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Immer mehr Kreuzfahrt-Reedereien setzen auf 1G-Plus-Regel

Mein Schiff 6 von Tui Cruises
Erst kürzlich beendete Tui Cruises eine Kreuzfahrt mit der „Mein Schiff 6“ coronabedingt vorzeitig in Dubai. Alle Passagiere ab zwölf Jahren und die Crew waren vollständig geimpft und wurden während der Reise getestet.Foto: dpa picture alliance

Ob Europa, Orient oder Karibik – Kreuzfahrten sind trotz der andauernden Corona-Pandemie möglich, wenn auch mit begrenzter Kapazität, mitunter eingeschränkten Routen und unter Hygiene-Auflagen. Dennoch kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Corona-Ausbrüchen an Bord. Die Reedereien wollen jedoch nicht aufgeben und setzen nun vermehrt auf die 1G-Plus-Regel. Ein Überblick.

Gerade erst endete die Kreuzfahrt auf der Aida Nova coronabedingt vorzeitig für Passagiere in Lissabon. Auch auf der „Mein Schiff 6“ von Tui Cruises kam es zu Covid-19-Fällen und die Reise wurde in Dubai abgebrochen. Dennoch: Obwohl die Kreuzfahrtbranche mit Corona-Ausbrüchen zu kämpfen hat, wollen viele Reedereien mit der 1G-Plus-Regel weitestgehend zum angedachten Fahrplan zurückkehren. Demnach müssen Urlauber, die trotz Corona nicht auf eine Kreuzfahrt verzichten möchten, vor Reiseantritt eine vollständige Corona-Impfung und einen negativen PCR-Test vorweisen können und sich auch bei der Einschiffung mindestens einmal testen lassen.

Welche Reedereien Kreuzfahrten nur für PCR-getestete Geimpfte anbieten oder welche sogar die Booster-Impfung voraussetzen – TRAVELBOOK hat die Infos.

Die aktuellen Corona-Regeln der Reedereien

Aida

Auf den Aida-Schiffen gibt es seit Mitte Dezember 2021 eine Impfpflicht – in den europäischen Fahrtgebieten ab einem Alter von zwölf Jahren, in der Karibik, im Orient und auf Norwegen-Kreuzfahrten für alle Passagiere. Zudem werden Passagiere vor Betreten der Schiffe zweimal getestet.

Doch trotz Hygienemaßnahmen, Corona-Test-Strategien und der geltenden Impfpflicht ist es kürzlich auf der Aida-Nova-Kreuzfahrt zu einem Corona-Ausbruch innerhalb der Crew gekommen. Dennoch meint Aida-Sprecher Hansjörg Kunze laut „Kieler Nachrichten“: „Wir haben gezeigt, dass sich unser Gesundheits- und Sicherheitskonzept mit der 1G-plus-Regel gut bewährt hat.“ Weiter heißt es, dass Aida mit aller Vorsicht dabei ist, aber auch sehr optimistisch auf den kommenden Sommer blickt.

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Costa Crociere

Auch bei Costa Crociere ist bei der Einschiffung der Nachweis einer vollständigen COVID-19-Impfung wie auch eines negativen Corona-Tests erforderllich.

Zuletzt wurde bekannt, dass es Ermittlung gegen die Kreuzfahrtunternehmen Costa Crociere und MSC wegen möglicher Nichteinhaltung von Gesundheitsvorschriften geben werde.

Hapag-Lloyd Cruises

Hapag-Lloyd bietet bereits alle Reisen ausschließlich für vollständig Geimpfte und zusätzlich Getestete an und geht ab Februar einen Schritt weiter: Sofern die Grundimmunisierung länger als drei Monate zurückliegt, müssen erwachsene Passagiere eine Auffrischungsimpfung nachweisen. Damit reagiert die Reederei auf die aktuellen Herausforderungen, mit denen die Kreuzfahrt unter anderen wegen der Omikron-Variante zu kämpfen hat.

