19. Dezember 2025, 16:53 Uhr | Lesezeit: 8 Minuten
Paris – ein Sinnbild für urbane Eleganz und für viele die schönste Stadt der Welt. Von belebten Boulevards wie der Avenue des Champs Élysées mit zahlreichen Boutiquen, Cafés und Restaurants bis zu verwinkelten Gassen mit Fußgängerzonen kann man sich nur in die Haussmannsche Architektur verlieben. Dabei stets im Blickfeld: die ikonischen Wahrzeichen, zu denen Eiffelturm, Arc de Triomphe und Sacré-Cœur zählen. Sie planen einen Trip in die Modehauptstadt? Hier folgen die wichtigsten Dinge, die man bei einem Trip in Paris vermeiden sollte. Bon voyage!
Einmal „La vie en rose“ live erleben – davon träumen viele. Entlang der Seine erstreckt sich Frankreichs Hauptstadt mit ihren 16 Arrondissements in einem einzigartigen Charme. Paris wird oft mit zwei Namensgebungen verbunden: der „Stadt des Lichts“ aufgrund ihrer Rolle zu Aufklärungszeiten und früher Straßenbeleuchtung – und auch als die „Stadt der Liebe“ wegen ihrer romantischen Atmosphäre. Wer in der stilbewussten Metropole einen Städtetrip plant, sollte jedoch einige Dinge beachten, um einen reibungslosen Aufenthalt zu genießen. Unsere Autorin Delia lebte selbst in Paris und weiß, worauf es für die perfekte Zeit ankommt. Hier kommen acht Dinge, die man in Paris besser vermeiden sollte.
Übersicht
1. Jede Strecke mit Métro fahren
Wer in Paris nur Métro fährt, verpasst den besten Part: Die atemberaubende Schönheit der Stadt erlebt man nämlich am besten zu Fuß. Hier gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken und ein Blickfang reiht sich an den nächsten. Die meisten berühmten Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem per Spaziergang erreichen – und den Métro-Stress spart man sich zusätzlich. Ein Beispiel: Der Fußweg vom Arc de Triomphe zum Eiffelturm beträgt gerade einmal 30 Minuten – und führt entlang der malerischen Seine. Auch Abstecher zum „Palais de Tokyo“, „Musée Yves Saint Laurent“ oder „Hôtel des Invalides“ sind unterwegs möglich.
Paris ist erstaunlicherweise kleiner, als viele denken: Im Vergleich zu Paris ist Berlin ungefähr stolze neunmal größer – London zählt sogar eine rund 15 Mal größere Fläche! Ähnlich groß wie Paris ist beispielsweise Heidelberg – und sogar das ist ein wenig größer. Paris selbst wird allerdings ohne Vororte gezählt – „Île-de-France“ ist die Region in Nordfrankreich, die größtenteils mit dem Ballungsraum von Paris identisch ist und einen deutlich größeren Raum vorweist als Paris selbst.
2. Im Restaurant für Wasser bezahlen
In Paris und Frankreich allgemein muss man für Wasser in Restaurants und Cafés nicht bezahlen – sofern man sich mit Leitungswasser zufrieden gibt. Denn das gibt es en masse: Man bestellt einfach eine „carafe d’eau“ und erhält eine Wasserflasche, die auch gerne wieder aufgefüllt wird. Ich empfinde das als wahnsinnig sinnvoll, da man sich so Geld für teure Getränke spart. In Deutschland wird man aus Erfahrung eher komisch angeschaut, sobald man nach (auch nur einem Glas) Leitungswasser fragt. Die Kultur in Frankreich ist einfach etwas anders.
3. Unachtsam mit Wertsachen sein
Attention: Paris ist Hochburg für Taschendiebe. Das mussten meine Freunde, die mich besuchten, und auch ich selbst schon am eigenen Leib erfahren. Hierbei kommt es teils auch etwas auf die Region in Paris an, in der man sich aufhält – grundsätzlich sollte man aber immer aufmerksam sein. Der Norden von Paris – die 17., 18. und 19. Arrondissements – sind dabei besonders gefährlich, da es hier sehr dicht besiedelte Viertel mit geringerem Einkommen, informellem Handel und gelegentlich problematischen Ecken gibt.
Aber auch in den typischen Touristengegenden in Paris, gerade rund um den Eiffelturm, lauert es nur so an Taschendieben. Teilweise sprechen sie einen auch an und wollen etwas verkaufen oder zu Unterschriften drängen, während ein Komplize einem das Handy oder die Tasche klaut. Besonders in den öffentlichen Verkehrsmitteln sollte man wachsam sein – hier habe ich ebenfalls schon Taschendiebe erlebt. Ob Métro oder RER, man sollte stets auf der Hut sein. Und wichtig in Restaurants und Cafés: die Tasche nicht hinter sich um den Stuhl hängen! Nicht mit Vorsicht auf seine Wertsachen zu achten, gehört also mit zu den wichtigsten Dingen, die man in Paris unbedingt vermeiden sollte.
