18. September 2025, 17:02 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Wie sich Reisende schützen können
Reisende nach Norditalien sollten jetzt einige Vorkehrungen vornehmen, um sich gegen das Chikungunya-Virus, welches durch Mückenstiche übertragen wird, zu schützen. Das Zentrum für Reisemedizin (CRM) empfiehlt, lange und helle Kleidung zu tragen – im Idealfall zusätzlich imprägniert. Ebenfalls wirksam sind Mückenschutzmittel mit einem Wirkstoffgehalt von mindestens 30 Prozent DEET (Diethyltoluamid). Darüber hinaus bieten Moskitonetze an Fenstern, Türen und über dem Bett zusätzlichen Schutz.
Impfung gegen Chikungunya-Virus verfügbar
Eine Impfung gegen Chikungunya existiert bereits. Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht eine Empfehlung u. a. für Personen ab zwölf Jahren aus, die in Regionen reisen, in denen es zu Chikungunya-Ausbrüchen kommt.
Wer unsicher ist, ob eine Impfung sinnvoll ist, sollte sich frühzeitig vor der Reise medizinisch beraten lassen. Auch das Auswärtige Amt verweist auf die Schutzmöglichkeit und rät dazu, sich bei der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt zu informieren.
Auch interessant: Wie man sich gegen das West-Nil-Fieber schützt
8000 Fälle in einer Woche! Costa Rica warnt vor Dengue-Fieber
Welche Impfungen brauche ich für eine Reise nach Costa Rica?
Symptome und Krankheitsverlauf des Chikungunya-Virus
Typische Anzeichen einer Infektion sind plötzlich auftretendes Fieber und starke Gelenkschmerzen. Häufig treten zusätzlich Hautausschläge, Schüttelfrost und Kopfschmerzen auf. Die Gelenkbeschwerden können Wochen, Monate oder sogar Jahre anhalten. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts verlaufen Erkrankungen nur selten schwer – vor allem ältere Menschen oder Personen mit schweren Vorerkrankungen sind stärker gefährdet.
Chikungunya in Europa und weltweit
In tropischen und subtropischen Regionen gehört das Virus zum endemischen Krankheitsgeschehen und tritt dort regelmäßig auf. In Europa ist es zwar nicht dauerhaft verbreitet, dennoch werden immer wieder Infektionen registriert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuletzt vor einer globalen Ausbreitung des Virus gewarnt.
Mit Material von dpa