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Meine erste Thailand-Reise: Diese 7 Dinge haben mich überrascht

Erfahrungsbericht

7 Dinge, die mich auf meiner ersten Thailand-Reise überrascht haben

Urlauberin macht Fotos in Thailand
Manches hat unsere Autorin auf ihrer ersten Thailand-Reise besonders überraschtFoto: Getty Images

Auf ihrer ersten Thailand-Reise wurde unsere Autorin mit so einigem konfrontiert, das sie so nicht erwartet hätte. Lesen Sie mehr dazu bei TRAVELBOOK.

„Die Menschen sind sooo nett, vor allem auf den Inseln!“, „Das Essen ist sehr gut und auch noch günstig!“ Derartige persönliche Eindrücke meiner Freunde hätte es zwar nicht gebraucht, um meine Vorfreude auf meine erste Thailand-Reise zu wecken, haben sie aber sicherlich verstärkt. Vor Ort hat mich dann umso mehr überrascht, was mir nicht erzählt worden war…

1. Wer Reis will, muss ihn meist dazu bestellen

Thailändisches Essen, oder besser gesagt eine Abart davon, kannte ich bislang nur aus Restaurants und Imbissen innerhalb Europas. Dass die authentische Küche damit nur wenig gemein hat, war zu erwarten. Doch wie weit das Fleisch-Saucen-Gericht mit der großen Reiskugel vom Original entfernt sein würde, hatte ich nicht geahnt.

Dass Reis dazu gereicht wird – davon war ich irgendwie ausgegangen. Jedoch erlebten wir es in verschiedenen Gastronomien in Bangkok und auf den Inseln, dass man welchen dazu bestellen musste, wenn man welchen wollte; nur wenige Gerichte sahen diese „Sättigungsbeilage“ automatisch vor. Ist weißer Reis gewünscht, sollte man auch das dazusagen, denn fast noch üblicher ist der mit Ei und ein wenig Gemüse gebratene „fried rice“. In unserem Fall jedenfalls sorgte der Bestellversuch mitunter für Verwirrung, häufig wurde er gar nicht registriert oder der Reis vergessen.

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2. Wein ist sehr teuer – oder schmeckt nicht

In extrem auf Tourismus ausgerichteten Gegenden mag der Fall anders sein. Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass man Wein – geschweige denn eine Auswahl verschiedener Sorte – auf den meisten Speisekarten in Thailand vergeblich sucht. Und wenn es doch einen gibt, dann wird dieser Wein-Kenner sehr wahrscheinlich nicht zufriedenstellen.

Dagegen sind in gehobenen Restaurants, die Weine anbieten, die Preise fast schon horrend. Ähnlich im Lebensmittelhandel. Auch wenn es sein kann, dass Sie hier die gleiche Sorte finden wie in Ihrem heimischen Supermarkt, wird die Flasche in Thailand deutlich mehr kosten. Grund dafür ist die 2017 in Thailand eingeführte „Sündensteuer“, die unter anderem den Preis für eingeführten Alkohol eklatant erhöht. Dies berichtete etwa die Deutsche Presseagentur (dpa). Dabei hätte ich ohnehin lieber thailändischen Wein getrunken, der mir leider während meiner gesamten Reise nicht begegnet ist. Dabei soll es laut einem Bericht des Wein- und Gourmet-Journals „Falstaff“ thailändischen Wein von hoher Qualität geben. Vor allem nordöstlich von Bangkok herrscht demnach ein optimales Klima für den Weinanbau.

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3. Ungewöhnliche Flaschengrößen von thailändischem Bier

Ich hab mein Glas Wein zum Abendessen anfangs schon ein wenig vermisst. Dafür bin ich aber in den Genuss von thailändischem Chang gekommen, dessen Geschmack erfahrene Bier-Trinker als „gefälliges internationales Lager“ beschreiben würden. Dieses, wie auch andere thailändische Biere, wird in der Mehrheit der Lokale in einer Flaschengröße serviert, die ich so bisher nicht kannte: à 620 Milliliter, und dazu ausreichend Gläser für alle Mittrinker. Das hatte dann doch wieder einen gewissen „Wein-Vibe“.

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4. Die gute Organisation des öffentlichen Nahverkehrs

Mit dem Taxi durch Bangkok zu fahren, oder besser zu kriechen, kann frustrierend sein. Die Fahrten sind zwar nicht gerade teuer. Sie dauern aber sehr lang, was dem enormen Verkehr in der Hauptstadt geschuldet ist.

