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Sinkender Wasserpegel

Gruselsee bei Las Vegas gibt immer mehr Leichenteile frei

Lake Mead Leichenteile
Im Lake Mead in den USA wurden mehrere Leichenteile entdecktFoto: Getty Images

Der Lake Mead nahe Las Vegas gilt als eines der wichtigsten Wasser-Reservoirs für den Westen der USA. Zudem ist er ein bedeutendes Naherholungsgebiet und Ziel von zahlreichen einheimischen und ausländischen Touristen. Doch wegen der anhaltenden Dürre sinkt der Wasserpegel des Lake Mead in den vergangenen Jahren fast kontinuierlich. Nun sind Besucher des Sees innerhalb weniger Tage auf mehrere Leichenteile gestoßen.

Den ersten Gruselfund machten Bootsausflügler am Nachmittag des 1. Mai: Eine Frau am Ufer des Lake Mead hatte sie laut einem Bericht der Zeitung „Sacramento Bee“ durch Schreie auf ein im See treibendes Fass aufmerksam gemacht. In dem bereits stark angegriffenen Fass entdeckten die Bootsleute dann die Überreste eines menschlichen Körpers.

„Wir glauben, dass es sich um ein Tötungsdelikt infolge einer Schusswunde handelt“, erklärte das Las Vegas Metropolitan Police Department in einer Pressemitteilung. „Anhand der Kleidung und des Schuhwerks, mit denen das Opfer gefunden wurde, wird angenommen, dass die Person zwischen Mitte der 1970er und Anfang der 1980er Jahre getötet wurde“, heißt es dort weiter. Laut einem Bericht des „Spiegel“ war das rund 50 Kilometer entfernte Las Vegas in den 1980er Jahren eine Mafia-Hochburg. Womöglich versenkten damals Mafiakiller ihre Opfer im Lake Mead.

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Weitere Leichenteile im Lake Mead entdeckt

Nur fünf Tage nach diesem ersten Horrorfund entdeckten zwei Schwestern beim Paddeln weitere Leichenteile im Lake Mead. Die Knochen waren im Sand vergraben, berichtet „Sacramaneto Bee“ unter Berufung auf den TV-Sender KLAS. „Zuerst dachte ich, es sei ein Schaf, aber dann haben wir ein wenig herumgegraben und als wir den Kiefer entdeckten, wurde uns klar, dass es sich um menschliche Überreste handelte“, sagte eine der Schwestern dem TV-Sender. Daraufhin hätten sie die Parkranger über den Fund informiert. Die Leichenteile wurden inzwischen aus dem Lake Mead geborgen und sollen einer Obduktion unterzogen werden, um die Todesursache festzustellen.

Gibt der See noch mehr Leichenteile frei?

Und es könnten weitere Gruselfunde folgen, wie das Nachrichtenportal „npr“ berichtet. „Ich würde sagen, es besteht eine sehr gute Chance, dass wir bei sinkendem Wasserstand weitere menschliche Überreste finden werden“, zitiert das Portal Ray Spencer, den Polizei-Chef von Las Vegas. Der Wasserstand des Lake Mead sinkt, als eine Folge des Klimawandels, seit Jahrzehnten aufgrund von extremer Dürre kontinuierlich.

Mit einer Länge von ca. 170 Kilometern und einer Fläche von 640 Quadratkilometern ist er der größte künstlich erschaffene See der USA. Er wird durch den Hoover Dam aufgestaut. Für den Bau des Staudamms mussten mehrere Gemeinden aufgegeben werden. Die Ruinen des Ortes St. Thomas sind bei niedrigem Wasserspiegel des Lake Mead noch zu sehen. Erst vor Kurzem wurde laut „npr“ eine 200-Millionen-Dollar-Vereinbarung getroffen, um den Stausee, auf den Millionen von Menschen angewiesen sind, zu retten.

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