28. Juli 2025, 17:04 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Zürich zählt seit Jahren zu den teuersten Städten der Welt. Bei den hohen Preisen kann nur noch Hongkong oder Singapur mithalten. TRAVELBOOK-Autor Frank Lehmann hat Tipps, wie Sie auch günstig in Zürich Ferien machen können.
Übersicht
Der Franken wurden in den vergangenen Jahren immer stärker und die Kaufkraft unseres Euros in der Schweiz schmilzt weiter dahin. Kann man die wunderbare Metropole Zürich überhaupt noch als Otto Normalverdiener besuchen? In Cafés kostet ein Espresso teilweise umgerechnet 6 Euro, Doppelzimmer sind kaum unter 250 Euro zu bekommen und ein Kinoticket kostet im Schnitt 21 Euro. So lassen immer mehr Urlauber diese herrliche Stadt links liegen. Doch es gibt Möglichkeiten, um günstig Urlaub in Zürich zu machen.
Mit der Zürich-Card von A nach B
Der erste Tipp, um günstig in Zürich von A nach B zu kommen, ist die Zürich-Card. Die ist mit 56 Franken für 3 Tage auch nicht geschenkt. Aber man bekommt sehr viel für sein Geld. Alle Busse und Trams in der Stadt und der näheren Umgebung kann man kostenlos nutzen. Da kommt man nicht nur günstig durch die Stadt, sondern hat mit der Tram auch gleich eine Stadtrundfahrt durch die ganze City. Die Website „Zürich by Tram“ zeigt, wo sich das Aussteigen lohnt – und wo es viele Sehenswürdigkeiten gibt.
Mit der Zürich-Card kann man aber nicht nur bei den Verkehrsmitteln sparen, sondern auch bei zahlreichen Museen. Denn dank der Karte kommt man in viele Museen in Zürich kostenlos. So bekommt unter anderem bei folgenden Einrichtungen mit der Karte kostenlosen Eintritt:
- das berühmte Kunsthaus am Heimplatz
- das Landesmuseum
- der Pavillon Le Corbusier
- das Museum Rietberg
- Fraumünster und damit auch die Glasfenster von Marc Chagall
- Großmünster – hier sollte man unbedingt auf den Karlsturm steigen für den besten Blick über Zürich
Zum Pflichtprogramm zählt auch eine Fahrt auf dem Zürichsee. Mit der Karte ist sie kostenlos. Ist es einem zu stickig im Tal, fährt man hoch auf die Hausberge. Der Uetliberg kann ebenso kostenlos erreicht werden wie der Zürichberg mit der Seilbahn Rigiblick. Vom Rigiblick bietet sich ein herrlicher einstündiger Spaziergang am Waldrand entlang zum Zoo an.
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Gratis-Flussbäder im Limmat
Die Lebensader der Stadt ist der Fluss Limmat. Hier bieten sich zwei Gratis-Flussbäder an – das Unterer und das Oberer Letten. Ich empfehle das Bad Unterer Letten, denn dort gibt es einen abgesperrten Schwimmbereich, durch den das frische Wasser fließt. Das Bad stammt aus dem Jahr 1909 und ist mit seinen Holzhäusern vollständig historisch erhalten. Die Stunden vergehen wie im Flug, der Eintritt ist frei.
Bekommt man Durst bei seinen Streifzügen, findet man in der „Brunnenstadt“ schnell einen Trinkbrunnen. 1200 öffentliche Brunnen liefern beständig frisches Trinkwasser.
Und wenn es im Sommer etwas zu stickig in der Stadt wird, dann lohnt es sich, mit der Tram raus in den schönsten Park der Stadt, zum Zürichhorn, zu fahren. Dort gibt es Spielplätze, man kann in den See hüpfen, es gibt Liegewiesen und einen Chinagarten mit hübschen Pagoden und noch dazu den Blick auf den Zürichsee – alles kostenlos.
Fahrräder kostenlos ausleihen
Mit dem Auto ist man in Zürich nicht so gut unterwegs und die Parkhäuser sind unbezahlbar. Warum nicht mal ein Velo ausleihen? An der Velostation Europaplatz kann man kostenlos Leihräder bekommen. Ein Pfand und ein Ausweis genügen – und los geht es mit den Velos. Möglich wird das durch das Programm „Züri rollt“.
Zürich hat außerdem einen kleinen, aber sehr feinen Botanischen Garten. Die Tropenhäuser muss man gesehen haben! Was kostet hier der Eintritt? Nichts!
Wer immer noch nicht genug hat und ein Loch im Portemonnaie hat, kann sich auf der Website „Zürich unbezahlbar“ inspirieren lassen. Dort sind zahlreiche Events aufgelistet, die man kostenlos besuchen kann.
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Günstig essen in Zürich
Ja, die Restaurants in Zürich sind teuer. Doch die Mensa der berühmten ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) ist auch offen für Externe. Man zahlt etwas mehr als die Studenten, aber die Preise sind sehr fair. Und die Aussicht auf die Stadt von der Polyterrasse ist auch spitze.
Und wenn man schon mal da ist, lohnt sich auch ein Besuch des Wissenschaftsmuseums „Focus Terra“ der ETH. Ein modernes, mehrstöckiges Erdkundemuseum mit geologischen Exponaten und Erdbebensimulator mitten in einem ehrwürdigen Altbau. Auch hier ist der Eintritt frei!
Bummeln und die Stadt erkunden
Das Bummeln durch die Stadt ist sowieso frei. Der Schaufensterbummel auf der berühmten Bahnhofstraße mit seinen Edel-Boutiquen macht einfach Spaß. Genauso wie der Spaziergang durch das Niederdorf am rechten Limmatufer. Enge Gassen, schöne Hinterhöfe und zahllose alte Häuser mit Erkern und Giebeln gilt es zu entdecken. Danach setzt man sich auf den Sechseläutenplatz, bewundert die Architektur des Opernhauses und schaut, wie die Kinder im Springbrunnen umher hüpfen. Das Leben in Zürich kann so einfach sein, und auch so preiswert.