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Die besten Reise-Tipps für Las Vegas

Glitzermetropole mitten in der Wüste

Die besten Reise-Tipps für Las Vegas

Reisetipps Las Vegas
Eine ganz eigene Glitzerwelt: der berühmte „Strip“ in Las VegasFoto: Getty Images

Geld verzocken und dabei sogar Spaß haben: Das geht für viele in Las Vegas. In der künstlichen Glitzerstadt voller Casinos dreht sich alles um die Suche nach den besten Blackjack- oder Roulette-Tischen und Glücksritter, Stars und Wannabe's tummeln sich vor den funkelnden Fassaden. Was man in „Sin City“ unbedingt machen sollte und worauf man verzichten kann, weiß unsere Autorin Susanne Resch. Sie hat 2016 einen Roadtrip entlang der USA-Westküste mit einem Abstecher nach Las Vegas gemacht – für TRAVELBOOK hat sie ihre Tipps zusammengefasst.

Ich weiß noch genau, was ich dachte, als die Stadt, die im Kern zu 99 Prozent aus Hotels, Casinos und Vergnügungs-Spots besteht, mitten in der Wüste von Nevada auftauchte: So etwas kann man doch echt nur hochziehen, nachdem man, wie etwa in dem Film „Fear and Loathing in Las Vegas“, zu viel LSD genommen hat oder schon komplett durchgeknallt ist. Völlig surreal und eben doch Realität. Obwohl dazu noch mindestens jeder Zweite in Las Vegas betrunken ist, fand ich es doch ziemlich spannend, einmal in diese „reale Kunstwelt“ abzutauchen. Ich verbrachte damals zwei Tage in „Sin City“ – länger hätte ich auch nicht bleiben wollen und wiederkommen steht auch nicht auf meiner Liste.

Trotzdem will ich die Erfahrung nicht missen und hatte viel Spaß. Welche Tipps es für einen Besuch von Las Vegas gibt, verrate ich hier und in der passenden Las-Vegas-Podcast-Folge von „In 5 Minuten um die Welt“:

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3 Dinge, die man unbedingt tun sollte

Achterbahn fahren! Las Vegas ist nämlich nicht nur ein Zocker-Paradies, sondern bietet auch spektakuläre Achterbahnen für Adrenalin-Junkies. Die wohl bekannteste in Las Vegas ist „The Big Apple Roller Coaster“. Die Bahn ist direkt um das Hotel respektive Casino „New York New York“ herumgebaut und man ist mit mehr als 100 km/h unterwegs. Mit knapp 1,5 Kilometer ist es auch der längste Coaster in Vegas. Er wurde bereits 1997 als „Manhattan Express“ eröffnet und war damals die schnellste und höchste Looping-Achterbahn weltweit. Mit dem Coaster kann man auch fahren, ohne im Hotel eingecheckt zu sein und genau das haben wir natürlich gemacht. Ein Ticket kostet aktuell 19 Dollar, das war es in jedem Fall wert.

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Die Freiheitsstatue vor dem Hotel „New York New York“ gegenüber vom „MGM Grand Hotel“ misst 46 Meter und ist damit genau halb so groß wie das Original inklusive SockelFoto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | David Becker

Außerdem sollte man Shows oder Konzerte besuchen. Las Vegas hat hart daran gearbeitet, ein Unterhaltungsmekka zu werden. Elton John, Bob Dylan, Bruce Springsteen, Lady Gaga  – sie alle hatten oder haben eine feste Show-Adresse in Las Vegas. Anstatt also zu warten, dass die Stars in die eigene Stadt kommen, kann man sie in Vegas fast an jedem Abend sehen.

Zudem muss man sich auch auf dem Strip, dem berühmten Boulevard, einfach mal treiben lassen. Auf insgesamt 6,8 Kilometer buhlen vor allem auf etwa drei „Hauptkilometern“ zahlreiche Casinos, Shows und Musicals um die Gunst der Gäste. Die Hotels und Casinos sind riesig. Dazu hat jedes hat ein eigenes Thema bzw. Entertainment-Programm – wie etwa die Wasserspiele vor dem „Bellagio“, der „feuerspuckende“ Vulkan vor dem „Mirage“ oder das „Paris“ mit seinem nachgebauten Eiffelturm. Der „Stratosphere Tower“ im Hotel „The Strat“ am nördlichen Ende des Strips ist mit seinen 350 Metern Höhe und seiner 360-Grad-Aussicht auf Vegas natürlich auch ein Muss. Die Vogelperspektive zeigt es eindrucksvoll: Alles blinkt und Entertainment gibt es wirklich an jeder Ecke – das ist schon außergewöhnlich.

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Der „Stratosphere Tower“ am nördlichen Ende des StripsFoto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | David Becker

Wo gibt es die besten Restaurants?

