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TRAVELBOOK Award 2025

Basilikata in Italien – eine der besten Geheimtipp-Regionen Europas

Lukanische Dolomiten
Castelmezzano ist ein malerisches Dorf in den Lukanischen Dolomiten Foto: Getty Images/Freeartist
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Katharina Regenthal
Redakteurin TRAVELBOOK

24. September 2025, 7:13 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Welche Regionen in Europa sind noch echte Geheimtipps? Und welches Gebiet eignet sich ganz besonders für einen Urlaub? Darüber hat TRAVELBOOK kürzlich seine Leser abstimmen lassen. Beim diesjährigen TRAVELBOOK Award am 23. September 2025 wurde das Ergebnis verkündet. Mit nominiert war unter anderem auch die Basilikata im Süden Italiens. TRAVELBOOK verrät, was die Region so besonders macht.

Die Basilikata-Region im Süden Italiens

Die Region Basilikata liegt im Süden Italiens zwischen Apulien, Kampanien und Kalabrien. Es gibt zwei Provinzen, Potenza und Matera. Potenza ist die Regionalhauptstadt der Basilikata. Der Großteil der Basilikata besteht aber aus bewaldeten Gebirgen, an zwei Stellen grenzt die Region direkt ans Meer. Einmal am Tyrrhenischen Meer, dort findet man an der etwa 30 Kilometer langen Küste kleine Buchten mit feinen Sandstränden und kristallklarem Wasser.

Zwischen Kalabrien und Apulien befindet sich am Ionischen Meer außerdem ein größeres Stück Küste. Dort gibt es den Badeort Policoro mit breiten Sandstränden und türkisblauem Meer.

Eine Besonderheit ist auch der See Monticchio, der aus einem Doppelkrater des Vulkans Vulture entstanden ist. Er liegt in einem Naturschutzgebiet und ist umgeben von Wäldern und Thermalquellen, die den See speisen.

Der Monticchio ist aus einem Doppelkrater des Vulkans Vulture entstanden
Der Monticchio ist aus einem Doppelkrater des Vulkans Vulture entstanden Foto: Getty Images

Während die Region Basilikata noch eher unter dem Touristenradar liegt, gibt es zumindest einen Ort, der durchaus bei dem einen oder anderen bekannt ist. Die Stadt Matera wurde 2019 zur europäischen Kulturhauptstadt ernannt. Sie gilt als eine der am längsten ununterbrochen besiedelten Städte der Welt. Demnach gibt es menschliche Spuren, die bis zu 10.000 Jahre zurückreichen. Bekannt ist vor allem die Altstadt, die zu einem großen Teil aus Höhlensiedlungen, den Sassi, besteht. Diese sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Was kann man in der Basilikata erleben?

Die bereits erwähnten Höhlensiedlungen in Matera sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Höhlen sind direkt in den Stein gebaut und wurden bis in die 1950er Jahre sogar noch als Wohnungen genutzt, bis sie letztendlich zwangsgeräumt wurden. Inzwischen sind einige Höhlen sogar wieder so hergerichtet worden, dass sie etwa von Künstlern genutzt werden.

Matera Basilikata
Die Altstadt Materas ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Foto: Getty Images

Auch die Hauptstadt der Basilikata, Potenza, hat einige Sehenswürdigkeiten und Museen, die für Touristen interessant sind. So gibt es zwei archäologische Museen sowie eine Kathedrale und eine Kirche.

Die Basilikata-Region wurde in den vergangenen Jahren immer wieder als Filmkulisse genutzt – so auch für den James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“. Gedreht wurde 2007 in der Geisterstadt Craco. Und diesen Titel hat der Ort, der auf einem Berg in einer Höhe von knapp 400 Metern thront, nicht von ungefähr. Die Stadt steht seit den 1970er Jahren leer, ist wie ausgestorben. Erdrutsche, Erdbeben und Überschwemmungen zwangen die Einwohner dazu, ihre Häuser für immer zu verlassen.

Craco ist seit den 1970er Jahren unbewohnt
Craco ist seit den 1970er Jahren unbewohnt Foto: Getty Images

Wer bei seinem Italien-Urlaub auf das Meer nicht verzichten will, der sollte dem Küstenort Maratea einen Besuch abstatten. Dieser liegt am Hang des Monte San Biagio und ist umgeben von Buchten und steilen Klippen. Neben feinen Sandstränden gibt es aber auch Strände der besonderen Art zu erleben. Nahe Maratea befindet sich der schwarze Strand Spiaggia Nera. Der schwarze Sand ist auf vulkanische Aktivitäten zurückzuführen.

Da die Basilikata zum größten Teil im Landesinneren liegt, gibt es vor allem dort, abseits der Küste, viel zu erleben. Rund um den erloschenen Vulkan Vulture und den angrenzenden Kraterseen kann man spazieren und wandern. Die Lukanischen Dolomiten, eine Gebirgsgruppe zwischen Potenza und Matera, sind umgeben von einem Naturschutzgebiet, welches mit pittoresken Dörfern und zahlreichen Wanderwegen bestückt ist.

Laut der örtlichen Touristeninformation kann man auch noch zahlreiche weitere Outdoor-Aktivitäten erleben. So ist die Region besonders beliebt bei Fahrradfahrern. Dank Hängebrücken und Ziplines kommen auch Adrenalinjunkies auf ihre Kosten. Außerdem werden zahlreiche Pferdetouren angeboten. An den Küsten kann man zudem Kajakfahren, Windsurfen, Segeln und viele andere Aktivitäten auf dem Wasser ausüben.

In Maratea kann man dank kleiner Buchten und kristallklarem Wasser Badeurlaub machen
In Maratea kann man dank kleiner Buchten und kristallklarem Wasser Badeurlaub machen Foto: Getty Images/lauradibiase

Die beste Reisezeit für die Basilikata

Die Basilikata ist das ganze Jahr über eine Reise wert. Während man in den warmen Monaten vor allem an den Küsten einen klassischen Sommerurlaub genießen kann, sind Herbst und Frühling ideal für Outdoor-Aktivitäten wie Radfahren oder Wandern.

Aber auch im Winter bietet die Region in Italien so einiges. Denn in den höher gelegenen Gebieten kann es durchaus auch mal schneien. Dann werden Schneeschuhwanderungen und Wintersport in den Bergen angeboten.

Anreise mit dem Flieger

In der Basilikata-Region gibt es keinen Flughafen. Dennoch können Urlauber natürlich per Flugzeug anreisen – der nächstgelegene Airport befindet sich in Bari. Dieser ist gerade einmal 67 Kilometer von Matera entfernt. Hat man Urlaub in der Provinz Potenza geplant, bietet sich der Flughafen von Neapel an. Dieser ist 158 Kilometer von Potenza entfernt.

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Lage von Basilikata

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Methodik zum TRAVELBOOK AWARD

Wir sagen es jedes Jahr: Alle nominierten Regionen, Länder und Co. des TRAVELBOOK Awards sind bereits Gewinner. Auch dann, wenn es nicht zum Gesamtsieg gereicht hat. Das gilt auch für die Basilikata-Region in Italien. Denn: Jedes Land hat es im Vorhinein bereits auf die Shortlist geschafft, wurde also aus einer großen Anzahl von Anwärtern in einer Kategorie ausgewählt.

Die TRAVELBOOK-Redaktion hat die Community auf Facebook und Instagram um Hilfe gebeten sowie Experten aus der Reisebranche zurate gezogen, um die Shortlist zu erstellen. Die TRAVELBOOK-Leser haben dann fast 150.000 Stimmen abgegeben und ihre Trendreiseziele 2026 gekürt.

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