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Nervenkitzel pur!

Die 8 gefährlichsten Wanderwege der Welt

gefährlichsten Wanderwege
Manche Wanderwege sind nichts für schwache Nerven, zum Beispiel der Half Dome Trail in den USAFoto: picture alliance/AP Photo | Brian Melley

Haben Sie schon mal vom Pacaya in Guatemala gehört, dem aktiven Vulkan, dessen Wanderweg teils über glühend heiße Lava führt? Oder von den Drakensbergen im südlichen Afrika, für deren Erklimmen man, „Überlebens-Kenntnisse“ braucht, wie manche berichten? Die Top 8 der gefährlichsten Klettersteige der Welt.

Wandern ist langweilig? Auf diesen Wegen auf keinen Fall! Allerdings sollte man sich an die folgenden 8 Wanderwege auch nur wagen, wenn man erfahren ist und gut abgesichert.

Der Huashan, China

Huashan Berg, China
Das Huashan-Gebirge wird als gefährlichster Wanderweg der Welt bezeichnet

Wer den Huashan, mit 2100 Metern der höchste der fünf heiligen Berge Chinas, besteigen will, braucht zwar keine Kletterkenntnisse, aber eine gehörige Portion Mut. Streckenweise führt der Weg nämlich nur auf etwa 30 Zentimeter schmalen Brettern um den Berg, dahinter geht es steil bergab. Zum Festhalten dient lediglich eine in den Fels geschlagene Eisenkette. Wofür das Risiko eingehen? Für eine Tasse Tee! Denn am Ende des Weges erwartet den Tapferen ein hübsches Teehaus.

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Angels Landing Trail, USA

Angels Landing Trail, USA
Der Ausblick vom Angels Landing Trail ist die lange und schwierige Wanderung alle mal WertFoto: Getty Images

Der „Angels Landing Trail“ (Foto oben) befindet sich im Zion-Nationalpark im US-Bundesstaat Utah. Augen auf – denn wer hier einmal daneben tritt, für den kann es böse in der Tiefe enden. Da es steil bergauf geht, brauchen Sie für die rund fünf Kilometer auch etwa fünf Stunden. Auf den letzten Metern klettern Sie über einen Sandstein-Kamm. Hier können Sie sich an denen im Stein verankerten Ketten festhalten. Kinder haben auf dieser Wanderung nichts zu suchen. Und auch bei Regen und Sturm sollten Sie den Weg unbedingt meiden.

Wer nicht als Kletter-Profi anreist und die Felsen an einem Seil hochkraxelt, kann nach Wegen Ausschau halten, die etwas einfacher zu begehen sind. An manchen Stellen sind zum Beispiel Geländer angebracht. Bei aller Vorsicht und Konzentration: Bleiben Sie auch mal stehen und genießen Sie die unglaubliche Aussicht – auf eine Landschaft, in der nur Engel landen können.

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Der Half Dome, USA

Half Dome, USA
Der Half Dome bietet nicht nur eine spektakuläre Sicht von oben, sondern sieht auch von unten wunderschön ausFoto: Getty Images

Knapp 2700 Meter misst der Berg Half Dome im Yosemite Nationalpark in den USA. Charakteristisch für ihn ist seine Halbkugelform. Einer der spektakulärsten Wanderwege der Welt, der Half Dome Hike, wird jedes Jahr von vielen Wanderern bestiegen. Da die Fläche so glatt ist, wurde hier eine Art flache Treppe auf den Berg gebaut. Das Geländer bilden Stahlseile (siehe großes Foto oben).

Wer nicht schwindelfrei ist, sollte sich beim Hochklettern auf keinen Fall umdrehen, denn der Blick führt automatisch in die Tiefe. Ein User auf Tripadvisor berichtet davon, dass er es wegen seiner Höhenangst nicht bis ganz nach oben schaffte.

Ein anderer schreibt: „Die Mühen, die man auf sich nimmt, um diesen Koloss zu besteigen, werden mit zahlreichen grandiosen Aussichten honoriert.“ Er empfiehlt Touristen, zehn bis zwölf Stunden für den Auf- und Abstieg einzuplanen. „Bei Regen“, warnt er, „ist der Aufstieg lebensgefährlich.“

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Die Drakensberge, Lesotho

Drakensberg, Südafrika
Mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Landschaft Südafrikas wird man bei den Wanderwegen in den Drakensbergen belohntFoto: Getty Images

Mehrere 3000er-Gipfel finden Kletter-Fans in der Gebirgskette der Drakensberge im südlichen Afrika. Zwar gibt es hier auch ausgebaute Wanderwege, doch die richtigen Bergbesteigungen haben es in sich: Überhänge, Wasserfälle, Schluchten, Höhlen – all das will überwunden werden.

