Nach 4 Monaten Zwangspause wegen Corona

Mit neuen Zügen! Flixtrain fährt wieder

Update: So modern sehen die neu sanierten Großraumwagen im Flixtrain aus
Update: So modern sehen die neu sanierten Großraumwagen im Flixtrain aus
Foto: dpa picture alliance

Nach monatelangem Stillstand wegen der Corona-Pandemie sind die grünen Züge von Flixtrain nun wieder unterwegs. In der Pause wurde nicht nur ein Hygienkonzept erarbeitet, sondern auch die Zug-Flotte grundrenoviert. TRAVELBOOK hat die Details.

Gute Nachrichten für alle Zureisenden: Der Bahn-Konkurrent FlixTrain fährt seit dem 23. Juli wieder auf den Strecken Hamburg – Köln und Berlin – Köln. „Basierend auf der Nachfrage planen wir auch weitere Strecken in das Netz aufzunehmen“, erklärt eine Sprecherin von Flixtrain auf Nachfrage von TRAVELBOOK.

Fest steht schon jetzt: Gefahren wird auf allen Strecken mit kernsanierten Zügen. Während der Zwangspause wurden alle Abteilwagen in Großraumwagen umgebaut und mit komplett neuen Sitzen, Steckdosen am Platz und Wi-Fi-Technik mit Onboard-Entertainment-Angebot ausgestattet. Außerdem wurden die WCs modernisiert.

Die ehemaligen Abteilwagen sind kaum wiederzuerkennen.

Die ehemaligen Abteilwagen sind kaum wiederzuerkennen. Für viele Flixtrain-Fans sicherlich erfreulich: Die Fenster können weiterhin geöffnet werden.
Foto: dpa picture alliance

Hygienekonzept mit Sitzplatzgarantie

Außerdem wurde ein neues Hygienekonzept erarbeitet: Neben gründlicher Desinfektion der Züge vor, während und nach jeder Fahrt und kontaktlosem Check-In, setzt FlixTrain, anders als die Bahn, auf garantierte Sitzplätze für alle Fahrgäste. Jeder Gast bekommt mit der Ticketbuchung kostenlos einen festen Platz zugewiesen. Dadurch soll das Einsteigen geordneter verlaufen, da jeder Fahrgast bereits im Vorfeld weiß, welchen Platz er einnimmt. „Das ist gerade in der aktuellen Zeit ein wichtiger Hygieneaspekt“, so Flixtrain. Natürlich herrscht in den Zügen außerdem Maskenpflicht: Eine Beförderung sei ohne Mund- und Nasenschutz nicht möglich.

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Flixtrain prüft Klage vor dem EuGH

Flixtrain hatte wegen der Corona-Pandemie am 19. März den Betrieb komplett eingestellt – im Gegensatz zur Deutschen Bahn. Während Flixtrain praktisch ohne staatliche Unterstützung durch die Corona-Krise kommen musste, sind der Deutschen Bahn Milliarden-Hilfen für die nächsten Jahre in Aussicht gestellt. Das sorgt für Frust bei Flixtrain. Das Unternehmen fordert nun von der EU-Kommission Auflagen für die staatlichen Milliardenhilfen für die Bahn und prüft eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof, falls es keine Auflagen gäbe.

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Finanzielle staatliche Hilfen dürfe in der Krise nicht auf Kosten des Wettbewerbs gehen. „Wenn es geplant ist, dass die DB weiter Beihilfen erhalten soll, müssen parallel Maßnahmen im Sinne des Wettbewerbs getroffen werden. Diese haben wir bei der EU-Kommission angeregt“, erklärte eine Sprecherin von Flixtrain gegenüber TRAVELBOOK.

Der Bahn-Konkurrent hat die Modernisierung der Züge übrigens nicht zum Anlass genommen, die Preise zu erhöhen. Die günstigsten Tickets für den Flixtrain gibt es weiterhin schon ab 4,99 Euro.

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