Zum Glück ist vor allem das U-Bahnnetz extrem gut organisiert und auch für Bangkok-Neulinge leicht verständlich. Die Metropolitan Rapid Transit (MRT) fährt auf mehreren Linien zumeist unterirdisch und zu sehr günstigen Preisen (zwischen umgerechnet ca. 40 Cent und 1,05 Euro), abhängig von der Entfernung zur Zielstation. Daneben gibt es den Skytrain (BTS), der in einigen Metern Höhe über dem Straßenverkehr fährt, sodass Passagiere unterwegs auf die Stadt blicken können. Zuletzt erleichtert der Suvarnabhumi Airport Rail Link, eine Express-Linie zwischen Flughafen und City, die Fortbewegung.

Doch so bequem der öffentliche Nahverkehr sein mag – man sollte dennoch zumindest ein Mal die Gelegenheit nutzen, mit dem Tuk Tuk zu fahren. Das sind diese bunt verzierten, überdachten Dreiräder, deren Fahrer manchmal ein wenig wagemutig erscheinen…

Tuk Tuk in Bangkok
Tuk-Tuk-Fahrten sind nicht unbedingt etwas für schwache Nerven, aber eine lustige ErfahrungFoto: Getty Images

5. Der Toilettengang ist anders

Keine Toilettenbürsten in Thailand

In Thailand wird man Toilettenbürsten vergeblich suchen. Stattdessen sind im Bereich der sanitären Anlage Wasserschläuche angebracht – sogenannte „Po-Duschen“, die auch zur Reinigung der Schüssel eingesetzt werden sollen.

Dass in Hotels auf das Aufstellen von Toilettenbürsten verzichtet wird, ist dabei auch in anderen Ländern offenbar gar nicht so ungewöhnlich. Das bestätigt auf TRAVELBOOK-Nachfrage Hotelexperte André Schmidt, der aktuell als Senior Revenue Manager in einem Hessischen Haus beschäftigt ist. „Gäste empfinden es als unhygienisch, mit derselben Toilettenbürste in Kontakt kommen zu müssen wie andere vor ihnen“, erklärt er uns.

Toilettenpapier darf nicht abgespült werden

Weiterhin sind den meisten Toiletten in thailändischen Restaurants oder Cafés Schilder oder zumindest Zettel angebracht, auf denen davor gewarnt wird, Toilettenpapier abzuspülen. Der benutzte Zellstoff gehört demnach in den Mülleimer. Das liegt daran, dass die Abwasserrohre meist sehr schmal sind und Toilettenpapier sie verstopfen könnte. Wer schon mal beispielsweise in Brasilien war, dürfte das Prinzip kennen, in einigen südamerikanischen Ländern verhält es sich ganz ähnlich.

6. Der enorme Plastikverbrauch

Was mich in Thailand zudem sehr überrascht hat, war der extrem großzügige Einsatz von Plastikverpackungen. Im Lokal wurde Besteck oftmals in Plastikfolien gereicht, selbst die einfachen Straßenstände verpackten das Essen in Plastikbehältern und diese zusätzlich in einer -tüte. Das fiel mir nicht nur bei Lebensmitteln auf, auch Hygieneartikel waren jeweils einzeln und dann noch einmal zusammen verpackt. Natürlich werden auch in Deutschland immer noch zu viele Einwegverpackungen verwendet. Doch in Thailand scheint das Bewusstsein dafür, dass sich hier etwas ändern muss, noch deutlich weniger ausgereift zu sein.

7. „Ping-Pong-Show“ hat nichts mit Tischtennis zu tun

Unsere Unterkunft lag unweit von Bangkoks Rotlichtviertel Patpong entfernt. Ab Nachmittag war es hier quasi unmöglich, zwei Meter zu gehen, ohne angequatscht zu werden. Denn Mitarbeitern der verschiedenen Strip-Bars versuchen, Gäste hineinzulocken. Doch wieso versprachen so viele von ihnen eine „Ping-Pong-Show“? Erst später sollte ich verstehen, dass der gemeinte Umgang mit den kleinen bunten Bällen nichts mit klassischem Tischtennis zu tun hat. Stattdessen zaubern Ping-Pong-Künstlerinnen sie aus Stellen hervor, an denen man sie am wenigsten erwarten würde.

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