Unterirdische Stadt in Australien

Hier leben Tausende Menschen unter der Erde

Coober Pedy gilt als die „Opal-Hauptstadt der Welt“. Über die Jahre entstanden Tausende Löcher in der Erde, die zu den Minen führen. Parallel zog es die Menschen wegen der Hitze ebenfalls unter Tage.
Coober Pedy gilt als die „Opal-Hauptstadt der Welt“. Über die Jahre entstanden Tausende Löcher in der Erde, die zu den Minen führen. Parallel zog es die Menschen wegen der Hitze ebenfalls unter Tage.
Foto: Getty Images
So gibt es mehrere unterirdische Kirchen: Hier ist eine serbisch-orthodoxe zu sehen.
So gibt es mehrere unterirdische Kirchen: Hier ist eine serbisch-orthodoxe zu sehen.
Foto: Getty Images
Und hier diese hier ist katholisch
Und hier diese hier ist katholisch
Oft sind die Eingänge zu den Häusern oder Besichtigungsminen bunt dekoriert. So auch der von Crocodile Harry's Mine.
Oft sind die Eingänge zu den Häusern oder Besichtigungsminen bunt dekoriert. So auch der von Crocodile Harry's Mine.
Foto: Getty Images
Ein Opal aus Coober Pedy
Ein Opal aus Coober Pedy
Foto: Getty Images
In diesem Wohnzimmer gibt es sogar einen Heizofen. Den braucht man aber kaum, weil hier unten das ganze Jahr über angenehme 23 bis 25 Grad herrschen.
In diesem Wohnzimmer gibt es sogar einen Heizofen. Den braucht man aber kaum, weil hier unten das ganze Jahr über angenehme 23 bis 25 Grad herrschen.
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Mit einem Vorhang an der unterirdischen Wohnzimmerwand gaukelt man sich hier unter der Erde ein Fenster vor
Mit einem Vorhang an der unterirdischen Wohnzimmerwand gaukelt man sich hier unter der Erde ein Fenster vor
Foto: Getty Images
Hier kann man sich durchaus einen gemütlichen Couchabend vorstellen
Hier kann man sich durchaus einen gemütlichen Couchabend vorstellen
Foto: Getty Images
Die unterirdischen Wohnungen werden liebevoll dekoriert
Die unterirdischen Wohnungen werden liebevoll dekoriert
Foto: Getty Images
Besucher im Crocodile Harry's Underground Nest. Crocodile Harry war stadtbekannt und jagte einst Krokodile, bevor er Coober Pedy kam, um nach Opalen zu suchen. Sein Haus war auch in „Mad Max“ zu sehen.
Besucher im Crocodile Harry's Underground Nest. Crocodile Harry war stadtbekannt und jagte einst Krokodile, bevor er Coober Pedy kam, um nach Opalen zu suchen. Sein Haus war auch in „Mad Max“ zu sehen.
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Ein Souvenirshop
Ein Souvenirshop
Foto: Getty Images
Auch eine „Spielhöhle“ gibt es unter der Erde
Auch eine „Spielhöhle“ gibt es unter der Erde
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Wer auf den Opalfeldern unterwegs ist, muss achtsam sein. Hier gibt es zahlreiche Schächte, in die man hineinfallen kann. Dieses Schild warnt davor.
Wer auf den Opalfeldern unterwegs ist, muss achtsam sein. Hier gibt es zahlreiche Schächte, in die man hineinfallen kann. Dieses Schild warnt davor.
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Mitten in Australiens Outback liegt eine Stadt, die so außergewöhnlich ist, dass sie mittlerweile eine eigene Attraktion darstellt. Ihr Name: Coober Pedy – was in der Sprache der australischen Ureinwohner soviel wie „weißer Mann im Loch“ bedeutet. Und tatsächlich lebt hier eine ganze Ortschaft unter der Erde. Doch was trieb die Menschen in der australischen Wüste überhaupt unter die Oberfläche?

Wir schreiben das Jahr 1915, als sich Jim Hutchison, sein Sohn William und zwei weitere Australier auf halber Strecke zwischen Adelaide und Alice Springs auf die Suche nach Gold begeben. Von dem wertvollen Metall finden sie nichts, machen stattdessen aber eine andere Entdeckung. Als die Männer ihre Zelte aufschlagen und sich auf die Suche nach Wasser begeben, findet der 14 Jahre alte William ein paar Opalstücke an der Erdoberfläche – und es sollte nicht nur dabei bleiben.

Mittlerweile umfasst das Opalgebiet fast 5000 Quadratkilometer mit rund 70 Abbau-Feldern,  etwa 70 Prozent der Edelsteine weltweit kommen von hier, weswegen Coober Pedy auch als „Opal-Hauptstadt der Welt“ bezeichnet wird.

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Coober Pedy, Australien

Kaum jemand würde in dieser Einöde eine unterirdische Stadt vermuten
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Coober Pedy zählt rund 3500 Einwohner

Hinzu kommen regelmäßig Sandstürme. Da mutet eine Wohnung unter der Erde mitunter paradiesisch an. Hier liegen die Temperaturen bei angenehmen 23 bis 25 Grad, Fenster, die man vom Sand und Staub der Umgebung befreien müsste, gibt es nicht.

Coober Pedy, Australien

Ein Truck auf Stelzen markiert den Ortseingang zu Coober Pedy
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Unterirdische Stadt mit Kirche, Restaurants, Campingplatz

Wer als Tourist nach Coober Pedy reist, möchte genau das sehen: die unterirdische Stadt, die längst zu einer Art Attraktion geworden ist. Dafür nehmen viele auch die Anreise durch die trostlose wirkende, sandige Landschaft in Kauf. Erreicht man nach stundenlanger Fahrt endlich Coober Pedy, ändert sich auf den ersten Blick zunächst nicht viel: viel Sand, Geröll, ein paar Häuser.

Ganz anders, wenn man unter die Erde blickt: Hier findet das eigentliche urbane Leben statt. Restaurants, Shops, mehrere Kirchen, Hotels unterschiedlicher Kategorien und sogar einen unterirdischen Campingplatz gibt es – Coober Pedys Unterwelt hat alles, was man in „normalen“ Städten an der Oberfläche findet.

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Coober Pedy, Australien

Auf ganz besondere Weise ein Ort der Einkehr: eine Kirche in Coober Pedy
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Die Stadt wächst weiter

Das Erdreich und der Boden in Coober Pedy sind so stabil, dass sich riesige Hohlräume graben lassen, und das tun die Menschen auch, weshalb die Stadt weiter wächst. Meist sind die Wohnungen in Hügel reingegraben, die Kosten hierfür entsprechen ungefähr denen, die ein normales Haus vor Ort kosten würde.

Über Coober Pedys Einwohner sagt man, sie hätten zwar kein Wasser, aber dafür Sinn für Humor. So gibt es zum Beispiel einen (oberirdischen) Golfplatz ohne Gras. Die Golfer tragen kleine Rasenstücke als Abschlagpunkt mit sich rum.

Am Ende zählt bei einem Besuch von Coober Pedy wie so oft im Leben die Weisheit: Urteile nicht nach dem Äußeren, es kommt doch schließlich auf die inneren Werte an.

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