Mega-Projekt wird umgesetzt

Norwegen baut den weltweit ersten Tunnel für Kreuzfahrtschiffe

Stad-Skip-Tunnel Norwegen Kreuzfahrtschiff
Durch diesen Tunnel sollen in Zukunft in Norwegen Kreuzfahrtschiffe fahren
Foto: Kystverket/Norwegian Coastal Administration/Snøhetta

Der erste Tunnel für Schiffe auf See soll gigantisch werden, 1,7 Kilometer lang, 36 Meter breit und 37 Meter hoch. Ein teures Projekt – das aber vermutlich Leben retten wird. TRAVELBOOK hat die Details.

Seit den 2000er Jahren wird bereits über ihn diskutiert, 2017 kam das „Go“ für die Umsetzung und jetzt steht die Finanzierung: In naher Zukunft will Norwegen mit dem Bau des weltweit ersten Tunnels für Kreuzfahrtschiffe beginnen. Der Stad-Schiffstunnel soll 1,7 Kilometer lang, 36 Meter breit und 37 Meter hoch werden. Damit wird er groß genug, dass auch Fracht- und Kreuzfahrtschiffe ihn nutzen können, bei einer Geschwindigkeit von acht Knoten dauert die Passage zukünftig etwa zehn Minuten.

Stad-Schiffstunnel soll 330 Millionen Euro kosten – mindestens

Günstig wird das Projekt allerdings nicht. Die Kosten stiegen in den vergangenen Jahren bereits von 115 auf knapp 300 Millionen Euro, nachdem die norwegische Regierung das Projekt nun mit in den Haushalt des kommenden Jahres aufgenommen hat, sind sogar Finanzmittel von 330 Millionen Euro freigegeben, berichtet WELT. Experten halten es aber für durchaus möglich, dass die Kosten während des Baus noch weiter ansteigen. Der Stad-Schiffstunnel ist Teil eines nationalen Transportplans, für den Norwegen bis 2029 mehrere Milliarden Euro ausgeben will.

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Der Bau soll laut der norwegischen Schiffsverkehrsbehörde Kystverket Ende 2021 beginnen. Der Stad-Skipsen soll die Halbinsel Stadlandet in Westnorwegen durchqueren und den Moldefjord mit dem Vanylvsfjord verbinden.

Der neue Tunnel soll den Schiffsverkehr in der Region sicherer machen
Foto: Kystverket/Norwegian Coastal Administration/Snøhetta

Immer wieder gibt es auf der Strecke Schiffsunglücke

Notwendig gemacht hat den Tunnel die raue See in den Gewässern um Stadlandet. Besonders im Herbst und Winter herrschen hier im Nordmeer sehr raue Wind- und Wasserverhältnisse mit gefährlichen Kreuzseen (diese entstehen, wenn Wellen aus unterschiedlichen Richtungen aufeinandertreffen und nur schwer schiffbar sind). Verspätungen im Frachtverkehr und im Liniendienst der Hurtigruten sind die Folge, und schlimmstenfalls leider auch: tödliche Schiffsunglücke.

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Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben hier bereits 33 Menschen bei 46 Havarien ihr Leben verloren. Die jüngste Katastrophe ereignete sich im März 2019, als die „Viking Sky“ havarierte und mehrere Passagiere durch von Windstärke neun und bis zu acht Meter hohen Wellen verletzt wurden.

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