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15 Dinge, die man auf Mallorca vermeiden sollte

Rauchen, Saufen, FKK ...

15 Dinge, die man auf Mallorca nicht machen sollte

Wer in Mallorca unterwegs ist, muss auf einiges achten, sonst droht Ärger mit der Polizei
Wer in Mallorca unterwegs ist, muss auf einiges achten, sonst droht Ärger mit der PolizeiFoto: Getty Images

Rauchen, zu nackt oder zu betrunken sein – wussten Sie, was auf Mallorca inzwischen alles eingeschränkt oder verboten ist? Nein? Dann könnte die folgende Liste Ihnen dabei helfen, sich auf einen entspannten, weil sich aller Verbote bewussten, Urlaub auf der Lieblingsinsel der Deutschen vorzubereiten.

Mallorca gilt mithin als das 17. deutsche Bundesland. Millionen Deutsche verbringen jedes Jahr ihren Urlaub dort oder sind nach „Malle“ ausgewandert. Viele Deutsche hegen überaus heimische Gefühle für die Balearen-Insel. Doch die ist aktuell stark im Wandel – oder versucht es zu sein. Denn: Mallorca will weg vom Sauftouristen-Image hin zu einem eleganteren Klientel mit besserem Benehmen. In der Folge gibt es inzwischen diverse Dinge, die Urlauber auf Mallorca am besten nicht machen sollten. Neben wunderschönen Dingen, die es nicht zu verpassen gilt, enthält die folgende Liste besonders Dinge, die unerwünscht oder sogar strafbar sind.

Diese Dinge sollten Sie auf Mallorca am besten nicht machen

1. Rauchen

Raucherin
Raucher haben es auf Mallorca nicht mehr ganz so leicht, ein geeignetes Plätzchen zu finden – selbst in Restaurants und Co. ist Rauchen verbotenFoto: Getty Images

Für Raucher wird der Raum auf Mallorca immer enger. Das Rauchverbot auf Restaurant- und Barterrassen, das ursprünglich wegen der Corona-Pandemie verhängt wurde, wird auf Mallorca weiter beibehalten. Und nicht nur das. Spanien arbeitet aktuell an einem Anti-Rauch-Gesetz, das Ende 2022 verabschiedet und 2023 in Kraft treten soll. Das soll das Rauchen in dem Land und auf den Inseln generell einschränken und so die Zahl der Raucher reduzieren. Mallorca will laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland dann voraussichtlich das Rauchen auf Freischankflächen verbieten. Bereits jetzt gibt es neben dem Rauchverbot auf Terrassen auch Strände, an denen nicht mehr gequalmt werden darf. Allerdings handelt es sich auf der Balearen-Insel dabei eher um eine Empfehlung als ein Verbot. Eine Geldstrafe wird nicht erhoben.

2. Zigarettenkippen und Kaugummis auf die Straße werfen

… anders sieht es hingegen bei den Zigarettenkippen aus. Die dürfen auf Mallorca nicht mehr auf die Straße geworfen werden. Tun Sie es doch, müssen Sie mit einer Geldstrafe von 50 bis 200 Euro rechnen. Übrigens: Auch Kaugummis-auf-die-Straße-spucken wird geahndet.

3. Zu wenig anhaben

Nackt oder oben ohne am Strand liegen ist seit 2014 auf Mallorca tabu. Zwar gibt es noch einige Orte für FKK-Fans auf der Baleareninsel, aber an fast allen Stränden gilt: bitte bekleidet. Auch abseits des Strands sollte man sich angemessen kleiden: Wer etwa nur in Bikini oder Badehose durch die Innenstadt läuft, muss mit 50 bis 200 Euro Bußgeld rechnen. In Magaluf liegen die Strafen sogar noch höher (TRAVELBOOK berichtete). Außerdem darf man barfuß nicht mehr ins Lokal und beim Feiern muss der Oberkörper bedeckt bleiben. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf Tätowierungen gelegt: Trägt jemand Tattoos mit rassistischen oder rechtsradikalen Symbolen, muss der Betreffende draußen bleiben.

