Berühmter Strand aus „The Beach“

Maya Bay in Thailand bleibt noch länger gesperrt

Maya Bay Thailand
Der dauerhafte Touristen-Ansturm hat der Maya Bay auf der Insel Koh Phi Phi Leh in Thailand geschadet. Daher wurde der Traumstrand vorübergehend geschlossen.
Foto: Getty Images

Für viele ist er einer der schönsten Strände weltweit. Aber genau das wurde ihm immer mehr zum Verhängnis. Daher wurde der aus dem Hollywood-Film „The Beach“ bekannte Traumstrand für zunächst drei Monate geschlossen. Nun bleibt die Maya-Bucht noch länger gesperrt.

Deshalb wurde der Strand von der Maya-Bucht, an dem der Film mit Leonardo DiCaprio gedreht wurde, am 1. Juni zunächst zunächst für drei Monate geschlossen. Nun habe die Leitung des Nationalparks Mu Ko Phi Phi die Schließung der Maya Bay um einen Monat verlängert, damit sich das Riff besser erholen könne, berichtet das deutsch-thailändische Nachrichtenportal „Der Farang“. Zudem wolle Nationalpark-Chef Woraphot Lomlim Touristen vor den in der Monsunzeit häufig auftretenden starken Winde und hohen Wellen schützen. Daher wird der Traumstrand nun erst wieder am 1. November statt, wie ursprünglich geplant, am 1. Oktober 2018 geöffnet.

Sehr beliebtes Touristenziel

77 Prozent von Thailands Korallenriffen seien schwer beschädigt, sagte Thon Thamrongnawasawat, Meeresökologe an der Kasetsart-Universität in Bangkok. Vor zehn Jahren seien nur 30 Prozent von Thailands 238,4 Quadratkilometer großer Korallenwelt betroffen gewesen.

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Sichtbare Korallenbleiche und weitere Schäden haben schon in der Vergangenheit dazu geführt, dass bei Touristen beliebte Inseln geschlossen wurden, damit die Meeresfauna sich erholen kann. Dieses Jahr traf es zum ersten Mal auch die Maya Bay auf der Insel Koh Phi Phi Leh im Süden von Thailand. Der Strand ist mit seinem weißen Sand, türkisblauen Wasser und Palmen bei Thailand-Urlaubern sehr beliebt – nicht zuletzt wegen des Films aus dem Jahr 2000.

Schuld seien auch die Hotels

Die Hauptursache für das Korallensterben sieht Thon im Abwasser von Strandhotels, das ins Meer geleitet werde. Weitere Gründe seien ins Meer geworfener Plastikmüll und Schäden durch Bootsanker. „Zeitweise Schließungen können ein Stück weit helfen“, sagte der Wissenschaftler. „Ideal wäre aber nur eine dauerhafte Schließung – die nicht möglich ist, weil unsere Wirtschaft vom Tourismus abhängig ist.“

Von Thailands Bruttoinlandsprodukt beruhen 20 Prozent auf Einnahmen aus dem Tourismus. Dieses Jahr rechnet das Land mit insgesamt 38 Millionen Besuchern. In der Hochsaison tummeln sich dort laut Angaben der Nationalparkbehörden 5000 Touristen täglich, mehr als Doppelte von dem, was der Strand überhaupt vertrage.

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