13. April 2026, 16:18 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Wer im Urlaub das perfekte Foto sucht, nimmt oft einiges in Kauf. Viele klettern auf Klippen, blockieren Wege oder bitten Fremde um Hilfe. Ein Ferienort auf Mallorca will genau das nun ändern und setzt auf eine „Selfie-Route“. TRAVELBOOK verrät, was dahintersteckt.
Magaluf, in der Gemeinde Calvià gelegen, gilt seit Jahren als beliebtes Ziel für Partyurlauber. Künftig könnten viele Besucher jedoch mit ähnlichen Motiven nach Hause zurückkehren. Der Grund: Entlang der neuen „Selfie-Route“ wurden feste Stationen installiert, die auf bestimmte Perspektiven ausgelegt sind und eigenständige Aufnahmen ermöglichen.
Die Idee dahinter ist simpel. Urlauber sollen für Erinnerungsfotos nicht mehr auf andere angewiesen sein, sondern vorbereitete Spots nutzen können.
Finanzierung und Ziele des Projekts
Initiiert wurde das Projekt von der Gemeinde Calvià. Laut „Euronews“ wird es über die Touristensteuer finanziert und zusätzlich von der Balearen-Regierung unterstützt. Damit verfolgt die Gemeinde mehrere Ziele. Einerseits soll das Verhalten von Besuchern im öffentlichen Raum rücksichtsvoller werden.
Andererseits setzt man darauf, dass Urlauber ihre Fotos in sozialen Netzwerken teilen und so zusätzliche Aufmerksamkeit für den Ort entsteht. Die Maßnahme ist außerdem Teil einer Strategie, mit der sich Magaluf langfristig breiter aufstellen und weniger stark vom reinen Partytourismus abhängig sein möchte.
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Vier Stationen entlang des Passeig Calvià
Aktuell umfasst die Route vier Stationen entlang des Passeig Calvià, darunter am Anwesen Cas Saboners sowie an der Promenade von Magaluf. Die Standorte sind so gewählt, dass unterschiedliche Motive entstehen, etwa mit Blick aufs Meer, auf Gebäude oder auf markante Punkte der Umgebung. Eine Karte soll dabei helfen, alle Stationen gezielt zu finden.
Technik: Smartphone-Halterungen und digitale Inhalte
An den einzelnen Spots sind schwarze Halterungen installiert, in die Smartphones eingesetzt werden können. So lassen sich Fotos ohne fremde Hilfe aufnehmen. Ergänzend können Besucher per App QR-Codes scannen, über die zusätzliche Informationen, Bilder und Audioguides in mehreren Sprachen abrufbar sind.
Geplant ist bereits eine Erweiterung. Drei weitere Stationen sollen künftig auf dem Gelände der Torre de Torrenova hinzukommen.