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Um Touristen zu schützen

Urlaubsinsel in Italien führt „Anti-Belästigungs-Verordnung“ ein

Auf der Insel Capri sollen Urlauber künftig besser geschützt werden
Auf der Insel Capri sollen Urlauber künftig besser geschützt werden Foto: Getty Images
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TRAVELBOOK Redaktion

9. April 2026, 19:37 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Ein Spaziergang mit Blick aufs Meer, ein Kaffee an der Promenade, dazu das typische Capri-Gefühl – für viele Urlauber klingt das nach Entspannung. Doch genau diese Atmosphäre wurde zuletzt immer öfter gestört. Nun zieht Capri Konsequenzen und setzt auf eine neue Regel, die Besucher vor Belästigung durch aufdringliche Verkäufer spürbar schützen soll.

Capri verschärft den Umgang mit aufdringlichen Anbietern und will das aggressive Anwerben von Touristen eindämmen, wie BILD berichtet. Wer Besucher ungefragt anspricht, sie in Restaurants lotsen will, zu Bootsausflügen drängt oder ihnen Flyer in die Hand drückt, muss demnach künftig mit Bußgeldern rechnen. Die Strafen reichen von 25 bis 500 Euro.

Mit der neuen Maßnahme reagiert die Mittelmeerinsel auf die Folgen des wachsenden Massentourismus. Viele Gäste hatten sich zuletzt durch hartnäckige Werber gestört gefühlt. In der Verordnung heißt es wörtlich: „Gewerbetreibenden, Inhabern von Agenturen für touristische Dienstleistungen sowie deren Mitarbeitern ist es strikt untersagt, Kunden durch aufdringliche und hartnäckige Methoden auf öffentlichem oder öffentlich genutztem Grund anzuwerben.“

Vor allem Hafen und Altstadt im Fokus

Besonders im Bereich des Hafens Marina Grande sowie in der Altstadt soll die Regel laut BILD konsequent durchgesetzt werden. Capri zählt zu den bekanntesten und meistbesuchten Reisezielen Italiens. Auf der Insel leben rund 13.000 Menschen, in den Sommermonaten kommen täglich Zehntausende Tagesbesucher hinzu.

Nach Angaben der Verantwortlichen soll die neue Regel dazu beitragen, ein „gepflegtes Erscheinungsbild sowie einen reibungslosen Fußgänger- und Autoverkehr zu gewährleisten“.

Weitere Regeln für Gruppenreisen

Schon im Januar hatte der Gemeinderat zusätzliche Vorgaben beschlossen, um Capri für Urlauber attraktiver zu machen. Mit Beginn der kommenden Sommersaison dürfen Besucher nur noch in Gruppen von maximal 40 Menschen unterwegs sein. Betroffen sind vor allem geführte Reisegruppen, etwa von Bussen, organisierten Ausflügen oder Kreuzfahrtschiffen.

Reiseleiter, die mit Gruppen von mehr als 20 Personen unterwegs sind, müssen künftig drahtlose Headsets verwenden. Auffällige Erkennungszeichen wie Regenschirme oder Fahnen sind untersagt.

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