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Von Teufelshöhle bis Skywalk

Tipps für einen Tag in der fränkischen Stadt Pottenstein

Pottenstein Teufelshöhle
Der Eingang zur „Teufelshöhle“ in Pottenstein Foto: picture alliance / imageBROKER
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Sarah Bachmann
Volontärin

4. September 2025, 15:00 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Wer einen Ausflug in die Fränkische Schweiz plant, sollte Pottenstein nicht übersehen. Die Kleinstadt bietet genug Möglichkeiten, um problemlos einen ganzen Tag zu füllen. Ob actionreich oder entspannt – Pottenstein hat mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick scheint. TRAVELBOOK-Autorin Sarah Bachmann war vor Ort und stellt Tipps für einen Ausflug vor.

In Oberfranken, nur rund 25 Minuten von Bayreuth entfernt und mitten in der Fränkischen Schweiz, liegt die Kleinstadt Pottenstein. Auch wenn sie offiziell den Status einer Stadt trägt, erinnert sie mit ihren engen Gassen und Fachwerkhäusern eher an ein Dorf. Neben der landschaftlichen Kulisse überzeugt der Ort mit einem vielfältigen Freizeitangebot.

Die besten Tipps für einen Ausflug nach Pottenstein

Teufelshöhle

Zu den bekanntesten Ausflugszielen in Pottenstein zählt die Teufelshöhle. Am Steilhang des Weihersbachtals gelegen, ist sie die größte Tropfsteinhöhle der Fränkischen Schweiz und wird sogar für Heilstollentherapien genutzt. Auf einem rund 1,5 Kilometer langen Rundweg führen die Touren vorbei an eindrucksvollen Tropfsteinformationen. Schon der Zugang wirkt mystisch: Der Eingang liegt am Hang eines bewaldeten Felsens und wirkt, als würde man direkt in den Berg bzw. die „Höhle des Teufels“ hineingehen.

Während man auf den Beginn der Führung wartet, lohnt sich ein Abstecher ins Café auf der Höhlenterrasse. Im Inneren trifft man nicht nur auf beeindruckende Felsformationen, sondern laut der offiziellen Website der Höhle auch auf ein vollständiges Skelett eines urzeitlichen Höhlenbären. Gut zu wissen: In der Höhle herrschen ganzjährig neun Grad – eine Jacke sollte man also dabeihaben.

Teufelshöhle Pottenstein
In der Pottensteiner Teufelshöhle lassen sich nicht nur verschiedene Felsformationen, sondern auch ein Höhlenbärenskelett betrachten Foto: picture alliance / dpa

Skywalk

Nur wenige Minuten von der Teufelshöhle entfernt liegt der Skywalk Pottenstein. 65 Meter hoch und 130 Meter lang bietet der Steg einen weiten Blick über die Fränkische Schweiz. Geöffnet ist er nach Angaben der Betreiber von Ende März bis November. Der Boden besteht aus feinem Gitter, durch das man auch nach unten sehen kann – für Menschen mit Höhenangst eine kleine Herausforderung. Unterwegs informieren interaktive Tafeln über die Tier- und Pflanzenwelt der Region. Ein besonderes Extra ist die große Röhrenrutsche, die direkt vom Skywalk ins Tal führt.

Skywalk Pottenstein
Mit 65 Metern Höhe ist der Skywalk in Pottenstein nichts für schwache Nerven Foto: picture alliance/dpa

Sommerrodelbahn

Direkt neben dem Skywalk befinden sich zwei weitere Highlights: Am Erlebnisfelsen Pottenstein warten gleich zwei Sommerrodelbahnen. Zur Wahl stehen der „Frankenrodel“ und der „Hexenbesen“. Auf rund 1000 Metern saust man beim Frankenrodel in engen Kurven mit bis zu 40 km/h den Hang hinab. Etwas anders ist die Fahrt mit dem „Hexenbesen“: Die Sitze hängen unter den Schienen, schwingen während der Fahrt von links nach rechts und könnten so bei manchem Besucher für ordentliches Bauchkribbeln sorgen.

Rodelbahn Pottenstein
Rasant wird es auf der Sommerrodelbahn Foto: picture-alliance/ dpa

Felsenbad

Wer sich in den Sommermonaten nach einer Abkühlung sehnt, kann einen Abstecher zum Felsenbad machen. Unweit der Teufelshöhle liegt es im Weihersbachtal am Ortsrand von Pottenstein und unterscheidet sich deutlich von anderen Freibädern. Denn das 1926 eröffnete Schwimmbad ist nicht nur das älteste Freibad Bayerns, wie die Website „Fränkische Schweiz“ berichtet, sondern auch einzigartig in seiner Lage: eingebettet zwischen den Kalkfelsen der Fränkischen Schweiz.

Neben einer großen Liegewiese gibt es auch einen kleinen Biergarten, und beim Schwimmen eröffnet sich ein toller Blick auf die steile Felswand. Besonders ist auch die Wasserqualität, denn das Naturbad kommt ganz ohne Chemie aus. Gereinigt wird es stattdessen auf natürliche Weise durch Pflanzenfilter, Mikroorganismen und technische Kreisläufe.

Felsenbad Pottenstein
Das Pottensteiner Felsenbad ist das älteste Freibad Bayerns Foto: picture alliance / Hajo Dietz

Schöngrundsee

Auch der Schöngrundsee ist einen Besuch wert. Der in den 1940er-Jahren angelegte Stausee liegt mitten im Pottensteiner Freizeitgebiet. Baden ist hier zwar nicht möglich, dafür gibt es einen Bootsverleih, Sitzplätze am Ufer und kleine Einkehrmöglichkeiten. Dank seiner Lage im Weihersbachtal starten von hier zudem zahlreiche Spazierwege und Wanderungen ins hügelige Umland.

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Anreise nach Pottenstein

Pottenstein ist gut mit dem Auto zu erreichen. Von der A9 führt die Ausfahrt Pegnitz über Bundes- und Landstraßen direkt in die Fränkische Schweiz, auch von der A73 gelangt man über Forchheim oder Ebermannstadt nach Pottenstein. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anreise etwas umständlicher, aber möglich: Regionalzüge fahren bis Pegnitz oder Ebermannstadt, von dort bestehen Busverbindungen nach Pottenstein.

Sarah Bachmann
Volontärin

Pottenstein eignet sich ideal für einen Tagestrip

Mit rund zwei Stunden Fahrt ist Pottenstein nicht weit von meiner Heimatstadt Bad Kissingen entfernt. Eigentlich nur als spontaner Trip gedacht, hat mich die kleine Stadt schnell beeindruckt. Zuerst haben wir eine Runde auf der Rodelbahn und dem „Hexenbesen“ gedreht, bevor es auf den Skywalk ging. Da wir unter der Woche vor Ort waren, gab es keine langen Wartezeiten. Nur einen Katzensprung mit dem Auto entfernt liegt die Teufelshöhle. Normalerweise halte ich mich nicht gern in engen Gängen mit niedrigen Decken auf, doch diese weitläufige Höhle hat sogar mir gefallen. Zum Tagesabschluss haben wir uns in einem kleinen Hinterhofcafé im Ort ein Stück selbstgemachten Apfelkuchen gegönnt. Ein gelungener Tag!

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