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Ja, sie ist ein realer Ort

Wo liegt eigentlich die sprichwörtliche Pampa?

La Pampa in Argentinien
Die sprichwörtliche Pampa ist ein realer Ort – doch wo befindet sich dieser? Foto: Getty Images
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Anna Wengel
Freie Autorin

20. Mai 2026, 10:13 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die meisten von uns kennen die Redewendung „mitten in der Pampa“. Doch woher stammt diese und ist die Pampa ein echter Ort? TRAVELBOOK informiert.

Es gibt Begriffe, die sind so natürlich in den eigenen Sprachgebrauch übergegangen, dass man sie kaum infrage stellt. Die „Pampa“ ist so ein Begriff. Oftmals genutzt, wenn sich Deutsche darüber aufregen, dass sie sich irgendwo in einer öde anmutenden, meist weitflächigen Gegend befinden, weit entfernt jeglicher Zivilisation – oder sie sich dort zu ihrem Unmut auch noch verfahren haben. Die umgangssprachliche Pampa der Deutschen ist also nicht nur kein sonderlich schöner Ort, sondern auch noch einer, der dem sich dort Befindenden mitunter emotionalen Stress verursacht. Dabei ist ihr Ursprung gar nicht so fürchterlich. Um nicht zu sagen, gar nicht.

Begriff der Pampa

Der Begriff der Pampa bedeutet dem Ursprung nach zunächst einmal „Ebene“, wie der Duden schreibt und das spanische Wort der mittelamerikanisch-indigenen Sprache der Quiché (auch K’iche‘) zuordnet. Die Pampa ist laut dem Duden eine „ebene, baumarme Grassteppe in Südamerika, besonders in Argentinien“. Nur in übertragener Bedeutung werde sie als „ganz weit außerhalb“ verstanden.

Sie liegt also in Südamerika, die echte Pampa. Genauer ist sie – oder sind sie, wird von der Pampa oftmals im Plural gesprochen – im Südosten des Kontinents zu finden. Dort umfassen sie einen großen Teil Argentiniens, Uruguay sowie einen südöstlich gelegenen Teil Brasiliens.

Gaucho-Region in Argentinien

Von einer Einöde kann hier übrigens kaum die Rede sein – zumindest nicht, wenn man Ruhe, Natur und Weite grundsätzlich mag und bestenfalls auch noch Cowboys und Pferde. Die Pampa besteht überwiegend aus einer steppenähnlichen Graslandschaft, weit und flach. In Argentinien ist sie das Gebiet der Gauchos, also der argentinischen Cowboys, wenn man so will. Laut der deutschen Argentinieninfoseite „argentinien.de“ bilden die Pampas dort „aufgrund der fruchtbaren Löss-Böden, das landwirtschaftliche Rückgrat Argentiniens und werden vor allem zur Rinderzucht genutzt.“

Nicht von ungefähr schwärmte auch TRAVELBOOK-Chef Nuno Alves einst in einem Artikel zu den Highlights in Argentinien: „Wenn Sie einmal wieder vom Geschmack Ihres argentinischen Steaks schwärmen, dann ist es ziemlich wahrscheinlich, dass das Rind in der Pampa gegrast hat.“

La Pampa ist die Region der argentinisches Gauchos
La Pampa ist die Region der argentinisches Gauchos Foto: Getty Images

Durchgehend flach ist das Gebiet jedoch nicht. Laut der Infoseite unterscheidet man in Argentinien zwischen der feuchten Pampa im Osten und der trockenen Pampa im Westen. In deren Übergangsgebiet liegt die Bergkette der Sierras Pampeanas.

Neben einem ökologischen Gebiet ist La Pampa auch eine 143.440 Quadratkilometer große Provinz im Zentrum Argentiniens. Dort leben knapp 362.000 Menschen, rund 100.000 von ihnen in ihrer Hauptstadt Santa Rosa de Toay. Damit zählt die Provinz zu den am spärlichsten besiedelten des Landes.

Urlaub in der Pampa

Wer die Pampa auf die Reiseroute seiner Argentinienreise schreibt, bekommt die Möglichkeit, das echte Leben der Viehzüchter kennenzulernen. Es gibt verschiedene Anbieter, die entsprechende Aufenthalte auf Estancias, den traditionellen Rinderfarmen, anbieten.

Wem hingegen mehr am Wandern als am Reiten gelegen ist, für den dürfte der Nationalpark Lihué Calel im Süden der Provinz interessant sein. Laut der Wanderseite „alltrails.com“ bewahrt der Nationalpark „ein Ökosystem von Mittelgebirgen inmitten der Pampa-Ebenen mit Landschaften, die Grasland, Buschland und Felsformationen miteinander verbinden“. Wer länger unterwegs sein möchte, kann in verschiedenen Sektionen des Schutzgebiets zelten.

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