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Atacama-Wüste in Chile: Die trockenste Wüste der Welt

In Chile

Seltenes Phänomen! Die Atacama-Wüste blüht wieder

Atacama-Wüste in Chile
Die Atacama-Wüste in Chile blüht – ein seltener und besonderer AnblickFoto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Matias

Sie ist die trockenste Wüste der Welt – und umso beachtlicher das Naturschauspiel, das sich aktuell in der Atacama-Wüste darstellt: satte, violette Blütenfelder, wie man sie wohl eher in die Provence verorten würde. Mehr zu diesem Phänomen und was es sonst über den Landstrich in Chiles Norden zu wissen gibt – TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Es sind schon Jahrzehnte vergangen, ohne dass es in der Atacama-Wüste einen Tropfen Niederschlag gegeben hätte. Das Gebiet (gelegen zwischen den chilenischen Städten Tacna und Copiapo) gilt als trockenste Wüste jenseits der Polargebiete. Denn die Anden verhindern für gewöhnlich, dass Regenwolken hinein getragen werden. Doch ganz, ganz selten regnet es dann doch. Die Folge können prächtige Blütenfelder sein, wie man sie alle etwa fünf bis sieben Jahre bewundern kann – so auch aktuell.

Wie kommt es, dass die Atacama-Wüste blüht?

Im Normalfall blühen in der Atacama-Wüste allenfalls Kakteen. Und diese Pflanzenarmut hat etwas für sich, schreibt etwa die österreichische Tageszeitung „Der Standard“. Denn dank ihr kann die US-Weltraumagentur Nasa Atacamas „Mondlandschaft“ als Trainingsgelände benutzen. Doch nun ist bereits seit September das Phänomen „Desierto florido“ (zu Deutsch „Blumenwüste“) zu bestaunen.

Blühende Atacama-Wüste
Dieses Bild zeigte sich in den vergangenen 40 Jahren nur etwa 13 Mal: die blühende Wüste von Atacama Foto: iStock / abriendomundo

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Ein visuelles Spektakel, und das nicht bloß für Reisende vor Ort. Denn wenn der rund 1600 Kilometer lange Wüstenlandstrich in sattem Violett erstrahlt, ist das selbst vom All aus zu sehen. Dass es dazu überhaupt gekommen ist, liegt an ungewöhnlich starken Regenfällen im Juli dieses Jahres. Der Niederschlag hat demnach das Keimen von Samen im Wüstensand bewirkt.

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Auch sonst eine beeindruckende Reiseregion

Auch in den vielen Jahren, in denen sie ein farbiges Blütenmeer vermissen lässt, ist die Atacama-Wüste eine Reise wert. Denn die auch als „Valle de la Luna“ („Tal des Mondes“) bekannte Region bietet dem Auge so einiges. Sie ist von heißen Quellen und enormen Vulkanen durchzogen, einige davon ragen bis zu 6000 Meter in den Himmel. Stellenweise ein unwirtlicher, oft mit dem Mars verglichener Lebensraum, sind in den berühmten Salzseen von Atacama majestätische Vögel zu Hause: Flamingos. Um sie beobachten zu können, gibt es für Besucher des Naturschutzgebiets Reserva Nacional Los Flamencos verschiedene Aussichtspunkte.

Flamingo in den Salzseen von Atacama
Flamingo in den Salzseen von AtacamaFoto: Getty Images

Vor einigen Jahren hatten Forscher in der Atacama-Wüste Knochen einer Dinosaurier-Art gefunden, TRAVELBOOK berichtete. Dies werteten sie als Beweis dafür, dass die heute „trockenste Wüste der Welt“ vor Millionen Jahren über reichhaltige Vegetation verfügte. Denn die pflanzenfressenden Bewohner von damals fanden offenbar ausreichend Nahrung.

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