3. September 2025, 6:30 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Das Magazin „Time Out“ hat die schönsten Radwege der Welt gekürt. Von spektakulären Strecken bis hin zu netten Spazierfahrtwegen ist alles mit dabei. Ebenso wie fast alle Kontinente. TRAVELBOOK zeigt, welche zehn Fahrradstrecken es auf die Liste geschafft haben – und stellt die besten drei vor.
In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit und Slow Travel immer größeren Anklang finden, ist es kaum mehr ungewöhnlich, ganze Reisen mit dem Fahrrad zu unternehmen. Doch wo ist das Radfahren nicht allein Mittel zum Zweck, um von A nach B zu kommen, sondern selbst das Ziel? Zum Beispiel auf den folgenden zehn Radwegen, die das Magazin „Time Out“ kürzlich zu den schönsten der Welt gekürt hat.
Übersicht
Der schönste Radweg der Welt liegt in Frankreich
Der schönste aller weltweiten Radwege liegt laut „Time Out“ im Nachbarland Frankreich, genauer: im Loiretal. Dort reicht die rund 900 Kilometer lange Strecke von Nevers bis zum Atlantik, also vom französischen Zentrum bis in dessen Westen. Rund um den westlichsten Abschnitt des Radwegs EuroVelo 6 gibt es laut dem Onlinemagazin etliche Einrichtungen für Radfahrer, wie etwa radfreundliche Hotels und einen extra auf Zweiradfahrer ausgelegten Zug. Für die gesamte Strecke mit all ihren hübschen Schlössern, Weinbergen und Flüssen sollten ein bis zwei Wochen eingeplant werden, rät das Magazin. Die beste Reisezeit: April bis Oktober.
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Platz zwei der weltweit schönsten Radwege führt durch acht Länder
Eine ungleich längere Strecke, die durch ganze acht Länder führt, ist der Trans-Dinarica-Wanderweg auf dem Westbalkan. Die 5.500 Kilometer lange Strecke führt von Slowenien bis zum Kosovo und wieder zurück. Dabei führt der zweitschönste Radweg über Kroatien, Bosnien, Montenegro, Albanien, Nordmazedonien sowie Serbien. Wer keine Muße oder Zeit für diese lange Radtour hat, kann sich auch eine oder mehrere, in verschiedene Schwierigkeitsgrade aufgeteilte, Teilstrecken aussuchen. Neben atemberaubenden Ausblicken, Nationalparks und abgelegenen Dörfern verspricht „Time Out“ für diesen Radweg vor allem eins: Ruhe. Laut dem Magazin dürfte man auf der Route nur auf sehr wenige andere Menschen treffen, sie scheint also ein traumhafter Kontrast zu massenüberlaufenen Urlaubsorten in den Monaten Mai bis September zu sein.
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Der dritte Radweg in der Liste liegt in Marokko und erstreckt sich über 840 Kilometer, etliche Kurven inklusive. Marokkos Karawanenroute führt von Imilchil nach Tanger, beziehungsweise von der Sahara vorbei am Atlasgebirge bis hin zur nördlichen Küste, wie „Time Out“ erklärt. Das Magazin rechnet für die Strecke rund zwei Wochen. Es empfiehlt, von Süd nach Nord statt umgekehrt zu fahren, und verspricht ein echtes „Bikepacking-Abenteuer“ entlang spannender Ziele wie Chefchaouen, Fes sowie unberührter Landschaften und Nomadendörfer. Radeln könne man hier das ganze Jahr über, wer während des Ramadans fahren wolle, müsse jedoch mit etlichen geschlossenen Geschäften und entsprechend knapperen Vorräten rechnen.
Die 10 schönsten Radwege der Welt laut „Time Out“
- Loire à Velo, Frankreich (900 km)
- Trans-Dinarica-Wanderweg, Westbalkan (5.500 km)
- Karawanenroute, Marokko (840 km)
- Shimanami Kaido, Japan (70 km)
- MizMal, Irland (845 km)
- Carretera Austral, Chile (1.200 km)
- Windmühlenroute Kinderjijk, Niederlande (43 km)
- Freundschafts-Highway, Tibet/Nepal (800 km)
- Munda Biddi Trail, Australien (1.067 km)
- Great Divide Mountainbike-Route (GDMBR), Kanada/USA (4.300 km)

