wasser liegt, vergisst man schnell, dass man sich immer noch in der Wüste befindet. Die Luftfeuchtigkeit ist hier extrem gering, es ist sehr warm (im Frühsommer muss man selbst an kühlen Tagen mit mindestens 35 Grad rechnen, im Sommer kann es bis zu 50 Grad warm werden), und das salzige Wasser trocknet zusätzlich aus. Deswegen sollte man darauf achten, viel Wasser zu trinken und sich insgesamt maximal drei Stunden am Toten Meer aufhalten.

Noch ein Tipp:

Badeschuhe oder Flip Flops mitnehmen: Durch den extrem hohen Salzgehalt des Toten Meers bilden sich am Ufer Salzkristalle, die spitz sein können. Außerdem ist der Boden, besonders an schlammigen Stellen, sehr rutschig. Mit den Schuhen entgeht man eher der Gefahr zu fallen. Apropos fallen: Wenn das Wasser tief genug zum Schwimmen ist, sollte man sich langsam hineingleiten lassen und nicht einfach nach hinten wegsacken.

Der perfekte Roadtrip durch Israel

Wer sich an diese Regeln hält, hat am und im Toten Meer nichts zu befürchten. Und bitte keine Panik: Ein kleiner Spritzer Wasser auf den Lippen führt noch lange nicht einer Vergiftung. Also Mund zu, treiben lassen und im Anschluss das seidige Gefühl auf der Haut genießen.

 

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