4. Nur die typischen Sehenswürdigkeiten abhaken
Wer seinen Besuch in Paris plant, sollte dabei nicht nur auf die berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt setzen. Versteckte Schönheiten und regelmäßige „Wow“-Momente gibt es überall. Wer neben dem Eiffelturm und dem Louvre auch auf etwas weniger bekannte Sehenswürdigkeiten setzt, kann außerdem großen Menschenmassen und langen Warteschlangen entkommen. Museen und Ausstellungen in Paris haben den Vorteil, dass sie häufig für Personen unter 26 Jahren freien Eintritt haben. Hier sind einige Geheimtipps für Pariser Orte und Sehenswürdigkeiten für den nächsten Städtetrip:
- Petit Palais
- Jardin des Tuileries
- Musée des Arts Décoratifs
- Parc des Buttes-Chaumont
- Musée Rodin
5. Kein Wort Französisch sprechen
Oui, oui: Es ist nicht nur ein Klischee, sondern trifft gerade in Frankreichs Hauptstadt zu. Vermeiden Sie es, davon auszugehen, dass Ihnen in Paris mit perfektem Englisch begegnet wird, wie man es sonst von einigen anderen europäischen Ländern gewohnt ist. Die Franzosen sprechen nicht gerne bzw. gut Englisch – und erwarten oft, dass man sich als Tourist zumindest etwas der französischen Sprache bedienen kann. Leider reicht oft auch das nicht aus – denn bei der Aussprache sind sie sehr eigen und verstehen oft schon einfache Aussagen wie „Bonjour“ oder „Un croissant, s’il vous plaît“ nicht, wenn man sie mit ausländischem Akzent ausspricht. Dennoch ist die bessere Variante, es wenigstens zu versuchen – oder höflich zu fragen: „Parlez-vous anglais?“ („Sprechen Sie Englisch?“).
6. Viel Geld für Stadtblick ausgeben
Für den perfekten Blick über die „Stadt des Lichts“ auf den Eiffelturm oder Arc de Triomphe mit teuren Tickets? Nein danke – zumal man auch die Sehenswürdigkeit selbst dann logischerweise nicht mehr sieht. Eine kostenfreie Alternative, die allerdings längst keinen Geheimtipp mehr darstellt, ist die Terrasse des Einkaufszentrums „Galeries Lafayette Haussmann“. Hier fährt man einfach mit den Rolltreppen hoch und hat einen spektakulären Ausblick über die besondere Pariser Haussmann-Architektur mit Opéra Garnier, Eiffelturm und sogar Sacré-Cœur in der Ferne. Auch das daneben gelegene „Printemps Haussmann“ hat ein Rooftop mit Ausblick und einer Bar. Der Sacré-Cœur in Montmartre bietet ebenfalls einen sehenswerten Ausblick über die Pariser Dächer mit dem „Tour Montparnasse“, der Kuppel von „Les Invalides“ und dem „Centre Pompidou“. Hier kann man sich entspannt auf den Treppen niederlassen und den Sonnenuntergang genießen, nachdem man die Stufen nach oben erklommen hat.
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7. Mit dem Auto fahren
Paris ist nicht wirklich auf viel Autoverkehr ausgelegt – die kleinen Straßen, unruhigen Menschenmassen und wenigen Parkplätze machen das Erlebnis mit Autos hier geradezu unerträglich. Der Verkehr kann schon einmal sehr chaotisch werden – wer den berühmten Kreisverkehr um den Arc de Triomphe kennt, weiß, wovon ich spreche. Hier machen die Fahrer ihre eigenen Regeln. Bereits kurze Strecken können sich mit dem Auto erheblich in die Länge ziehen. Besonders rund um die Seine oder in der Nähe großer Sehenswürdigkeiten steht der Verkehr regelmäßig still. Innerhalb der Innenstadt ist man daher deutlich schneller mit der Métro oder zu Fuß. Zudem gelten in Paris strenge Umweltzonen, die Fahrzeuge ohne gültige „Crit’Air“-Plakette aus vielen Bereichen ausschließen. Wer die Regeln nicht kennt, riskiert Bußgelder – ein weiterer Grund, lieber auf das Auto zu verzichten.
8. Beim Gehen essen
Klingt zunächst seltsam, doch etwas Wahrheit steckt drin. Wie schon erwähnt, geht es in Paris stilbewusst und elegant zu – flanieren tut man also am besten in Cafés und Restaurants oder zu Hause. Während meiner Zeit in Paris habe ich das konsequent ignoriert – und bin fast täglich mit Croissant oder Baguette durch die Straßen stolziert. Bis mir jemand sagte, dass dies eigentlich sonst niemand in Paris machen würde (außer vielleicht Touristen). Und dann fiel es mir schlagartig auf: Tatsächlich sah ich niemanden sonst essend während des Laufens.
Da die Pariser ohnehin sehr auf ihre Figur achten, halten sie das schnelle Essen zwischendurch für unangebracht. Es könnte aber auch mit der Hektik in der Stadt zu tun haben – denn hier ist jeder oft gestresst unterwegs und eher auf das Rennen von einem zum nächsten Termin fokussiert. Vielleicht vermeiden Sie es für Ihren nächsten Städtetrip nach Paris auch und setzen sich lieber entspannt hin – vielleicht ist das frische Croissant aus der Bäckerei auch zu verlockend, um zu warten.