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An Bord und am Flughafen

Weitere Airline in Europa schafft Maskenpflicht ab

Maskenpflicht bei Airlines
Nach mehreren skandinavischen Airlines hat nun auch die erste britische Fluglinie die Maskenpflicht gekippt. Allerdings nicht für alle Flüge.Foto: Getty Images

Mittlerweile gehören FFP2-Masken zum Fliegen dazu wie der Check-in, die Bordkarte und das Gepäck. Das wollen immer mehr Airlines ändern und schaffen die Maskenpflicht ab.

Um die Verbreitung des Coronavirus zu verringern, ist ein Mund-Nasen-Schutz in Fliegern in Europa seit fast zwei Jahren Pflicht. Nachdem schon skandinavische Airlines im Herbst 2021 die Maskenpflicht gestrichen haben, folgt nun eine weitere Fluglinie. Es ist die britische Fluggesellschaft Jet2, die Fliegen nun auch ohne Masken erlaubt. Allerdings nicht in ganz Europa.

Regelung zur Maskenpflicht der Airline gilt nur für Teile Europas

Wer mit einem Flugzeug der Fluglinie Jet2 innerhalb Englands oder Nordirlands fliegt, kann das künftig auch ohne Mund-Nasenschutz tun. Für diesen Bereich hat die Airline die Maskenpflicht gekippt. „Es ist nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben, an unseren Flughäfen oder an Bord unserer Flugzeuge eine Gesichtsmaske zu tragen“, lässt die Fluggesellschaft verlautbaren. Für Reisen nach Schottland und nach Festland-Europa allerdings müssen Passagiere weiterhin eine Maske tragen.

„Ihre Sicherheit ist unsere Priorität, deshalb haben wir unsere Gesichtsmaskenrichtlinie erstellt, damit jeder genau weiß, was auf Reisen mit uns erwartet wird“, heißt es auf der Webseite der Airline weiter. Obwohl die Maskenpflicht innerhalb Englands und Nordirlands nicht mehr gilt, empfiehlt die Airline freiwillig einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Dieser muss spätestens dann aufgesetzt werden, wenn die Maschine am Zielort ankommt.

Jet2 ist eine hierzulande bislang eher unbekannte Billigairline. Sie ist die viertgrößte Fluggesellschaft Großbritanniens und hat ihren Hauptsitz am nordenglischen Leeds Bradford International Airport. Auch von BER fliegt Jet2 nach Leeds. Neben der Route nach Berlin fliegt die Airline noch 57 weitere Destinationen von Nordengland aus an.

Britische Airlines dürfen selbst über Maskenpflicht entscheiden

Die Entscheidung der Airline aus Großbritannien, die Maskenpflicht abzuschaffen, kam nicht ganz überraschend. Denn die britische Regierung hatte das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch an Land bereits optional gemacht. Transportunternehmen aus Großbritannien dürfen nun selbst entscheiden, welche Regelungen sie festlegen möchten.

Andere britische Airlines wie etwa die nationale Fluggesellschaft British Airways und die Fluggesellschaft Virigin Atlantic halten weiterhin an der Maskenpflicht fest. „Wir haben diese Richtlinie, um unsere am stärksten gefährdeten Kunden zu schützen und die Gesetze der Länder auf der ganzen Welt einzuhalten.“ heißt es dazu auf der Webseite von British Airways.

Maskenpflicht auch in Skandinavien gefallen

Auch in den skandinavischen Ländern sind die Corona-Hygieneregeln inzwischen weitgehend gelockert worden. In Norwegen etwa gebe es aktuell keine verbindlichen Hygieneregeln mehr, schreibt das Auswärtige Amt auf seiner Webseite. Auch Dänemark hat die Maskenpflicht abgeschafft. Lediglich auf Flughäfen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes noch obligatorisch. Allerdings nicht mehr in der Luft. Denn die skandinavischen Fluggesellschaften SAS, Norwegian, Widerøe und Flyr haben sich darauf geeinigt, die Maskenpflicht zumindest auf Inlandsflügen sowie auf Flügen zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden aufzuheben. Die Regelung gilt seit dem 18. Oktober.

„Der norwegische Leitfaden zur Infektionskontrolle verlangt von Passagieren im Inland nicht mehr, Gesichtsmasken zu tragen, daher entfällt diese Anforderung an Bord von Widerøes Flügen“, sagte Sprecherin Silje Brandvoll nach einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) dem norwegischen Rundfunk.

Maskenpflicht gilt weiterhin bei allen anderen Auslandsflügen

Bei Flügen in andere Länder im Ausland gelte die Maskenpflicht jedoch weiterhin. Auf der Webseite der skandinavischen Airline SAS beispielsweise heißt es dazu: „SAS behält bis auf weiteres die Verpflichtung bei, an Bord von Flügen zu anderen europäischen und interkontinentalen Zielen Gesichtsmasken zu tragen.“ Alle Passagiere ab sechs Jahren müssten auf allen SAS-Flügen außerhalb Skandinaviens beim Einsteigen, während des gesamten Fluges und bis zum Aussteigen eine Gesichtsmaske tragen. Passagieren ohne Gesichtsmaske werde das Boarding verweigert.

Wie gefährlich ist es, sich im Flieger mit dem Coronavirus anzustecken?

Über eine mögliche Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus in Flugzeugen gibt es mittlerweile diverse Studien. Die meisten davon kommen zu dem Ergebnis, dass das Risiko, sich im Flieger mit dem Virus anzustecken, relativ gering sei. Grund seien die in Flugzeugen verbauten speziellen Luftfilter. „Das integrierte Belüftungssystem, das die Luftzufuhr kontinuierlich zirkuliert und auffrischt, filtert mehr als 99 Prozent der Partikel, die Covid-19 verursachen, heraus“, heißt es etwa in einer Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health.

Die Untersuchungen hätten aber auch gezeigt, dass „das Übertragungsrisiko von SARS-CoV-2 in einem Flugzeug durch die Kombination mehrschichtiger Maßnahmen zur Infektionskontrolle auf ein sehr niedriges Level reduziert wird“. Dazu gehöre unter anderem auch das Tragen des Mund-und-Nasen-Schutzes, heißt es in dem Report zur Studie weiter.

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