Rollstuhlfahrer oder Menschen mit einer Gehbehinderung haben es vielerorts schwer, einen Strand zu besuchen. Oft fehlen barrierefreie Zugänge und behindertengerechte Sanitäranlagen. Eine Vorreiterrolle in dieser Hinsicht hat Griechenland: In dem beliebten Urlaubsland sind bereits fast 150 Strände barrierefrei, Dutzende weitere sollen folgen.
Dank eines speziellen Systems, das die griechische Firma Seatrac entwickelt hat, können Rollstuhlfahrer an vielen Stränden in Griechenland sogar bis ins Meer gleiten. Das funktioniert, indem der Rollstuhl gegen einen selbstfahrenden Sitz an einer Spezialrampe getauscht wird. Damit kann man dann per Knopfdruck ins Meer und wieder zurückfahren, wie es auf der Webseite von Seatrac heißt. Wieder zurück am Ausgangspunkt kann der Badegast dann direkt unter einer Spezialdusche das Salzwasser wieder abwaschen.
An 147 Stränden in Griechenland ist dieses System bereits installiert, wie die Zeitung „The Greek Reporter“ berichtet. Zusätzlich gibt es an den entsprechenden Strandabschnitten Einrichtungen wie behindertengerechte Parkplätze, barrierefreie Toiletten und Umkleidekabinen, Rampen zu den Liegestühlen sowie spezielle Strandbars für Rollstuhlfahrer.
Griechenland soll bald fast 300 barrierefreie Strände haben
Insgesamt soll die Zahl der barrierefreien Strände in Griechenland in den kommenden Jahren auf 287 ansteigen. Das teilten die griechischen Behörden auf einer Pressekonferenz Anfang April mit. „Der gleichberechtigte Zugang zum Meer ist ein unveräußerliches Menschenrecht“, zitiert „Greek Reporter“ den griechischen Tourismusminister Vassilis Kikilias. Und weiter: „Menschen mit Behinderungen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität erhalten die Möglichkeit, an Strandaktivitäten mit Familie und Freunden teilzunehmen, was die Lebensqualität für alle erhöht.“
Menschen im Rollstuhl hatten es in dem von vielen Bergen und felsigem Untergrund geprägten Griechenland lange Zeit schwer. Erste große Fortschritte hinsichtlich der Barrierefreiheit hat das Land seit den Olympischen Spielen 2004 in Athen gemacht. Trotz großem Widerstand von Archäologen wurden zudem erst in jüngster Vergangenheit Zugänge zur berühmten Akropolis betoniert und barrierefrei gestaltet.
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen.
Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den
Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit
Tracking und Cookies entscheiden.
Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige
Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an
datenschutz@axelspringer.de.