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Anhaltende Dürre

Gardasee trocknet aus und in vielen Regionen Italiens lodern die Flammen

Gardasee
Der Wasserstand im Gardasee ist so niedrig, dass Unterwasserfelsen sichtbar werden (Bild vom 8. Juli 2022)Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Aleksander Kalka

In Italien ist aktuell Hauptreisezeit – doch stöhnt das beliebte Urlaubsland weiter unter Trockenheit, Hitze und Waldbränden. Der Gardasee hat den tiefsten Wasserstand seit 15 Jahren erreicht. Nahe der Urlauberhochburg Rimini und auf Sizilien brennen immer größere Gebiete nieder. Ein Überblick über die dramatischen Wetterextreme in Italien.

Wie in weiten Teilen Europas hat die anhaltende Trockenheit auch in Italien weitreichende Folgen. Nachrichten über brennende Wälder, austrocknende Seen und Städte wie Verona und Pisa, die das Trinkwasser beschränken, alarmieren und trüben die Urlaubsfreude. Wie extrem die Dürre aktuell in Italien ist und worauf sich Urlauber wo einstellen müssen – TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Gardasee gibt wegen Dürre Unterwasserfelsen frei

Der beliebte Gardasee in Italien ächzt unter den hohen Temperaturen und dem fehlenden Regen. Aktuell zeigt der größte See Italiens die niedrigsten Wasserstände seit 2007. Das Wasser steht so tief, dass gewaltige Unterwasserfelsen emporragen, die sonst nicht zu sehen sind. Das Wasser selbst ist warm. Touristen, die den Gardasee aus den Vorjahren kennen, sind teilweise schockiert über die enorme Veränderung des Sees und erkennen ihn kaum wieder.

Auch italienische Flüsse, wie etwa der Po, sind wegen der extremen Wetterlagen inzwischen fast ausgetrocknet. Das bringt die Nahrungsmittelproduktion in dem Land in Bedrängnis. Neben den dürregeplagten Wasserflächen kämpft Italien mit Waldbränden und einer weiter anhaltenden Waldbrand-Gefahr.

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Wo brennt es in Italien?

In Italien wüten seit Wochen in etlichen Regionen Brände. Besonders betroffen ist aktuell die beliebte Urlaubsregion Friaul-Julisch Venetien im Norden Italiens. Auch nahe der Urlauberhochburg Rimini und auf Sizilien sind am Montagabend, dem 15. August, neue Wald- und Buschbrände ausgebrochen, wie unter anderen „Merkur“ unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa berichtete. Die im Resiatal und in der Provinz Udine lodernden Flammen konnten durch die Feuerwehr-Einsatzkräfte bereits unter Kontrolle gebracht werden.

Mehr Waldbrände in Italien als in den Jahren zuvor

Die Dürre in Italien ist laut Experten Folge des Klimawandels. Laut den Daten des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (Effis) brannten in diesem Jahr bereits rund 420 Quadratkilometer in Italien (Stand 13. August). Das entspricht einer Fläche größer als das Stadtgebiet von Köln.

Notstand in mehreren Regionen

Wegen der anhaltenden extremen Dürre hat Italiens Regierung für den Rest des Jahres den Notstand in Emilia-Romagna, Friaul-Julisch Venetien, Lombardei, Piemont und in Venetien ausgerufen.

Mit Agenturmaterial von reuters und dpa.

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