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Von 70 Euro bis 880 Euro

„Stiftung Warentest“ untersucht Koffer – drei Modelle mangelhaft

Stiftung Warentest testet Koffer
Nur ein Hartschalenkoffer schnitt im Test „gut“ ab (Symbolbild)Foto: Getty Images

Man hatte bei der Planung des Tests gehofft, dass aktuell wieder Reisen möglich wären. Das ist zwar nur zum Teil der Fall, der große Koffer-Check von „Stiftung Warentest“ ist dennoch nun veröffentlicht geworden. Getestet wurden Modelle in verschiedenen Preisklassen mit dem Ergebnis: Sieben Koffer schneiden „gut“ ab, drei jedoch „mangelhaft“. Die Details.

Insgesamt untersuchte „Stiftung Warentest“ 18 große Koffer. Darunter waren sieben Hartschalenkoffer, sieben Weichschalenkoffer sowie vier zweiräd­rige Roll­reisetaschen. Die meisten Modelle fassen laut „Stiftung Warentest“ rund 100 Liter und eignen sich somit auch für einen dreiwöchigen Urlaub. Dabei wurden sowohl günstige Koffer um die 70 Euro als auch Luxus-Hart­schalenkoffer für 880 Euro getestet.

Im Test wurden die Koffer genau untersucht und jeweils aus einem Meter Höhe auf eine Stahlplatte mit PVC-Belag fallen gelassen. Hier zeigten vor allem die Hartschalenkoffer Schwachstellen. Außerdem kreierte „Stiftung Warentest“ für die Koffer ein Laufband mit „Holperleisten“, bei dem vor allem die Rollen und Griffe auf ihre Festigkeit untersucht wurden. Hier machten zunächst nach sechs bis sieben Kilometern die Rollen einiger Weichschalenkoffer schlapp, bei mehreren Hartschalenkoffern brach bei einem Kilometer mehr sogar das Gehäuse.

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„Stiftung Warentest“ entdeckt Schadstoffe in drei Koffern

Im Allgemeinen schnitten die Hartschalenkoffer eher schlecht ab, lediglich der Rimowa-Koffer für fast 880 Euro ist laut „Stiftung Warentest“ „gut“. Drei Modelle der Weichschalenkoffer landen in dieser Kategorie, der Beste kostet 289 Euro. Bei den untersuchten Reisetaschen werden ebenfalls drei als „gut“ bewertet. Sie punkten vor allem bei den oben beschriebenen Haltbarkeitstests mit ihrer Robustheit.

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Achtung: Bei den Untersuchungen wiesen zwei Weichschalenkoffer und eine Reisetasche zu hohe Schadstoffmengen auf und gelten daher als „mangelhaft“. Betroffen waren Modelle der Firmen Stratic, Titan Nonstop und Thule. Die Schadstoffe aus der Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) können laut „Stiftung Warentest“ teilweise Krebs erzeugen. In einem der Griffe sei zudem der Phthalat-Weichmacher DEHP enthalten, der die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könne. Bei diesen Koffern sollte man den Hautkontakt mit den Griffen vermeiden – sie sind also für den normalen Gebrauch ungeeignet.

Die Firma Stratic teilte laut „Stiftung Warentest“ bereits mit, dass Kunden die betroffenen Griffe voraus­sicht­lich ab Mai kostenfrei tauschen können. Kunden können ihre Koffer kostenlos einsenden oder bekommen einen Ersatzgriff zugeschickt.