Die Impfungen müssen sowohl im Impfpass sowie im digitalen Nachweis ersichtlich sein. Das elektronisch lesbare EU-Zertifikat verliert nach neun Monaten seine Gültigkeit. Hapag-Lloyd empfiehlt daher, sich rechtzeitig einen neuen digitalen Nachweis ausstellen zu lassen. „Es gilt zu beachten, dass eine Nichterfüllung dieser Vorgaben zur Kündigung des Reisevertrags führt und eine Einschiffung nicht möglich ist“, schreibt Hapag-Lloyd auf seiner Webseite.

Zugelassen seien die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson. Als vollständig geimpft gilt nur, wenn die zweite Impfung (bei Johnson & Johnson die erste Impfung) mindestens 14 volle Tage zurückliegt. Von einer Covid-19-Erkrankung genesene Personen gelten bereits nach einer Impfung als vollständig geimpft.

Des Weiteren muss bei Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten ein negatives Corona-Testergebnis vorgelegt werden – sofern vollständig Geimpfte oder von COVID-19-Genesene nicht je nach Reiseziel von der Testpflicht befreit seien, wie es auf der Webseite der Reederei weiter heißt. Genaue Informationen zu der für die jeweilige Reise „geltenden Teststrategie“ erhalten die Passagiere zusammen mit ihren Reiseunterlagen.

Hurtigruten

Auch wer bei Hurtigruten einschifft, benötigt bereits seit 1. Juli für alle Reisen mit Abreisetermin im Jahr 2021 und 2022 eine vollständige COVID-19-Impfung. Zudem ist der Nachweis eines maximal 72 Stunden vor Reisebeginn durchgeführten negativen PCR-Tests erforderlich und Reisende werden bei der Einschiffung schnellgetestet. Hier finden Sie weitere Corona-Regeln bei Hurtigruten.

MSC Cruises

MSC Cruises gab am 24. November 2021 bekannt, ab dem 4. Dezember 2021 ausschließlich für Geimpfte zu fahren. Damit wollte die Reederei die bislang bereits in anderen Regionen geltende Impfpflicht auch auf ihre Kreuzfahrten im Mittelmeerraum ausdehnen. Trotz dieser Bekanntgabe und der Ausbreitung von Omikron gilt bei Reisen mit MSC-Kreuzfahrtschiffen im Mittelmeer noch die 2G-Plus-Regel, wie unter anderen das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet. Es dürfen dort also noch Genesene mit Test an Bord. Alle anderen MSC-Kreuzfahrtgebiete zwischen Dubai und Florida fallen auch bei MSC bereits unter die 1G-Plus-Regel.

Tui Cruises („Mein Schiff“)

Auch der Anbieter Tui Cruises kehrte weitestgehend zum ursprünglichen Winterfahrplan zurück – mit mehrheitlich geltender 1G-Plus-Regel. Noch fährt die „Mein Schiff 4“ jedoch einen Ausnahme-Kurs: Sie ist das einzige Schiff, auf dem es noch keine Impfpflicht gibt. Doch das ändert sich bald: Ab dem 23. Februar 2022 gilt der verpflichtende und vollständige Impfschutz für alle Kreuzfahrtschiffe von Tui Cruises.

Tui-Passagiere müssen zudem bei allen Reisen mindestens ein negatives COVID-19-Testergebnis vorlegen. Dies gilt auch für die Passagiere von „Mein Schiff 4“ (Spanien inkl. Kanaren). Weitere Einzelheiten zu den Corona-Regelungen auf der „Mein Schiff“-Flotte finden Sie auf der Webseite von Tui Cruises.

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Auswärtiges Amt rät wegen Corona von Kreuzfahrten ab

Das Auswärtige Amt (AA) rät aufgrund der aktuellen Corona-Lage von der Teilnahme an Kreuzfahrten ab (TRAVELBOOK berichtete). Es bestünde das Risiko, dass im Falle eines COVID-19-Ausbruchs an Bord – auch unter geimpften Reisenden – von den zuständigen Behörden im Ausland eine mehrtägige Schiffsquarantäne verhängt werde.

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