Zum Inhalt springen
logo Deutschlands größtes Online-Reisemagazin
Verrückte Google-Bewertungen

Die skurrilsten Beschwerden über Touristen-Hotspots

Der Grand Canyon mit seinen gewaltigen Steinformationen gehört zu den meistbesuchten Attraktionen in den USA.
Der Grand Canyon mit seinen gewaltigen Steinformationen gehört zu den meistbesuchten Attraktionen in den USA. Foto: Getty Images
Silke Hümmer Redakteurin

14. September 2026, 10:11 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Millionen Menschen reisen jedes Jahr um die Welt, um berühmte Wahrzeichen und Naturwunder mit eigenen Augen zu sehen. Doch während viele Besucher vom Grand Canyon, den Niagarafällen oder dem Eiffelturm begeistert sind, hinterlassen andere im Internet überraschend spöttische Bewertungen, die den Ruhm der Touristen-Hotspots infrage stellen.

Von den Niagarafällen nicht beeindruckt

Die Niagarafälle an der Grenze zwischen den USA und Kanada gehören zu den weltweit bekanntesten Naturattraktionen. Jede Stunde stürzen dort gewaltige Wassermassen in die Tiefe. Dennoch konnte dieses Spektakel nicht jeden Besucher überzeugen.

Ein Google-Nutzer schrieb: „Schlimmste Touristenfalle überhaupt, komplette Zeitverschwendung.“ Ein weiterer Besucher urteilte: „Nur Wasser, das herunterfällt, nichts Besonderes.“ Auch dieser Kommentar fiel wenig schmeichelhaft aus: „Tolles fallendes Wasser. Als ob ich das nicht jeden Morgen beim Duschen sehe.“

Grand Canyon: Touristen kritisieren Naturwunder

Der Grand Canyon in Arizona zählt zu den spektakulärsten Landschaften der USA. Die Schlucht ist fast 1500 Meter tief und zeigt Gesteinsschichten, die über Millionen von Jahren entstanden sind.

Trotzdem zeigte sich nicht jeder Tourist beeindruckt. Ein Besucher beschrieb das Naturdenkmal bei Google als „ein großes altes Loch im Boden“. Ein anderer schrieb, es seien „nur farbige Berge in einem Krater“. Besonders ungewöhnlich war die Kritik eines Touristen, der sich über fehlende Infrastruktur beklagte. Dort gebe es „nichts“ – weder Fast-Food-Ketten noch ein Einkaufszentrum.

Eiffelturm wird mit Funk- und Strommasten verglichen

Der Eiffelturm prägt seit seiner Eröffnung im Jahr 1889 das Stadtbild von Paris und gilt als Wahrzeichen der französischen Hauptstadt. Täglich besuchen rund 20.000 Menschen das Bauwerk.

Doch auch hier gibt es kritische Stimmen. Auf Reddit bezeichnete ein Tourist den Turm als „verherrlichten Handymast“. Nach seiner Ansicht sei das Bauwerk weder besonders schön noch ein architektonisches Meisterwerk. Ein weiterer Besucher zog einen Vergleich mit einem Strommast.

Mehr zum Thema

Big Ben: Berühmte Londoner Attraktion sorgt für Ernüchterung

Streng genommen ist Big Ben die große Glocke im Elizabeth Tower am Palace of Westminster. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Bezeichnung jedoch häufig für den gesamten Turm verwendet.

Für einen Google-Nutzer war die berühmte Sehenswürdigkeit wenig spektakulär. Sein Fazit lautete: „Nur eine große Uhr. War dort, habe es gesehen.“ Aus seiner Sicht gebe es mit einem Handy keinen besonderen Anlass, den Turm zu besuchen. Ein anderer Besucher meinte zudem, das Bauwerk wirke auf Fotos attraktiver als in der Realität.

Selbst Kuhglocken werden zum Streitpunkt

Nicht nur weltbekannte Sehenswürdigkeiten müssen sich kritischen Kommentaren stellen. Auch die Bergwelt Norditaliens blieb davon nicht verschont.

In Serina im Brembanatal beschwerte sich eine Urlauberin in einem Social-Media-Beitrag über die Kuhglocken in ihrer Umgebung. Diese seien „Tag und Nacht“ zu hören und befänden sich weniger als zehn Meter von ihrem Wohnblock entfernt. Ihren Urlaub könne sie deshalb „unmöglich“ genießen. Das Geräusch sei eine „Lärmbelästigung“.

Serinas Bürgermeister Michele Villarboito zeigte für die Kritik kein Verständnis. Die Kühe seien, so seine Haltung, ein wichtiger Bestandteil der Geschichte und Kultur der Region.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.