4. Das Falsche anhaben

In einigen Lokalen auf der Insel geht der Dresscode sogar noch weiter. Da wird nicht nur Nacktheit boykottiert, sondern auch unelegante Kleidung. So sind etwa im „El Chiringuito Beach House“, „Bonito Kitchen & Cocktails“, „Upper Mallorca“ und acht weiteren Lokalen trägerlose Tops, Fußballtrikots und T‑Shirts, die für bestimmte Lokale werben, verboten. Ebenso kann auch wegen eines auffälligen Accessoires, wie etwa einem im Dunkeln leuchtenden Hut, der Einlass verwehrt werden. Gleiches gilt für Kostüme. Und auch Handtücher mit anzüglichen Bildern sind auf der Insel nicht mehr gern gesehen.

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5. Sich besaufen

Alkoholleichen am Ballermann gehören der Vergangenheit an – so will es zumindest die Inselregierung und greift hart durch. Wer fortan betrunken und eventuell sogar auffällig wird, riskiert ein saftiges Bußgeld in Höhe von bis zu 3000 Euro.

All-Inclusive-Hotels dürfen bereits seit zwei Jahren nicht mehr unbegrenzt Alkohol ausschenken und das Trinken ist ohnehin nur noch in Lokalen erlaubt. Am Strand und auf der Straße ist Alkohol mittlerweile tabu. 

Betrunkener Mann am Strand in Palma de Mallorca
Saufgelage wie diese sind in Palma tabuFoto: dpa picture alliance

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6. Wildpinkeln

200 bis 400 Euro Geldstrafe werden fällig. Laut einem Bericht von BILD.de muss sogar bis zu 1500 Euro Strafe zahlen, wer am Strand, in den Dünen oder im Wasser pinkelt.

7. Hunde mit an den Strand nehmen

Mallorca zählt nicht unbedingt zu den hundefreundlichsten Gegenden Spaniens. An den allermeisten Stränden stehen Schilder mit der Aufschrift „No Perro“ (z. Dt. „Kein Hund“). Wer sich nicht an das Verbot hält und seinen vierbeinigen Liebling trotzdem mitbringt, riskiert eine saftige Geldstrafe. An nur fünf Stränden auf der gesamten Baleareninsel sind Hunde ganzjährig erlaubt: Am Strand von Alcanada im Norden, an der Cala Blanca zwischen Camp de Mar und Andratx, in Es Carnatge in Palma, am Llenaire-Strand in Pollenҫa und am Felsstrand von Na Patana bei Ca’n Picafort. Dazu kommen einige weitere Strände, an denen sich Hunde zumindest im Winterhalbjahr vom 1. November bis 31. März austoben können.

8. Italienisch essen gehen

Wer Lust auf eine gute Pizza oder richtig leckere Pasta hat, kann auf Mallorca lange suchen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sollte man auf der Insel italienische Restaurants besser meiden – auch wenn „Original Italienisch“ dran steht. Meistens stehen dort doch Spanier am Herd. Und mal ehrlich: Wer in Spanien ist, sollte ohnehin besser bei der Landesküche bleiben, die schließlich auch zahlreiche Leckereien wie Paella, Tapas, Fisch- und Fleischgerichte bietet.

9. Nur an einem Ort bleiben

Klar, manchmal braucht man einfach einen reinen Badeurlaub, bei dem man einfach nur relaxen will. Wer aber ein bisschen mehr Zeit und vielleicht sogar ein Auto gemietet hat, sollte unbedingt die Insel erkunden. Mallorca ist nämlich viel facettenreicher, als viele wissen. Da ist der bergige Norden mit wunderbaren Wanderstrecken, der ruhige Süden mit traumhaften Buchten und romantischen Fischerdörfern, der vielfältige Osten, der von allem etwas bietet, und nicht zu vergessen: die Inselmitte, wo noch echtes mallorquinisches Leben stattfindet. Finden Sie hier heraus, welcher Insel-Teil am besten zu Ihnen passt!

Deià auf Mallorca
Traumhaft schön: das Dorf Deià an der NordwestküsteFoto: Getty Images

10. Sich die Inselhauptstadt entgehen lassen

Wer nach Mallorca reist, sollte zumindest auch einmal nach Palma fahren und sich durch die Altstadt mit ihren engen Gassen, schönen Plätzen und beeindruckenden Gebäuden aus verschiedenen Epochen treiben lassen. Auch einen Besuch der weithin sichtbaren Kathedrale La Seu sollte man nicht verpassen, und Shopping-Fans kommen in Palma ebenfalls auf ihre Kosten. Tipp für Gourmets: der sehenswerte Streetfood-Markt San Juan, der allerlei Köstlichkeiten bietet – sogar gute Pizza!

