25. Juli 2025, 6:18 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Wer beim Schnorcheln mal was anderes als die üblichen Fische und Pflanzen sehen will, der sollte unbedingt die griechische Insel Kos besuchen. Dort gibt es den sogenannten Bubble Beach, der etwas ganz Besonderes unter Wasser verbirgt. TRAVELBOOK-Redakteurin Katharina Regenthal hat es mit eigenen Augen gesehen.
Bei einem Urlaub auf Kos, einer Insel in der südöstlichen Ägäis, wollten wir unbedingt schnorcheln. Allerdings ohne dafür extra eine Bootstour zu machen oder Ähnliches. Bei meiner Recherche bin ich dann auf den sogenannten Bubble Beach gestoßen. Dabei handelt es sich vielmehr um eine „Bubble Area“, die am Paradise Beach an der Südküste von Kos liegt.
Der Strand selbst ist schon schön, feiner Sand, kristallklares Wasser. Allerdings handelt es sich hier nicht um ein unberührtes Fleckchen schöner Natur, sondern um einen sehr kommerziellen Strand. Was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Es gibt zahlreiche Liegen gegen einen kleinen Aufpreis, in der Hochsaison werden auf dem Wasser Hüpfburgen aufgebaut. Und auch, wenn das absolut nicht mein Ding ist und ich es lieber ruhig und entspannt mag, hat sich dieser Abstecher absolut gelohnt!
Tausende von kleinen Blubberblasen
Angekommen, bin ich erst einmal ein wenig überwältigt von den vielen Liegen – wo soll denn jetzt der Bubble Beach sein? Eine kleine, blaue Boje mitten im Wasser verrät mir: Hier bin ich richtig, denn darauf ist zu lesen „Bubble Area“. Dorthin geht es also, ausgestattet mit Taucherbrille und Schnorchel (wobei man den nicht unbedingt braucht, es reicht auch eine normale Schwimmbrille) sowie dem Smartphone samt wasserdichter Hülle.
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Das Meer flacht an der Stelle ab, was gerade für Familien mit Kindern von Vorteil ist. Nach ein paar Metern wage ich dann mal den Versuch und halte den Kopf unter Wasser. Und im ersten Moment, das muss ich zugeben, bin ich enttäuscht. Ich kann lediglich ein paar Luftblasen sehen und denke mir: „Dafür gibt’s hier extra ’ne Boje?“
Ich war allerdings zu voreilig mit meinem Urteil, denn ein paar Züge weiter probiere ich mein Glück ein zweites Mal – und bin total fasziniert. Aus dem Meeresboden sind tausende von kleinen Luftblasen aufgestiegen. Dank der Sonne sehen die Blubberblasen aus wie kleine Glitzerperlen.
Es gibt natürlich einen Grund, warum dort Blasen aus dem Boden emporsteigen. Ursache sind vulkanische Gase, die in Form von Bläschen an die Meeresoberfläche gelangen. An einigen Stellen mehr, an anderen weniger. Wenn dann auch noch die Sonne scheint, entsteht der Eindruck, dass aus dem Meeresboden tausende von Glitzerblasen aufsteigen.
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Mein Fazit zum Bubble Beach auf Kos
Ein Besuch lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall. Klar, wenn man schon die schönsten Riffe und bunten Meerestiere beim Tauchen gesehen hat, ist man vielleicht nicht so beeindruckt, ich fand es aber auf jeden Fall schön anzusehen und sehr besonders. Einziger Nachteil ist allerdings, dass dort über den Tag zum einen viele Besucher am Strand sind und zum anderen teils auch Touristenboote direkt an die Boje gefahren werden. Entspannt schwimmen, tauchen oder schnorcheln kann man dann natürlich nicht mehr. Wir waren bis etwa elf Uhr vormittags da – dann kamen die ersten Boote. Ich habe aber gelesen, dass es sich ab dem Nachmittag bis zum Abend auch wieder entspannen soll.