Hier heirateten Heidi Klum und Tom Kaulitz

Die besten Reise-Tipps für Capri

Traumhaft: der Blick auf die italienische Insel Capri
Traumhaft: der Blick auf die italienische Insel Capri
Foto: Getty Images

Azurblaues Meer, geheimnisvolle Grotten, zerklüftete Felsen: Die italienische Insel Capri ist bei Urlaubern wie Prominenten gleichermaßen beliebt. Beyoncé und Jay Z entspannen hier, und Heidi Klum und Tom Kaulitz feiern sogar ihre Hochzeit auf Capri. Was macht die Insel so besonders? TRAVELBOOK hat die besten Tipps für einen Urlaub auf Capri.

Auf Capri gibt es wirklich einiges zu bestaunen. Zum Beispiel die Faraglioni, die geheimnisvolle Blaue Grotte, die Villa San Michele mit ihrem traumhaften Garten – und natürlich den gleichnamigen Ort Capri auf der Insel. TRAVELBOOK weiß, was Reisende sich genau anschauen sollten.

Capri

Land: Italien

Hauptort: Capri

Einwohner: 14.204 (Stand 2016)

Währung: Euro

Tipps auf Capri

Die Blaue Grotte

Die blaue Grotte wirkt wie aus einer anderen Welt

Die blaue Grotte wirkt wie aus einer anderen Welt
Foto: Getty Images

Sie ist weltbekannt und die größte touristische Attraktion auf Capri: Die Blaue Grotte, auf italienisch „Grotta Azzurra“. Ihren Namen hat die Höhle im Nordwesten der Insel von dem azurblauen Licht, in das sie getaucht ist. Diese besonderen Lichtverhältnisse entstehen durch die außergewöhnliche Lage der Höhle. Ihr Zugang ist nur durch ein knapp 1,5 Meter großes Felsloch über dem Meer möglich, bei starkem Seegang wird die Grotte sogar gesperrt. Das Licht in der Grotte fällt aber überwiegend nicht durch diesen Zugang ein, sondern strahlt durch das Wasser in die Höhle. Dabei werden das rote Spektrum gefiltert und die Grotte strahlt besonders leuchtend blau. Die Blaue Grotte ist etwa 52 Meter lang, 30 Meter breit und das Wasser in ihr ungefähr 15 Meter tief.

Die Grotte war zwar schon in der Antike bekannt, wurde aber bis ins 19. Jahrhundert aus Aberglauben gemieden. So befürchteten Einwohner von Capri, die Insel sei von Sirenen oder Hexen bewohnt. Erst der deutsche Dichter August Kopisch löste in den 1820er Jahren einen Touristen-Boom aus – der bis heute anhält. Urlauber sollten sich deswegen auf große Gesellschaft und längere Wartezeiten vor der Grotte einstellen.

Besuchszeit: 9.00 bis 17.00 Uhr

Eintritt: 4 Euro, mit Motorboot 13 Euro, mit Ruderboot 8,50 Euro, Freier Eintritt für EU-Bürger unter 18 und über 65 Jahren, 50 Prozent Ermäßigung für EU-Bürger zwischen 18 und 25 Jahren. Mehr Infos hier.

Die Faraligioni

Die Faraglioni in der Bucht von Neapel vor Capri

Die Faraglioni in der Bucht von Neapel vor Capri
Foto: Getty Images

Die vier Faraglioni sind kegelförmige Felsformationen aus Kalkstein. Der „Faraglione di terra“ ist mit 109 Meter Höhe der größte; sein nördlicher Rand beginnt nur etwa 20 Meter von der Inselküste entfernt. In 100 Metern Abstand folgt der „Faraglione di mezzo“, der 81 Meter hoch ist und auf Meereshöhe einen natürlichen Tunnel von 60 Metern Länge besitzt, der mit kleineren Booten durchfahren werden kann. Der „Faraglione di fuori“ ganz im Süden ist vom mittleren Felsen lediglich durch 20 Meter Wasser getrennt und 104 Meter hoch.

