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Borkum im Winter: Tipps für Deutschlands schönste Insel

Deutschlands schöne Insel im Check

Tipps für eine Reise nach Borkum im Winter

Borkum Strandpromenade
Kilometerlang sind die Strände von Borkum und an Strandpromenade trifft man mitunter auf MenschenFoto: picture alliance / Zoonar | Christine Nöh

Borkum ist die westlichste deutsche Insel und liegt weit draußen in der Nordsee. Im Winter ist es dort ziemlich ruhig. Abwarten und Tee trinken ist aber das falsche Motto. TRAVELBOOK verrät, was es im Winter auf Borkum zu sehen und erleben gibt.

Auch heute ist Deutschlands westlichste Insel vor allem für den Badeurlaub von Juni bis September gefragt. Aber die Zahl der Urlauber in der kalten Jahreszeit steigt. Was man im Winter auf Borkum erleben kann.

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Frühstück mit Nordsee-Blick

Kurz nach Sonnenaufgang sind über der Promenade von Borkum schon einige Möwen zu sehen. Und vor allem zu hören. Der eine oder andere steht oben an der Promenadenmauer und schaut auf die Nordsee. Und am Spülsaum, da wo die Wellen auf Land treffen, sind schon einige Spaziergänger unterwegs, die für den besonderen Moment des ersten Lichts an Borkums Strand früh aufgestanden sind. Denn auch auf Borkum ist die Sonne im Winter eine Rarität.

Oben in den Hotels in der ersten Reihe sitzen die meisten Gäste noch beim Ostfriesentee am Frühstückstisch. Im Idealfall können sie durchs Fenster auf die Nordsee schauen. Etliche der Häuser mit neoklassizistischer Fassade stammen aus Borkums touristischer Boomphase – im Deutschen Kaiserreich. Damals kamen die gut betuchten Gäste allerdings ausschließlich im Sommer.

Borkum, Strand bei Sonnenuntergang
Borkum lockt auch im Winter – zum Beispiel mit atmosphärischen StrandspaziergängenFoto: picture alliance / Zoonar | Christine Nöh

Borkum ist die Insel der Walfänger

In der Zeit der Walfänger im 18. Jahrhundert war es auf Borkum im Frühjahr und Sommer eher ruhig. Denn ein großer Teil der Männer ging im April an Bord eines Hamburger oder Amsterdamer Walfangschiffes, war dann monatelang im Nordpolarmeer unterwegs und im Herbst wieder zu Hause. Wenn alles gut ging. Deshalb war die Insel meist nur in den Wintermonaten gut bewohnt.

Im Heimatmuseum Borkums Dykhus werden unter anderem Stücke aus der Walfangzeit präsentiert. Das Museum gehörte einst einem Walfänger und im Erdgeschoss des Inselmuseums ist das Skelett eines Pottwals ausgestellt. Borkum war die einzige ostfriesische Insel mit Walfangtradition.

Ihr widmet sich auch der Borkumer Walpfad. Er führt unter anderem zum Haus von Roelof Gerrits Meyer, der als erfolgreichster Kommandeur in niederländischen Diensten fast 300 Grönlandwale gefangen hat. Kapitäne wie er, brachten sich oft Walknochen mit nach Hause, um daraus Zäune zu bauen. Vor seinem Haus sind sie noch zu sehen.

Borkum, Pottwal-Skelett
Pottwal-Skelett im Heimatmuseum auf Borkum: Der Walfang hat die Geschichte der Insel geprägtFoto: picture-alliance / DUMONT Bildarchiv | M.-O. Schulz

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Dem Feuerschiff Borkumriff einen Besuch abstatten

Mit Landwirtschaft hatten die Borkumer nie viel am Hut, mit Seefahrt umso mehr – auch lange nach der Zeit der Walfänger, die um 1800 zu Ende ging. In den Dünen stehen noch heute Seezeichen wie das Große Kaap, das Schiffen das Navigieren erleichtern sollte.

Zur neueren Seefahrergeschichte gehört das Feuerschiff „Borkumriff“. Bis 1988 lag es 30 Kilometer nordwestlich der Insel vor Anker in der Nordsee. Als das Schiff noch in Betrieb war, zeigte es mithilfe eines Leuchtfeuers anderen Schiffen den Weg und diente als Leuchtturm. Heute ist das Borkumriff hauptsächlich ein Museumsschiff, welches man mit einer Führung oder ohne eine besichtigen kann.

Borkumriff
Einst wies die Borkumriff hunderten Schiffen den Weg in die EmsFoto: picture alliance / dpa | Reinhold Grigoleit

Die Führungen werden von den alten Besatzungsmitgliedern durchgeführt, weshalb man einen tieferen Einblick in die damalige Arbeit bekommt. Über die Jahre ist die „Borkumriff“ zu einer richtigen Touristenattraktion geworden – auch im Winter. Regelmäßig sticht das Feuerschiff noch in See und fährt etwa zum Hafengeburtstag nach Hamburg.

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Strandspaziergänge an der kalten Winterluft

Am späten Nachmittag wird es im Winter allerdings schnell stockdunkel. Die Strandsegler sind verschwunden, der Spielplatz an der Promenade verwaist. Dafür gehen dort die Lampen wieder an. Das Lichtsignal des 60 Meter hohen Neuen Leuchtturms ist ebenfalls gut zu erkennen. Er steht seit 1879 auf einer Düne mitten im Ort. Borkum kennt aber keine Lichtverschmutzung. Bei klarem Himmel sind bald auch die Sterne über der Insel zu sehen und Astronomie-Fans sind hier auf jeden Fall gut aufgehoben.

Borkum, Strand
Am Meer lässt sich der Winter besser ertragenFoto: Getty Images

Anreise nach Borkum im Winter

Mit dem Auto oder mit der Bahn bis Emden fahren. Vom Außenhafen aus geht es per Fähre (135 Minuten) oder Katamaran (60 Minuten) auf die Insel und dann mit der Kleinbahn in den Ort. Man kann auch ab Emden fliegen. Im Winter sind Fähr- und Flugverbindungen eingeschränkt.

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