Ein User schreibt in seiner Bewertung auf Tripadvisor: „Wenn Sie ernsthaft klettern gehen, brauchen Sie zu mancher Zeit Überlebens-Kenntnisse.“ Eine andere Userin beschreibt heftigen Wind und schroffe Wege. Ob sie die Tour noch mal antreten würde, stellt sie infrage. Außerdem gibt es Fotos von verrosteten Eisentreppen und Kommentare über Orte in grauenhaftem Zustand.

Der Pacaya, Guatemala

Pacaya Vulkan
Auf dem Pacaya wandert man neben glühender LavaFoto: Getty Images

Der Pacaya-Vulkan in Guatemala gilt als einer der aktivsten der Welt. Wer glühend heiße Lava aus nächster Nähe sehen will, sollte unbedingt eine Wanderung hierher unternehmen. Der Anstieg ist anstrengend, mit der zähflüssigen, rund 1000 Grad heißen Flüssigkeit darf man niemals in Berührung kommen. Wer nicht das Glück hat, den Vulkan kurz nach dem Ausbruch zu erleben, kann dennoch über den heißen Steinen Marshmallows rösten. Von diesem Erlebnis berichtet ein User auf Tripadvisor.

Morgens und abends kann es sehr kalt und dunkel werden – nehmen Sie also eine Jacke und eine Taschenlampe mit. Letzteres brauchen Sie, um nicht über die wackeligen Steine zu fallen. Ein anderer User schreibt in seiner Bewertung auf Tripadvisor: „Lange Hosen und festes Schuhwerk sind Grundausstattung, die scharf kantigen Lavasteine schneiden einem sonst die Füße und Waden auf.“

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Kalalau Trail, Hawaii

Kalalau Trail, Hawaii
Eine komplette Wanderung auf dem Kalalau Trail kann bis zu 5 Tage dauernFoto: Getty Images

Der Kalalau Trail befindet sich auf der Insel Kauai in Hawaii. Der knapp 18 Kilometer lange Pfad schmiegt sich an die Na Pali Küste und zählt zu den gefährlichsten und schönsten Wanderwegen der USA. Manche bezeichnen ihn sogar als den gefährlichsten der Vereinigten Staaten. Touristen machen oft nur einen Tagesausflug bis zum Hanakapiai Beach, denn für die gesamte Wanderung muss man drei Übernachtungen einplanen. Diese sollte auch nur von erfahrenen Wanderern gemacht werden, denn die 36 Kilometer haben es in sich.

Für die Wanderung des ganzen Kalalau Trail braucht man auch eine Erlaubnis. Da es auf dem Pfad keinen Handyempfang gibt, möchte die Regierung immer wissen, wie viele Wanderer sich derzeit auf dem Kalalau Trail befinden, damit sie diese im Notfall finden und helfen können.

Proviant, feste Kleidung, Klopapier, Taschenlampen und gutes Schuhwerk gehören zu den Dingen, die man vor der Wanderung unbedingt einpacken sollte. Die ganze Wanderung kann nämlich bis zu 5 Tage andauern.

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Peekaboo Gulch, USA

In der Schlucht Peekaboo Gulch lauern überall Gefahren
In der Schlucht Peekaboo Gulch lauern überall GefahrenFoto: Getty Images

Utah, der Bundesstaat im Westen der USA, ist bekannt für Wüsten- und Canyon-Landschaften. Die von Einheimischen als Peekaboo Gulch bezeichnete Schlucht ist nichts für Menschen mit Platzangst. Der Weg durch die Felsspalten ist eng, sehr eng. Besonders beleibte Menschen müssen aufpassen, hier nicht stecken zu bleiben. Beim Klettern kann man abrutschen und die Felsen herunterstürzen. Hinzu kommt im Hochsommer die trocken-staubige Hitze. Auch gefährlich-große Spinnen und Echsen können Ihnen hier begegnen. Trotz aller Schwierigkeiten: Das Erlebnis ist einmalig.

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Caminito del Rey, Spanien

Caminito del Rey
Der Caminito Del Rey ist heute gesichert. Früher gab es keine Sicherungen, und die Holzplanken waren an vielen Stellen kaputtFoto: Getty Images

Zahlreiche Menschen kamen hier einst ums Leben.14 Jahre lang war er gesperrt, seit 2015 ist der Caminito del Rey, bekannt als gefährlichster Wanderweg Europas, wieder begehbar. Mehr als zwei Millionen Euro hat die spanische Regierung investiert, um die Strecke bei El Chorro sicherer zu machen. Heute gibt es dort frische Holzplanken auf den Stahlträgern, Sicherheitsleinen für die Wanderer und Maschendraht an den Hängen, die Steinschläge verhindern sollen. Dennoch gehört eine gehörige Portion Mut dazu, den Weg zu begehen – denn harmlos ist der Caminito del Rey noch immer nicht. Der Abgrund ist noch immer ziemlich nah – und tief. Und Helme sind Pflicht.

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