Millionen tote Sardinen an Costa Ricas Traumstränden
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TRAVELBOOK Redaktion
17. Februar 2017, 13:23 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Die Küste Costa Ricas ist für ihre Schönheit berühmt, doch die Sandstrände von Nicoya sind seit Donnerstag von Millionen von toten Fischen übersät. Wissenschaftler rätseln über die Ursache des Massensterbens. Eine mysteriöse Alge soll eine Rolle spielen.
An der Küste Costa Ricas sind Millionen von toten Sardinen ans Ufer gespült worden. In der Nähe der Küstenstadt Manzanillo am Golf von Nicoya sind mehrere Kilometer der weißen Sandstrände von den leblosen Fischen bedeckt – manche Medien sprechen von zwei bis drei, andere sogar von acht Kilometern.
Die Todesursache konnte bis jetzt nicht bestimmt werden: Sprecher des Sicherheitsministeriums und der Fundación MarViva, einer nationalen Organisation für nachhaltige Nutzung und Erhaltung der Küste, gaben mehrere Statements ab, nach denen es bislang nur Theorien für das Massensterben gibt, aber noch keine eindeutigen Aussagen gemacht werden können.
Freddy Campos, der Chef-Meeresbiologe der nationalen Küstenwache, sagte laut des bei Facebook veröffentlichten Berichtes des Sicherheitsministeriums: „Wir haben die Theorie, dass die Sardinen durch einen Mangel von Sauerstoff gestorben sind, der wiederum durch eine toxische Algenart ausgelöst wurde.“
Reporter des Costaricanischen Fernsehsenders „Teletica“ interviewten mehrere Fischer in Manzanillo, die ebenfalls glauben, dass die Todesursache in der Ernährung der Fische liegen muss. „Teletica“ interviewte in seinem Bericht einen Lehrer des lokalen Instituto Nacional de Aprendizaje, eine Art College für Naturwissenschaften. Der Experte machte darauf aufmerksam, dass es sehr auffällig sei, dass nur Sardinen gestorben seien: „Es ist doch sehr merkwürdig, dass es an einer Alge liegen soll, wenn weder Krebse noch andere Meerestiere davon betroffen sind.“
Nicht der erste Fall von Fischsterben
Die Luftüberwachungsbehörde und die Küstenwache haben mehrere Hubschrauber und Seepatrouillen losgeschickt, um nach Umweltschäden und sonstigen Auffälligkeiten in der Umgebung Ausschau zu halten. Es wurden bei den Fischen, aus dem Meereswasser und dem Boden Proben entnommen, die im Labor der Universität von Puntarenas analysiert und ausgewertet werden. Laut Regierung werden die Ergebnisse der Laboruntersuchungen in einer Woche da sein.
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Laut Gustavo Meneses, dem Chef des Institutes für Fischerei und Landwirtschaft, seien vor ein paar Jahren tote Fische in der Nähe der Mündung des nahen Tempisque Fluss angespült worden, aber nicht in der hohen Anzahl von Manzanillo. Vor zwei Wochen wurde im Santa Rosa Nationalpark von Costa Rica ein toter Blauwal angespült.
Vor etwa einem Jahr gab es einen ähnlichen Fall in Chile. Auch damals starben hunderttausende Fische, jedoch waren nicht nur Sardinen, sondern auch Lachse und andere Meerestiere betroffen. Auch dort konnte die Todesursache bis heute nicht geklärt werden.
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