11. Das Viertel Son Banya i Palma besuchen

Einen großen Bogen machen sollten Palma-Besucher dagegen um das Viertel Son Banya. Der Stadtteil nahe des Flughafens gilt als Drogenumschlagplatz und Heimat von Dealern und sonstigen Kriminellen. Sogar die Polizei betritt das Viertel nicht mehr, schreibt die „Welt“.

12. Viel Geld dabei haben

Auch wenn man Son Banya mit seinen düsteren Gestalten meidet – zu viel Bargeld sollte man generell nicht dabei haben, vor allem nicht in den Vergnügungsvierteln von Palma oder in S’Arenal. Hier sind Taschendiebe unterwegs, die es insbesondere auf Betrunkene angesehen haben (die es trotz aller Verbote weiterhin gibt).

13. Trotz roter Fahne ins Meer gehen

Wenn die rote Fahne weht, hat das einen Grund: Aufgrund hoher Wellen oder tückischer Strömungen ist das Baden einfach zu gefährlich. Wer sich auf Mallorca an das absolute Badeverbot nicht hält, riskiert sein Leben – und eine hohe Geldstrafe: Die Nichtbeachtung der roten Flagge kostet bis 3.000 Euro.

Rote Fahne am Strand
Die rote Fahne zu ignorieren ist gar keine gute IdeeFoto: Getty Images

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14. Einfach Deutsch sprechen

Auch wenn – vor allem in den größeren Ferienzentren – viele Mallorquiner Deutsch sprechen: Es ist unhöflich, einfach in der eigenen Sprache draufloszuquasseln. Wenigstens ein „¡Hola!“ (z. Dt. „Hallo“)  oder „¡Buenas tardes!“  („Guten Tag“) als Begrüßung sind angebracht, und dann kann man nett nachfragen, ob das Gegenüber Deutsch oder Englisch spricht.

15. Nicht rechtzeitig am Flughafen sein

Mallorca ist zwar keine besonders große Insel – aber der Flughafen Aeropuerto de Son San Juan ist weitaus größer, als viele denken. Nach Madrid und Barcelona ist er sogar der drittgrößte Flughafen Spaniens. Rund 23 Millionen Passagiere landen hier jedes Jahr – Tendenz steigend. Beim Rückflug sollte man unbedingt genug Zeit einplanen, denn die Wege zwischen den Terminals sind lang.

„Alles beim Alten“ – Kommentar zur aktuellen Lage auf Mallorca


Ich war Mitte September für ein verlängertes Wochenende mit Freundinnen auf Mallorca und vor allem am Ballermann unterwegs. Generell würde ich sagen, es ist etwas ruhiger geworden – das letzte Mal war ich Anfang der 2000er Jahre auf der Insel. Aber am Megapark, in der Schinken- und Bierstraße ist alles beim Alten. Es gibt keine Corona-Tests oder Masken – die Hälfte meiner Zehner-Mädels-Truppe hatte nach dem Urlaub Corona. Man darf zwar weder drinnen noch am Strand oder auf Terrassen rauchen, aber viele machen es heimlich oder stehen einfach irgendwo dazwischen. Am Ballermann rauchen alle! Auf der Promenade stehen überall Mülleimer mit entsprechenden Flächen, auf denen man seine Zigaretten ausdrücken kann.

Es gibt tatsächlich weniger Kostüme und Hüte und man kommt in Badesachen nirgendwo mehr rein – nicht mal in die Strandbars. Aber es laufen weiterhin alle barfuß herum und auch Frauen, die sich oben ohne sonnen, sieht man überall. Da wundert es kaum, dass auch Sangria weiter in 0,5 Liter-Bechern am Strand verkauft wird. Es scheint keinen zu interessieren. An unserem verlängerten Wochenende haben wir keine einzige Kontrolle gesehen.

Franka Kruse-Gering, Redakteurin myHomebook

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