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Wird Mallorca-Urlaub teurer?

Bis zu 15 Euro pro Nacht! Touristensteuer auf den Balearen soll deutlich steigen

Touristensteuer Balearen
Balearische Inseln wie Mallorca kämpfen mit Touristenmassen Foto: Getty Images
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Katharina Regenthal
Redakteurin TRAVELBOOK

29. Oktober 2025, 14:21 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Urlaub auf den Balearen könnte im kommenden Jahr deutlich teurer werden. Denn die Forderungen nach einer Erhöhung der Touristensteuer werden immer lauter. Welche Kosten auf Urlauber zukommen könnten, erfahren Sie hier.

Um den Touristenansturm auf die Balearischen Inseln wie Mallorca, Ibiza und Co. besser regulieren zu können, fordert die größte Gewerkschaft Spaniens, die CCOO, eine Erhöhung der Kurtaxe. Bisher zahlen Urlauber je nach Art der Unterkunft und Saison einen kleinen Betrag pro Person und pro Nacht. Für ein Vier- oder Fünf-Sterne-Hotel sind das aktuell etwa vier Euro in der Hauptsaison. Für Ein- bis Drei-Sterne-Hotels werden in der Regel zwei Euro pro Person und pro Nacht fällig.

Die spanische Gewerkschaft fordert jetzt allerdings eine deutliche Erhöhung – die den Mallorca-Urlaub um einiges teurer machen könnte. Denn ihr Vorschlag lautet: Während der Hauptsaison soll im Juli und August die Touristensteuer auf stolze 15 Euro pro Person und pro Nacht angehoben werden. Für ein Paar würden bei sieben Übernachtungen dann noch einmal 210 Euro allein für Kurtaxe obendrauf kommen.

Erhöhung soll Touristen abschrecken

Gegenüber der balearischen Zeitung „Ultima Hora“ erklärte der Generalsekretär der CCOO, José Luís García, dass mit der Erhöhung nicht die Einnahmen gesteigert werden sollen. Vielmehr solle es eine Abschreckung sein und verdeutlichen, dass die Balearen während der Hochsaison keinen Platz für weitere Besucher haben.

Der Vorschlag sieht vor, dass die 15 Euro so lange erhoben werden, bis die jährliche Besucherzahl unter 14 oder 15 Millionen sinkt. Die Gewerkschaft ist sich allerdings auch bewusst, dass die Erhöhung der Touristensteuer nicht automatisch dazu führen muss, dass weniger Urlauber kommen. Die zusätzlichen Einnahmen sollen jedoch den Einheimischen zugutekommen. Sie sollen etwa in die Verbesserung von Arbeitsbedingungen und der Berufsausbildung sowie in den Wohnungsbau gesteckt werden.

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Proteste der Anwohner nehmen zu

Hintergrund der Forderungen der Gewerkschaft sind zunehmende Proteste von Anwohnern auf den Balearen, insbesondere auf Mallorca. Immer wieder sorgen Anti-Tourismus-Demonstrationen für Schlagzeilen. Um die Touristenströme besser steuern zu können, fordert die Gewerkschaft auch einen Baustopp für neue Ferienunterkünfte. Stattdessen sollen veraltete Hotelanlagen erneuert werden. Laut García reiche es nicht, die Nachfrage einzudämpfen, um die Überfüllung im Sommer zu reduzieren. Man müsse auch das Angebot anpassen.

Auch mit dem ökologischen Zustand der Inseln beschäftigt sich die Gewerkschaft. Damit sich dieser nicht weiter verschlechtert, fordert die CCOO, die Anzahl der Kreuzfahrtschiffe zu reduzieren und auch die Flüge während der Hochsaison zu begrenzen. Zur Nebensaison sollen wiederum mehr Flieger abheben, um die Touristenzahlen auszugleichen.

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