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Tipps für das Naturschauspiel

Am 5. Dezember ist „Supermond“! Wo Sie ihn am besten sehen können

Supermond
In der Nacht zu Freitag wird der Vollmond besonders groß erscheinen. Das Phänomen nennt man auch „Supermond“. Foto: Getty Images
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Angelika Pickardt
Co-Redaktionsleiterin

2. Dezember 2025, 19:35 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (4. auf 5. Dezember) erscheint der Mond nicht nur perfekt rund, sondern auch besonders groß, weil er den erdnächsten Punkt seiner Bahn passiert. TRAVELBOOK erklärt, wie der „Supermond“ zustande kommt, wo in Deutschland er am besten zu sehen sein wird und wie die besten Fotos von dem Naturschauspiel gelingen.

Perigäum, so heißt der erdnächste Punkt, den der Mond bei seinem Umlauf um die Erde in der Nacht zu Freitag erreicht. Gleichzeitig ist Vollmond. Wenn der Erdtrabant dann besonders nahe am Horizont steht, erscheint er aufgrund einer Illusion noch größer und heller, als wenn er hoch am Himmel steht.

Das Besondere laut einem Bericht von BILD: Der letzte Vollmond des Jahres wird nicht nur besonders hell leuchten, sondern markiert auch das Finale einer seltenen Serie von drei aufeinanderfolgenden Supermonden. Doch damit nicht genug: Der sogenannte Julmond wird am 5. Dezember 2025 zudem von einer kleinen Gruppe von Planeten begleitet.

Supermond wirkt größer

„Während der Mond auf seiner elliptischen Umlaufbahn um die Erde wandert, schwankt sein Abstand zur Erde zwischen 406 000 und 356 000 Kilometern. Findet nun ein Vollmond in geringer Distanz zur Erde statt, bezeichnen ihn viele Menschen als ‚Supermond‘. Das trifft auch auf den diesjährigen ‚Julmond‘ zu, denn er ist nur 357 000 Kilometer von uns entfernt“, erklärt Dr. Björn Voss, Astrophysiker und Direktor des Planetarium Hamburg bei BILD.

Diese vergleichsweise geringe Distanz reicht laut dem Experten aus, damit der Mond für das menschliche Auge deutlich heller und etwas größer erscheint – allerdings seien die Unterschiede zum normalen Vollmond optisch nicht dramatisch.

„Für unsere Wahrnehmung des Mondes ist eher die Nähe zum Horizont als die Entfernung zu unserem Planeten ausschlaggebend. Befindet sich der Vollmond tief am Himmel, vergleicht unser Gehirn ihn unterbewusst mit anderen Objekten der Landschaft. Daher wirkt er in solchen Szenerien sehr eindrucksvoll. Das ist meist in den Sommermonaten der Fall“, so Dr. Voss.

Supermond

Kühleres Licht und Planetengesellschaft

Im Gegensatz zum vergangenen Supermond im November, der in einem wärmeren Ton erstrahlte, zeigt sich der Dezember-Mond in einem kühleren Licht. Das trägt zusätzlich zur besonderen Atmosphäre des nächtlichen Schauspiels bei.

Zudem wird der Julmond nicht allein am Firmament stehen: Er erhält Gesellschaft von mehreren Planeten, die ihn umgeben und das Himmelsbild noch faszinierender gestalten. Laut BILD kann man mit einem guten Teleskop Uranus als grünliche Scheibe in der Ferne erkennen. Zudem werden mit ein wenig Glück die sieben Schwestern und Jupiter zu sehen sein.

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Wann der Supermond zu sehen ist

Der letzte Supermond des Jahres erreicht seinen Höhepunkt in der Nacht vom 4. auf den 5. Dezember 2025. Der genaue Zeitpunkt des Vollmonds liegt bei 00:14 Uhr. Wer das Spektakel nicht verpassen möchte, sollte daher schon am Abend des 4. Dezembers den Himmel beobachten – bei klarem Wetter bietet sich die perfekte Gelegenheit, den strahlenden Julmond zu fotografieren. Am besten eignen sich natürlich besonders dunkle Orte mit wenig Lichtverschmutzung – etwa der dunkelste Ort Deutschlands in Brandenburg.

So gelingen Fotos vom Supermond

Für die Fotoausrüstung gilt: Eine Digitalkamera mit einem großen Zoomfaktor reicht schon aus. Aber auch heutige Smartphones können schon einiges. Noch besser sind eine System- oder Spiegelreflexkamera mit einem Teleobjektiv. Ein Stativ ist sinnvoll, damit das Bild nicht unscharf wird, aber nicht zwingend notwendig. Aufgrund der Entfernung benötigt man ein Objektiv mit einer langen Brennweite (z. B. 70 bis 200 mm). Ein weiterer Tipp: Mond bzw. den Mondausschnitt mittels Autofokus scharf stellen und die Einstellung beibehalten.

Rolf Hempel, Leiter des DLR-Instituts für Softwaretechnologie in Köln und passionierter Astrofotograf, empfiehlt außerdem: „Für ein möglichst brillantes Bild ist eine niedrige ISO-Einstellung empfehlenswert. Die Schärfe wird bei den meisten Teleobjektiven besser, wenn man etwas abblendet, zum Beispiel auf f/8. Damit die Hochländer auf dem Mond nicht zu hell geraten, sollte man sich bei der Belichtungszeit nicht auf die Automatik verlassen.“

Erst im nächsten Jahr wird es wieder einen „Supermond“ geben, und zwar am 3. Januar 2026.

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