Etwa 200 Meter östlich des größten Faraglione, in Richtung der „Bocca Piccola“, der Kleinen Mündung des Golfs von Neapel, ragt ein vierter, kleinerer Felsen aus dem Meer, der „Scoglio del Monacone“. Übersetzt heißt er Einsiedler-Klippe – wegen der Lage abseits der Dreiergruppe.

Die Via Krupp

Die Via Krupp schlängelt sich den Berg hinab

Die Via Krupp schlängelt sich den Berg hinab
Foto: Getty Images

Die Via Krupp (übersetzt: Krupp-Straße) liegt an der Südküste und ist ein historischer Serpentinenpfad, der in den Steilhang des Monte Castiglione gehauen wurde. Er ist 1346 Meter lang, lediglich 3 Meter breit und nur für Fußgänger zugänglich. Mitte der 70er Jahre wurde die Straße wegen Steinschlaggefahr geschlossen und kann erst seit 2008, nach einer sieben Millionen Euro teuren Sanierung, wieder begangen werden.

Ihren Namen hat die Via Krupp von dem deutschen Industriellen Friedrich Alfred Krupp, Erbe des Kruppstahl-Erfinders. Der jüngere Krupp hielt sich regelmäßig auf Capri auf und ließ von 1900 bis 1902 die, erst deutlich später nach ihm benannte, Via Krupp bauen. Mit der Straße wollte er schneller vom hoch gelegenen Hotel Quisiana zur südlichen Anlegestelle Marina Piccola gelangen. Leider starb Krupp kurz nach der Fertigstellung im November 1902.

Man erreicht die Via Krupp von der Piazza Umberto I. aus zu Fuß in etwa 15 Minuten über die Via V. Emanuele, Via F. Serena und Via Matteotti. Tipp: Die Straße führt entlang der ebenfalls sehenswerten Gärten Augustus, die jeden Tag vom 1. März bis 15. November von 9.00 bis 19.30 Uhr geöffnet sind. Der Eintritt ist für Kinder bis 12 kostenlos, alle anderen zahlen 1 Euro. Mehr Infos hier.

Der Monte Solaro

Blick vom Sessellift zum Monte Solaro

Blick vom Sessellift zum Monte Solaro
Foto: Getty Images

Den vermutlich spektakulärsten Blick auf Capri hat man von der Spitze des Bergs Monte Solaro. Auf einer Höhe von 589 Metern schaut man nicht nur auf die Insel, sondern auch auf den Golf von Neapel und Salerno bis nach Ischia. Hinauf geht es entweder zu Fuss von der Via Capodimonte über die Via Monte Solaro und den direkt folgenden Weg entlang oder für alle Wander-Faulen mit einem, zugegebenermaßen etwas in die Jahre gekommenen, Sessellift von der Piazza Vittoria aus. Den Abstieg kann man einfacher zu Fuß bewältigen, er dauert circa eine Stunde.

Der Ort Capri

Auf der Piazza Umberto I, auch „kleiner Platz“ genannt, treffen sich Capresen und Touristen um ins Nachtleben der Insel zu starten

Auf der Piazza Umberto I, auch „kleiner Platz“ genannt, treffen sich Capresen und Touristen um ins Nachtleben der Insel zu starten
Foto: Getty Images

Zentrum von Capri ist die Piazza Umberto I, auch Piazetta di Capri genannt. Von hier aus nördlich befindet sich das älteste Viertel von Capri, das sich um die kleine Kirche S. Maria delle Grazie (11. Jahrhundert) herum entwickelte. Von der Kirche aus kann man den Straßen Via Listrieri (Engpässe), Via Li Curti, Via Parroco Canale, Via Le Botteghe und Via Longano folgen, die entlang der Stadtmauer aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. führen.

In Capri selbst sollte man sich auf keinen Fall das Nachtleben entgehen lassen. Gönnen Sie sich ruhig einen eisgekühlten Limoncello und frönen Sie dem „Dolcefarniente“ – dem süßen Nichtstun.

Beste Reisezeit: April bis November. Von Dezember bis Januar regnet es sehr häufig, Februar ist der kälteste Monat.

 

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