Lost Places – Reise zu den spannendsten vergessenen Orten der Welt

Viele Lost Places haben einen schaurigen CharmeFoto: Getty Images

Überall auf der Welt gibt Lost Places, auch Abandoned Places genannt. Mal sind es Ruinen von Schlössern und Burgen, die Reste von Militäranlagen, die schaurig-schönen Räume, Flure und Hallen nicht mehr genutzter Krankenhäuser, mal sind es sogar ganze (Geister-)Städte – verlassene Orte üben auf viele Menschen einen ganz besonderen Reiz aus. Es scheint zuweilen, als sei die Zeit eingefroren. Und da, wo der Mensch fehlt, erobert die Natur sich meist diese Orte zurück und hinterlässt eine faszinierende Kulisse. Die Geschichten vieler Lost Places sind manchmal gar nicht oder nur teilweise bekannt. Und wer Fotos sieht oder diese Orte selbst besucht, fragt sich: Was hat sich einmal hinter diesen Mauern abgespielt? Was für Menschen haben hier einst gelebt oder gearbeitet? Alles Fragen, die sich in vielen Fällen nur mit viel Fantasie beantworten lassen. Und gerade das macht den Besuch von Lost Places für viele Besucher so spannend.

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Lost Places in Berlin und Brandenburg

Wer sich in Berlin und Brandenburg auf die Suche nach Lost Places begibt, wird vielerorts fündig. Denn in den beiden Bundesländern befinden sich zahlreiche verlassene Gebäude und Militäranlagen aus der Vor- und Nachkriegszeit wie auch aus der ehemaligen DDR. Zu den bekanntesten Lost Places in Berlin zählen u. a. der Spreepark und die ehemalige US-amerikanische Abhörstation auf dem Teufelsberg, in Brandenburg sind es die Beelitz-Heilstätten oder die „verbotene Stadt“ Wünsdorf.

Lost Places weltweit – Orte zum Gruseln

Weltweit gibt es zahlreiche Lost Places, um die sich gruselige Geschichten ranken. Orte beispielsweise wie die Halbinsel Kola im Nordwesten Russlands, wo man aus dem tiefsten Loch der Erde Höllen-Schreie gehört haben will. Oder Häuser wie in Perus Hauptstadt Lima, wo Hexen den Bewohnern Böses angetan haben sollen. Manche glauben an die Geschichten und machen einen großen Bogen um einen solchen Lost Place. Andere hingegen fühlen sich von solch gruseligen Orten magisch angezogen.

Lost Places für Dark Tourism – Orte mit düsterer Vergangenheit

Viele Reisende zieht es zu Lost oder Abandoned Places mit einer düsteren Vergangenheit. Dazu zählen u. a. ehemalige Folter-Gefängnisse wie Patarei in Estland oder auch Katastrophengebiete wie Tschernobyl. Das Besichtigen solcher Orte wird als „Dark Tourism“ (Dunkler Tourismus) bezeichnet. Dark Tourism ist in den letzten Jahren immer mehr in Verruf geraten, da sich viele Besucher an solch sensiblen Orten oft unangemessen und respektlos verhalten.

Lost Places – Geisterstädte und Verlassene Inseln

Lost Places können nicht nur einzelne Gebäude oder Plätze sein, sondern auch ganze Städte und Inseln. Geisterstädte gibt es in vielen Ländern der Welt. Manche von ihnen wie beispielsweise das italienische Craco werden aber auch zeitweise zu neuem Leben erweckt, wenn etwa wieder einmal eine Szene für einen neuen Hollywood-Streifen gedreht wird. Andere Geisterstädte wie Kolmannskuppe in Namibia versinken spektakulär im Wüstensand. Es gibt aber auch faszinierende Geisterinseln wie etwa Hashima, die so schnell verlassen wurde, dass Räume aufgrund der Hinterlassenschaften einen sehr morbiden Charme ausstrahlen.

Hinweise und Verhaltensregeln für Lost Places

Bei Lost Places handelt es sich häufig um verlassene Häuser, Schlösser oder Militäranlagen. Diese haben in der Regel einen Eigentümer, sodass das Betreten nur mit vorheriger Genehmigung erlaubt ist. Daher sollten sich Besucher vorab immer über die Eigentumsverhältnisse informieren und – sofern erforderlich – eine Genehmigung beantragen. Wer unerlaubt einen dieser verlassenen Orte betritt und erwischt wird, muss in manchen Ländern mit empfindlich hohen Strafen rechnen. Zahlreiche Lost Places wie (halb)verfallene Gebäude bergen zudem Gefahren. Decken können beispielsweise einsturzgefährdet, Böden löchrig und herum liegende Gegenstände scharfkantig sein. Auch sollten sich Besucher eines Lost Place insbesondere an Orten wie Gedenkstätten respektvoll verhalten und auf Selfies verzichten.

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