Um ehrlich zu sein, waren wir in Las Vegas in keinem wirklich guten Restaurant – das wollten wir uns nicht leisten. Die günstigeren Restaurants auf dem Strip sind eher auf schnelles Essen und Gäste, die es eilig haben, ausgerichtet. Es gibt vornehmlich Fast Food und Buffet-Restaurants.

Wer in Las Vegas lecker essen gehen will, muss sich vorher erkunden und kann nicht auf einen Walk-In setzen. Denn aufgrund der limitierten Top-Restaurants sind die Spitzenreiter schon lange im Voraus ausgebucht. Diese Restaurants sind dann aber auch, wie so ziemlich alles in Vegas, richtig teuer. Denn auch beim Essen dominiert die Geld-Macherei in „Sin City“. Man sollte also auch auf die Bewertungen schauen, ob sich ein Restaurant wirklich lohnt.

Wer beim Essen nicht auf die Aussicht verzichten mag, dem ist das „Eiffel Tower Restaurant“ im Hotel „Paris“ zu empfehlen: zwar nichts für den kleinen Geldbeutel, aber dafür mit mehr als 4000 5-Sterne-Bewertungen bei „Tripadvisor“ eines der Top-Restaurants in Las Vegas – inklusive atemberaubendem Ausblick auf den Strip und die Fontänen des „Bellagio“.

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Welche Gegend ist ideal für die Unterkunft? 

Immer wieder wird diskutiert, ob es besser ist, auf dem Strip oder abseits davon zu wohnen, wenn man Las Vegas besucht. Ein Hauptfaktor, der dabei ins Spiel kommt, ist, dass es ziemlich teuer ist, auf dem Strip zu wohnen. Ich finde aber, der Aufenthalt auf dem Strip ist ein wesentlicher Bestandteil des Vegas-Erlebnisses und wer Ruhe sucht, ist in der Stadt meiner Meinung nach ohnehin nicht richtig. Zumal sich die Hotels und Restaurants abseits des Strips auch daran gewöhnt haben, eher die Klientel, die weniger ausgeben kann und mag, zu bedienen: Sie haben ihr Angebot entsprechend angepasst und man darf von den billigeren Optionen nicht zu viel erwarten.

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Wir haben damals im „Paris“ übernachtet: Hier bekommt man, mitten in der Wüste, sogar frische Croissants zum FrühstückFoto: Getty Images

Weitere Tipps für Las Vegas: Was man (nicht) tun sollte

Was man in Las Vegas unbedingt tun sollte

  1. Die richtigen Erwartungen haben. Nach Las Vegas sollte man nicht, wenn man mal richtig ausschlafen oder entspannen will. Die Wüstenstadt ist berühmt für ihr Nachtleben, und wenn man auf dem Strip übernachtet, wird es natürlich auch mal laut. Wen Casinos, Action und Junggesellenabschiede abschrecken, der sollte sich nach einem anderen Reiseziel umsehen.
  2. Aufpassen! Vegas hat eine der höchsten Kriminalitätsraten der Vereinigten Staaten. Die meisten Verbrechen gehen zwar auf das Konto der Partygänger, aber es gibt auch ein erhebliches Maß an organisierter Kriminalität. Und all dies geschieht trotz der starken Polizeipräsenz auf dem Strip.
  3. Auch wenn Las Vegas wie gesagt kein Erholungsmekka ist, sollte man nicht vergessen, sich zwischendrin auch mal etwas auszuruhen. Überall blinkendes Licht, das Laufen von einer Attraktion zur nächsten oder von Casino zu Casino: Das ist schon auch anstrengend, sodass man sich zumindest mal kurz bewusst der Reizüberflutung entziehen sollte.
  4. Nett zu den Zimmermädchen, Service-Kräften etc. sein! Die sind nämlich höchstwahrscheinlich überarbeitet und haben dank einiger Gäste wohl auch schon den Glauben an die Menschheit verloren.

Das sollte man nie in Las Vegas machen

  1. Auf keinen Fall sollte man sich auf dem Strip von Alibi-Fotografen abzocken lassen, die völlig überteuert einen Schnappschuss mit sich verkaufen wollen. Allgemein sollte man nicht zu gutgläubig sein und sich auch vor Trickdieben in Acht nehmen.
  2. Einen Mietwagen braucht es auf keinen Fall, zumindest, wenn man nur in Vegas unterwegs ist. Die Strecken sind nicht so weit und wenn man nicht mehr laufen möchte, greift man einfach auf ein Uber zurück.
  3. Das Wichtigste zum Schluss: Man sollte auf keinen Fall über sein Limit gehen – weder beim Alkohol noch beim Zocken im Casino.
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