In Deutschland darf vielerorts nicht in Gaststätten geraucht werden. In den USA kann auch Rauchen in der Öffentlichkeit zum Problem werden. Thailand hat nun ein Rauchverbot an einigen Stränden verhängt, und E-Zigaretten sind bereits im ganzen Land verboten. Welche Strafen bei Missachtung drohen.
In Thailand gilt an 24 Stränden nun ein Rauchverbot – darunter fallen auch beliebte Touristenziele wie die Südinsel Koh Tao, Patong Beach auf Phuket sowie Hua Hin im Südwesten des Landes.
Diese Strafen drohen
Wer sich trotz Vorwarnungen nicht an die neue Verordnung hält, muss mit einer Geldstrafe von 100.000 Baht rechnen – umgerechnet etwa 2565 Euro. Zudem kann eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr drohen. An Touristenzielen werde es ausgewiesene Raucherbereiche außerhalb des Strandes geben, teilte das Ministerium für Meeres- und Küstenschutz mit.
Der Hintergrund: An den Stränden wurden zuletzt Zigtausende von Zigarettenstummeln gefunden – allein in Patong waren es mehr als 138.000 in einem Monat.
Ein Nationalpark-Ranger sammelt im Juli 2017 Müll am Strand der Maya Bay auf Ko Phi Phi ein – dem Drehort aus „The Beach“ Foto: dpa Picture Alliance
Ein Verbot von E-Zigaretten gibt es in Thailand bereits überall. Das gilt für Einheimische, aber auch für Gäste aus dem Ausland. Reisende sollten die elektronischen Glimmstängel sowie das Zubehör zu Hause lassen. Wer nach Thailand reist, darf sie weder mitnehmen noch vor Ort gebrauchen. Bei Verstößen drohen Geldbußen oder sogar Gefängnisstrafen. Darauf macht der Tourismusverband in Thailand (TAT) aufmerksam.
Die Vorschrift gibt es bereits seit 2014. In jüngster Vergangenheit seien jedoch auch unwissende Reisende bestraft worden, berichtet TAT. Das Verbot gibt es aus gesundheitlichen Gründen. Es soll Jugendliche davon abhalten, dass sie durch die E-Zigaretten zu Rauchern werden.
Rauchverbot in allen Wohnhäusern
Seit Ende August 2019 ist in Thailand per Gesetz auch das Rauchen in allen Wohnhäusern verboten. So sollen Todesfälle wegen Passivrauchens verringert werden, berichtet das Schweizer Nachrichtenportal „Blick“. Wie allerdings kontrolliert werden soll, ob nicht doch jemand heimlich in seinen eigenen vier Wänden raucht, ist noch ebenso unklar wie auch das genaue Strafmaß bei Gesetzesverstößen.
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