Lübeck Air und Green Airlines

In Deutschland gehen zwei neue Fluggesellschaften an den Start

Mit dieser Maschine vom Typ ATR 72-500 will Lübeck Air ab Mitte August verschiedene Ziele in Deutschland anfliegen
Foto: Lübeck Air / Felix König

Durch die Coronakrise sind weltweit zahlreiche Fluggesellschaften pleite gegangen, viele kämpfen noch ums Überleben. Da überrascht es umso mehr, dass in Deutschland in Kürze gleich zwei neue Airlines an den Start gehen werden.

Lübeck Air und Green Airlines – so heißen die beiden neuen Fluggesellschaften, die ausschließlich innerdeutsche Strecken bedienen werden. Von welchen Flughäfen sie jeweils starten und welche Ziele sie anfliegen werden – die Details im Überblick.

Lübeck Air

Eigentlich sollte die norddeutsche Fluggesellschaft laut einem Bericht des Branchenportals „Flugrevue“ schon im Frühjahr starten, musste den Starttermin wegen der Corona-Pandemie jedoch mehrfach verschieben. Nun soll es Mitte des kommenden Monats so weit sein: Am 17. August soll die erste Lübeck-Air-Maschine vom Flughafen der Hansestadt abheben. Zum Einsatz kommt laut „Flugrevue“ eine ATR 72-500 mit Platz für 60 Passagiere, die Lübeck täglich (außer samstags) mit München und Stuttgart verbinden soll.

Die Flüge sind auf der Webseite von Lübeck Air bereits buchbar. Ein Flug von Lübeck nach München Ende August kostet, inklusive Handgepäck und einem Aufgabegepäckstück, in der niedrigsten Buchungsklasse 98 Euro. Wer flexibel sein möchte oder das Ticket im Zweifel erstattet bekommen möchte, zahlt entsprechend mehr. Auch eine kleine Mahlzeit soll es an Bord geben, wie auf der Webseite nachzulesen ist.

Durchgeführt werden die Flüge übrigens nicht von Lübeck Air selbst, sondern von der dänischen Partner-Fluggesellschaft Air Alsie.

Was die Nummern auf Start- und Landebahnen wirklich bedeuten

Green Airlines

Ebenfalls von Air Alsie ausgeführt werden die Flüge der neu gegründeten Green Airlines, die sich als erste Öko-Fluggesellschaft auf dem deutschen Markt etablieren will. „Um dem Zeitgeist gerecht zu werden, hat Klimaschutz für uns eine hohe Priorität“, heißt es auf der Webseite. Basis von Green Airlines ist der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden, von dort aus soll es ab dem 31. Oktober Flüge mit einer ATR72-500 nach Hamburg und Berlin geben. „Beide Ziele werden mehrfach in der Woche, sowie zum Teil mehrfach am Tag angeflogen.“ Buchbar sind die Strecken derzeit noch nicht – laut Webseite soll dies ab dem 5. August möglich sein.

ATR 72 von Air Alsie aus Dänemark

Bei Green Airlines kommt eine geleaste ATR 72 von Air Alsie aus Dänemark zum Einsatz
Foto: Air Alsie Express

Nach eigenen Angaben ist Green Airlines im Gespräch mit dem Flughafen Paderborn Lippstadt als potenzielle zweite Basis. Zudem wolle man zeitnah weitere Ziele in das Flugprogramm aufnehmen, nämlich Dresden, Friedrichshafen, Rostock-Warnemünde, Sylt, Wien und Zürich.

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Der Klimaschutz soll vor allem über CO2-Kompensationen erfolgen, die mit dem Ticketpreis gezahlt werden. Diese Überkompensationen sollen z.B. in Aufforstungsprojekte oder erneuerbare Energien fließen. Beim Bordmenü wollen die Gründer der Airline auf regionale Zutaten setzen. Zudem wolle man den Abfall reduzieren.

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