24. März 2026, 15:02 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Für viele Urlauber gehört sie zu den spektakulärsten Routen der Alpen – doch wer in den kommenden Jahren eine Fahrt über die Silvretta-Hochalpenstraße plant, muss umdenken. Die beliebte Panoramastraße bleibt noch lange unpassierbar. Der Grund dafür liegt tief im Gebirge – und die Arbeiten werden sich über Jahre hinziehen.
Die Silvretta-Hochalpenstraße verbindet den Ort Partenen in Vorarlberg mit Galtür in Tirol. Auf einer Strecke von 22,3 Kilometern führt sie über rund 1000 Höhenmeter hinauf zur Bielerhöhe auf 2032 Metern – mit insgesamt 32 engen Kurven.
Zwar spielt die Strecke für die klassische Anreise in den Urlaub eine eher untergeordnete Rolle und ist ohnehin nur im Sommer geöffnet. Dennoch zählt sie zu den bekanntesten Alpenstraßen Österreichs. Besonders Motorradfahrer, Oldtimer-Fans und Ausflügler schätzen die kurvenreiche Strecke und die Ausblicke, etwa auf den 3312 Meter hohen Piz Buin. Zudem dient die Straße als Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen.
Hunderttausende Besucher pro Jahr
In den Sommermonaten nutzen laut einem Bericht von BILD rund 400.000 Menschen die Hochalpenstraße. Doch bereits seit 2024 ist die Strecke nicht mehr befahrbar. Auslöser waren Erdrutsche, weitere Murenabgänge sorgten dafür, dass die Sperrung auch im vergangenen Jahr bestehen blieb.
Der Betreiber illwerke vkw plant nun umfangreiche Maßnahmen, um die Straße langfristig zu sichern. Dazu erklärte das Unternehmen: „Nun ist geplant, die Silvretta-Hochalpenstraße in den nächsten Jahren umfassend abzusichern.“
Die Bauarbeiten sind komplex und werden sich über mehrere Jahre erstrecken. Eine schnelle Wiedereröffnung ist daher ausgeschlossen. Konkret heißt es: „Nach Umsetzung der Bauarbeiten in drei Bausaisonen 2027 bis 2029 könnte im Sommer 2030 die Silvretta-Hochalpenstraße wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben werden“.
Damit bleibt die bekannte Alpenroute für mehrere weitere Sommer geschlossen – mit Auswirkungen vor allem für Ausflügler und Touristen, die die Strecke bislang als landschaftliches Highlight genutzt haben.