Berühmter Strand aus „The Beach“

Maya Bay in Thailand bleibt bis 2021 geschlossen

Maya Bay Thailand
Der dauerhafte Touristen-Ansturm hat der Maya Bay auf der Insel Koh Phi Phi Leh in Thailand geschadet. Daher wurde der Traumstrand geschlossen.
Foto: Getty Images

Für viele ist er einer der schönsten Strände weltweit. Aber genau das wurde ihm immer mehr zum Verhängnis. Daher wurde der aus dem Hollywood-Film „The Beach“ bekannte Traumstrand zunächst für vier Monate geschlossen. Jetzt wurde die Schließung des paradiesischen Strandes um mindestens zwei Jahre weitere verlängert.

Deshalb wurde der Strand, an dem der Film mit Leonardo DiCaprio gedreht wurde, am 1. Juni 2018 zunächst für drei Monate geschlossen. Nachdem die Leitung des Nationalparks Mu Ko Phi Phi die Schließung im September um einen weiteren Monat verlängert hatte, soll der Strand nun noch zwei weitere Jahre lang gesperrt bleiben.

Dies kündigte der Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat, der sich um die Sanierung des Strandes kümmert, nach einer Sitzung der Behörden in Bangkok an.

Sehr beliebtes Touristenziel

Zuletzt waren am Strand Maya Bay auf der Insel Ko Phi Phi Leh täglich bis zu 7000 Besucher unterwegs. Die meisten kamen für eine Tagestour mit Booten vom Festland. Die längere Schließung soll der Natur – insbesondere den Korallen – helfen, sich vom Ansturm der vergangenen Jahre zu erholen. Der Biologe sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Sanierung braucht Zeit. Sie ist besonders schwierig, wenn die Korallen tot sind.“ Inzwischen seien aber schon mehr als 20.000 neue Korallen angesiedelt worden.

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Sichtbare Korallenbleiche und weitere Schäden haben schon in der Vergangenheit dazu geführt, dass bei Touristen beliebte Inseln geschlossen wurden, damit die Meeresfauna sich erholen kann. Dieses Jahr traf es zum ersten Mal auch die Maya Bay auf der Insel Koh Phi Phi Leh im Süden von Thailand. Der Strand ist mit seinem weißen Sand, türkisblauen Wasser und Palmen bei Thailand-Urlaubern sehr beliebt – nicht zuletzt wegen des Films aus dem Jahr 2000.

Schuld seien auch die Hotels

Die Hauptursache für das Korallensterben sieht Thon Thamrongnawasawat im Abwasser von Strandhotels, das ins Meer geleitet werde. Weitere Gründe seien ins Meer geworfener Plastikmüll und Schäden durch Bootsanker. „Zeitweise Schließungen können ein Stück weit helfen“, sagte der Wissenschaftler. „Ideal wäre aber nur eine dauerhafte Schließung – die nicht möglich ist, weil unsere Wirtschaft vom Tourismus abhängig ist.“

Durch die Schließung entgehen den Behörden nach Schätzungen Einnahmen in Millionenhöhe. Zudem sind die Besitzer der Ausflugsboote erbost, die mit den Touristen seit vielen Jahren gutes Geld verdienten. Insgesamt kamen vergangenes Jahr mehr als 38 Millionen Urlauber nach Thailand.

 

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