8. Januar 2026, 17:09 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Die Erfolgsserie „Stranger Things“ hat Fans aus der ganzen Welt in ihren Bann gezogen. Die 80er-Jahre-Kultur, echte Freundschaften und übernatürliche Bedrohungen sorgen für Begeisterung. Mit der Ausstrahlung des Finales erleben die Zuschauer nun nach zehn Jahren das Ende der Freundesgruppe aus Hawkins und ihren Kampf gegen Vecna zur Rettung der Welt. Seitdem stellen sich viele die Frage: Welche Drehorte aus „Stranger Things“ gibt es wirklich? Und was bedeuten die Wasserfälle am Ende?
„Wir werden zu einem fernen, friedlichen Ort gehen – mit drei Wasserfällen“, sagt Mike (Finn Wolfhard) zu Elf (Millie Bobby Brown) in der finalen, fünften Staffel von „Stranger Things“. „Denkst du, das könnte wirklich wahr sein?“, fragt sie besorgt zurück, doch Mike ist sich sicher: Nachdem sie Vecna besiegt haben und vor dem Militär geflohen sind, wird alles gut. Bis zum „Stranger Things“-Finale hofften Fans auf ein Happy End – doch das lässt einige Fragen und Deutungen offen. Die Faszination an der Kultserie von den Duffer-Brüdern bleibt weiterhin und regt Diskussionen, Fragen und Theorien unter Zuschauern an.
SPOILER-Alarm: In diesem Artikel gibt es Spoiler für die Netflix-Serie „Stranger Things“.
Das Ende von „Stranger Things“ erklärt
Der letzte Kampf
Das „Stranger Things“-Finale geht über 2 Stunden – und hat es in sich. Die Freundesgruppe steht vor ihrem letzten Kampf gegen den furchterregenden Vecna, der gleichzeitig Henry Creel ist und vom Mindflyer kontrolliert wird. Nachdem die Zuschauer mehr über die düstere Vergangenheit von Henry erfuhren, werden Zusammenhänge zur „Upside-Down-Welt“ und „The Abyss“ klar. Auch wird deutlich, dass Henry durch ein einschneidendes Ereignis in seiner Kindheit zur Marionette des Mindflyers in Form von Vecna wurde. Als kleiner Junge traf er in einer Höhle nahe des Testgeländes des US-Militärs auf einen Spion der Sowjetunion. Dieser hatte Partikel einer anderen Dimension in seinem Koffer transportiert und wollte fliehen. Henry tötete diesen Mann und öffnete seinen Koffer. Der Moment sollte sein Leben schlagartig ändern – denn er führte zu seiner Verwandlung.
Elf opfert sich – oder auch nicht?
Die Freundesgruppe aus Hawkins gewinnt also den Kampf gegen das Böse – doch was passiert dann? Sie sind weiterhin nicht außer Gefahr – allen voran Elf nicht: Das Militär wartet bereits auf sie und ist immer noch hinter ihren übernatürlichen Kräften her. Sie sieht nur einen Ausweg: „Ich werde immer bei dir sein. Ich liebe dich“, sagt Elf noch zu Mike, bevor sie sich der explodierenden „Upside Down“-Welt hingibt. Um sie alle zu schützen und dem Ganzen ein Ende zu bereiten, opfert sie sich.
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An welchem Wasserfall steht Elf im „Stranger Things“-Finale?
Die drei Wasserfälle
18 Monate vergehen in Hawkins und die Freundesgruppe erlangt ihren Schulabschluss – doch die Trauer um Elf bleibt weiterhin groß. In einer letzten Szene spielen die Freunde noch einmal Dungeons & Dragons und Mike erzählt eine neue Annahme: Kali, die ebenfalls übernatürliche Kräfte besaß, lebte in Wirklichkeit noch und schuf eine Illusion, in der Elf nur täuschlicherweise gestorben war. Seine Theorie: Elf ist noch am Leben. Sie ist weit weg an einem entfernten, friedlichen Ort. Die Szene zeigt Elf in wunderschöner, felsiger Natur, wandernd und in die Ferne blickend. Doch was ist mit den drei Wasserfällen?
Das sagen die Drehbuchautoren
Zu sehen sind in dem Ausschnitt nur zwei Wasserfälle – was das zu bedeuten hat und ob Mikes Theorie der Wahrheit entspricht, wird nicht bestätigt. Die Duffer-Brüder, Macher von „Stranger Things“, haben das Ende bewusst so gewählt und geben in einem Interview gegenüber „Kino.de“ bekannt, sie wollten „ein Ende finden, das nicht so einfach ist, aber dennoch bittersüß – und in dem Hoffnung steckt“.
Der Wasserfall Háifoss in Island
Die gute Nachricht: Den Wasserfall, vor dem Elf in Mikes Vorstellung im „Stranger Things“-Finale steht, gibt es wirklich! Die ikonische Szene spielt bei dem Wasserfall Háifoss in Island. Es handelt sich um einen Zwillingswasserfall in der Nähe des Hekla-Vulkans im Süden Islands. Manche vermuten, dass der Haifoss-Wasserfall sogar einen kleineren, dritten Wasserfall enthalten könnte, der in die „Stranger Things“-Vorstellung von Mike und Elf spielen würde, doch dies ist nicht bestätigt. Der Wasserfall ist mit 122 Metern der vierthöchste in Island. Laut „Islandspezialisten“ dauert die Fahrt von Islands Hauptstadt Reykjavik dorthin etwa zwei Stunden. Es wird ein Geländewagen empfohlen, da die Straßen holprig sein können. An der Spitze des Wasserfalls befindet sich ein Parkplatz. Auch, wenn der Wasserfall schon vorher bekannt war, erlangte er durch die Serie weltweite Bekanntheit und einen regelrechten Reiseboom.
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Gibt es die Kleinstadt Hawkins wirklich?
Die ernüchternde Nachricht für alle Fans: Hawkins in Indiana hingegen existiert nicht wirklich, sondern ist ein fiktiver Ort. Wer auf der Karte nach Hawkins sucht, findet nur ein Hawkins in Texas oder in Wisconsin – doch diese Orte sind keine Schauplätze in der Serie. Der zentrale Drehort befindet sich in der Kleinstadt Jackson im Bundesstaat Georgia, während andere Szenen auch in Atlanta, Georgia, spielen.
„Set-Jetting“ als Reisetrend
Das Reisen zu Drehorten von Filmen und Serien ist neben Social-Media-Einflüssen ein bekannter Trend. In einem aktuellen Reisetrendreport hat Expedia gezeigt, wie deutlich sich das sogenannte „Set-Jetting“ etabliert. Demnach gaben 53 Prozent der Befragten an, dass ihr Wunsch nach einer „Set-Jetting“-Reise im letzten Jahr gewachsen sei. Vor allem bei der Generation Z und den Millennials ist der Trend zu beobachten, dass Zuschauer in Filmen und Serien neue Reiseinspirationen entdecken oder sich ihren Lieblingsgeschichten nah fühlen möchten.