Der traumhafte Ausblick auf der Berghütte kann von Bettwanzen getrübt werden Foto: Getty Images
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TRAVELBOOK Redaktion
8. Juli 2026, 10:38 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Wer in den Bergen übernachtet, denkt meist an Natur und Erholung – doch auch ungebetene Gäste können dort auf Reisende warten. Bettwanzen breiten sich zunehmend in Berghütten aus. Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Südtirol starten deshalb eine gemeinsame Kampagne und zeigen, wie sich das Risiko mit wenigen Maßnahmen verringern lässt.
Bettwanzen sind längst nicht nur in Hotels oder Pensionen ein Problem. Auch auf Berghütten kommen die Parasiten vor. Deshalb appellieren der Deutsche Alpenverein (DAV) sowie Alpenvereine in Österreich und Südtirol an Hüttengäste, mit einfachem Verhalten dazu beizutragen, eine weitere Ausbreitung einzudämmen.
Nach Angaben des DAV sind jedes Jahr zwischen fünf und zwanzig Hütten betroffen – das entspricht rund fünf Prozent aller Hütten des Vereins. „Mit steigender Tendenz, ähnlich wie bei Unterkünften im Tal“, so der DAV.
Die Bauweise vieler Hütten begünstigt das Vorkommen der Parasiten. „Holz, verwinkelte Räume und schwer zugängliche Bereiche schaffen ideale Rückzugsorte.“
Die Betreiber setzen bereits auf Kontrollen und bauliche Maßnahmen, um Bettwanzen zu bekämpfen. Gleichzeitig kommt es aber auch auf die Gäste an. Denn die Tiere gelangen häufig unbemerkt in Rucksäcken oder Kleidungsstücken von einer Unterkunft zur nächsten.
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Da bei Übernachtungen auf Berghütten grundsätzlich mit Bettwanzen gerechnet werden müsse, empfiehlt der DAV vorbeugende Maßnahmen. Gepäck und Kleidung sollte man möglichst in verschließbaren Beuteln verstauen. Besonders empfohlen werden sogenannte Bug Bags, spezielle Schutzbeutel. In einigen Hütten sind sie bereits vorgeschrieben. Alternativ kann man auch verschließbare Müllsäcke verwenden.
Außerdem sollten Rucksäcke grundsätzlich nicht auf Betten oder unmittelbar daneben abgelegt werden.
Vor und nach einer Tour empfiehlt der DAV, das Gepäck in der Dusche auszuschütten und auf Bettwanzen zu kontrollieren. Kleidung sollte man regelmäßig bei mindestens 60 Grad waschen. Gegenstände, die nicht für die Waschmaschine geeignet sind, sollte man nach der Wanderung vorsorglich für drei Tage ins Tiefkühlfach legen.
So lassen sich Bettwanzen erkennen
Nach Angaben des Umweltbundesamts sind Bettwanzen fünf bis sechs Millimeter groß. Sie besitzen einen platten, rot-braunen Körper und sechs Beine.
Wer die Insekten oder ihre Häutungsreste entdeckt, sollte dies umgehend dem Hüttenteam melden. Das gilt auch, wenn „winzige Blutflecken“ auf Bettwäsche oder Schlafsäcken auffallen oder sich kleine, juckende Stiche am Körper zeigen.
Mit Material der dpa
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