Millionen Kundendaten nach Cyberangriff erbeutet – auch Aida betroffen?
Zu Carnival gehören neben Aida Cruises auch Costa Crociere, Cunard und Princess Cruises Foto: Getty Images
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TRAVELBOOK Redaktion
30. Mai 2026, 10:54 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Ein Cyberangriff auf einen der größten Kreuzfahrtkonzerne der Welt sorgt für Aufsehen. Unbekannte Täter verschafften sich Zugriff auf interne Systeme der Carnival Corporation und sollen Daten von Millionen Reisenden kopiert haben. Besonders brisant für deutsche Urlauber: Zur Unternehmensgruppe gehört auch Aida Cruises. Welche Informationen betroffen sind und was bislang bekannt ist, zeigt der aktuelle Stand der Ermittlungen.
Zugriff über Mitarbeiterkonto
Wie BILD unter Berufung auf „Ad-Hoc-News“ berichtet, gelang es Angreifern bereits am 18. April, über ein Mitarbeiterkonto in interne Systeme der Carnival Corporation einzudringen. Nach Angaben des Unternehmens fiel die verdächtige Aktivität erst vier Tage später auf.
Am 22. April stellte der Konzern mit Sitz in Miami fest, dass Daten aus den Systemen kopiert worden waren. In einer Mitteilung bezeichnete Carnival den Vorfall ausdrücklich als Social-Engineering-Angriff. Demnach nutzten die Täter keine technische Schwachstelle aus, sondern täuschten einen Mitarbeiter, um an dessen Zugangsdaten zu gelangen.
Welche Daten betroffen sein könnten
Zur Carnival Corporation gehören neben Aida Cruises auch Costa Crociere, Cunard und Princess Cruises. Ob Kunden von Aida Cruises in Deutschland von dem Vorfall betroffen sind, ist derzeit unklar. Eine Anfrage an das Unternehmen blieb bislang unbeantwortet. Zudem macht Carnival in seiner Mitteilung keine Angaben dazu, welche Marken oder Länder konkret betroffen sind.
Nach einer Auswertung des veröffentlichten Datensatzes durch die Website „Have I Been Pwned“ sollen unter anderem folgende Informationen enthalten sein:
Namen
Geburtsdaten
E-Mail-Adressen
Geschlecht
geografische Angaben
Passnummern
Führerscheindaten
Informationen aus Treue- und Bonusprogrammen
Insgesamt könnten nach bisherigen Erkenntnissen Daten von nahezu sechs Millionen Reisenden betroffen sein.
Zu dem Cyberangriff bekannte sich die Erpressergruppe ShinyHunters. Nach Darstellung der Täter sollen deutlich mehr interne Daten kopiert worden sein als bisher bekannt. Eine offizielle Bestätigung dieser Angaben durch Carnival liegt bislang nicht vor.
Wiederholte Sicherheitsvorfälle bei Carnival
Für den Kreuzfahrtkonzern ist der aktuelle Vorfall nicht der erste größere Cyberangriff. Bereits in den vergangenen Jahren meldete das Unternehmen mehrfach Sicherheitsprobleme, bei denen persönliche Daten und teilweise auch Finanzinformationen von Kunden sowie Mitarbeitenden betroffen waren.
Schon 2020 gerieten Aida Cruises und Costa Crociere ins Visier von Hackern. Damals wurde das Bordsystem angegriffen, wodurch mehrere geplante Kreuzfahrten kurzfristig abgesagt werden mussten. Aktuell dauern die Untersuchungen zu dem neuen Datenleck an.
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