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Steuerung der Besucherströme

Gesichtserkennung soll Zugang zur berühmten Maya Bay in Thailand regeln

Maya Bay, Thailand
Erst im vergangenen Jahr war die berühmte Maya Bay auf der thailändischen Insel Koh Phi Phi Leh nach langer Schließung wiedereröffnet worden. Nun werden Besucherströme durch ein neues System geregelt. Foto: Getty Images
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Karoline Schweers
Katharina Regenthal
Karoline Schweers,

25. Juli 2025, 17:07 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Um die Besucherströme zu steuern, wird es an der berühmten Maya Bay in Thailand bald ein Gesichtserkennungssystem geben. So soll der Zugang zum Strand, bekannt aus dem Hollywood-Film „The Beach“, geregelt werden.

Gegenüber der „Bangkok Post“ erklärt der zuständige Parkchef, dass das System mit der bereits bestehenden E-Ticket-Plattform verknüpft wird. Dann wird in Echtzeit geprüft, ob Besucher ein gültiges Ticket haben. Außerdem unterscheidet die Gesichtserkennung zwischen Erwachsenen und Kindern sowie thailändischen und ausländischen Gästen. Gerade in der Hochsaison mit bis zu 4000 Gästen täglich bringe das deutliche Vorteile, so der Parkchef. Für Einheimische kostet der Eintritt 40 Baht (umgerechnet etwa 1,05 Euro), Kinder zahlen 20 Baht. Touristen müssen im direkten Vergleich deutlich tiefer in die Tasche greifen – Erwachsene zahlen 400 Baht (umgerechnet etwa 10,50 Euro), Kinder 200.

Pilotprojekt an mehreren Standorten

Ab dem 15. Oktober 2025 soll die Gesichtserkennung an dem berühmten Strand eingesetzt werden. Maya Bay gehört damit zu einem von elf Pilotstandorten in sechs Meeresnationalparks in Thailand, wo dieses System getestet wird. Ziel ist ein reibungsloser Ablauf, damit lange Warteschlangen an den Zugängen der Vergangenheit angehören. Zudem soll es so mehr Transparenz bei den Einnahmen geben und die Natur besser geschützt werden. Inwiefern dazu eine Gesichtserkennung am Eingang beiträgt, wird allerdings nicht näher erläutert.

Berühmte Maya Bay wird immer wieder geschlossen

Für viele ist die Maya Bay in Thailand einer der schönsten Strände weltweit. Doch genau diese Berühmtheit wurde der Bucht auf der ansonsten unbewohnten Insel Koh Phi Phi Leh zum Verhängnis. Der aus dem Hollywood-Film „The Beach“ bekannte Traumstrand war das erste Mal im Juni 2018 geschlossen worden. Denn wegen des Touristenansturms auf das Urlaubsparadies hatten die Schäden an der Maya Bay ein kritisches Ausmaß angenommen. Während der Corona-Pandemie durfte den Strand dreieinhalb Jahre lang niemand betreten. Erst im Januar 2022 hatte man die Bucht erneut für Reisende geöffnet, jedoch unter strengeren Regeln. Nun bleibt der Strand während der Monsunzeit vom 1. August bis 30. September gesperrt.

„The Beach“: Massentourismus gefährdet das Ökosystem

Vor ihrer Schließung 2018 besuchten jedes Jahr rund zwei Millionen Menschen die Bucht. Durch den Massentourismus war die Umwelt sehr stark geschädigt, weshalb die thailändische Regierung beschloss, den Strand für einen längeren Zeitraum zu schließen. Ende 2021 wurde dann die Wiedereröffnung der berühmten Bucht bekannt gegeben. Anscheinend war genug Zeit vergangen, damit sich „The Beach“ wieder erholen konnte, wie Varawut Silpa-Archa, Minister für natürliche Ressourcen und Umwelt, „CNN“ damals mitteilte.

Doch der gute Zustand hielt nicht lange an. Nach der Öffnung wurde die Natur erneut zertrampelt, Korallen zerstört, die Wasseroberfläche mit Öl verschmutzt und Fische vertrieben, wie unter anderem WELT berichtete.

Der Massentourismus in der Maya Bay zerstört das Ökosystem
Der Massentourismus in der Maya Bay zerstört das Ökosystem und tötet die Korallen vor Ort Foto: picture alliance / imageBROKER | Foto Beck
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Neue Regeln sollten eigentlich die Bucht schützen

Dabei wurden extra neue Regeln eingeführt, damit die Maya-Bucht und „The Beach“ nach der Wiedereröffnung in einem guten Zustand bleiben. Seit 1. Januar 2022 durften Boote nicht mehr in die Bucht einfahren. Stattdessen mussten die Guides Urlauber an einer Anlegestelle auf der Rückseite der Insel und abseits der berühmten Maya Bay absetzen. Anlegen durften dort nur acht Schnellboote täglich. Auch die Besuchszeit der Traumbucht und die Anzahl der Touristen wurden begrenzt. Schwimmen wurde verboten. Zudem gab es eine Voranmeldung und Besucher mussten Eintritt zahlen. Maximal 300 Urlauber durften gleichzeitig für höchstens eine Stunde in der von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffneten Bucht verweilen.

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Strand soll von jetzt an jedes Jahr in der Regenzeit schließen

Doch diese Regeln haben nicht viel gebracht. Trotz aller Bemühungen, die Bucht vor dem Massentourismus zu schützen, war es bereits in den vergangenen beiden Jahren notwendig, den Strand wieder zu schließen. Daher sollen laut der „Bangkok Post“ ab sofort in der Regenzeit vom 1. August bis 30. September keine Besucher mehr zugelassen werden, damit sich das fragile Ökosystem rund um die Bucht erholen kann.

Bei den Schließungen des beliebten Strands in der Monsunzeit gehe es auch um die Sicherheit der Besucher. Denn die meisten Gäste kämen mit traditionellen Langbooten von der Nachbarinsel Phi Phi Don rüber zur Maya Bay auf Koh Phi Phi Leh. Bei Regen und hohem Wellengang sei es für die teils sehr alten Boote schwer, in der Bucht von Loh Sama anzulegen, von wo aus Besucher zu Fuß zu dem berühmten Strand laufen können.

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