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Corona-Lockdown bis Ende Januar – Folgen für Reisen innerhalb Deutschlands

Corona Deutschland Reisen
Angesichts der Corona-Pandemie gibt es zahlreiche Reise-Einschränkungen in Deutschland
Foto: dpa picture alliance

Die Corona-Neuinfektionen in Deutschland sind weiterhin hoch. Bund und Länder haben sich deshalb auf eine Verlängerung des Lockdowns und weitere Kontaktbeschränkungen geeinigt. Was im Januar gilt: TRAVELBOOK klärt die wichtigsten Fragen.

Kanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten einigten sich am Dienstag nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ab einem bestimmten Infektionsgeschehen auf eine begrenzte Bewegungsfreiheit. Davon betroffen sind derzeit laut Daten des Robert-Koch-Instituts 67 Landkreise, viele davon in Sachsen und Thüringen. Zudem sollen die privaten Kontakte generell weiter eingeschränkt werden. Diese Maßnahmen und die bereits verhängten Auflagen sollen bis zum 31. Januar gelten. Unklar blieb zunächst der weitere Umgang mit Schulen und Kindertagesstätten.

Bewegungsradius zum Teil auf 15 Kilometer eingeschränkt

In Landkreisen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern werden die Länder lokale Maßnahmen ergreifen „zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort, sofern kein triftiger Grund vorliegt“, heißt es in dem Beschluss, wie Reuters aus Verhandlungskreisen erfuhr.

Tagestouristische Ausflüge seien diesbezüglich „explizit“ kein triftiger Grund. Spitzenreiter der Landkreise, die den Schwellenwert von 200 derzeit laut Daten des RKI überschreiten, sind Meißen (493), Altenburger Land (463) sowie Vogtland (435), die in Sachsen und Thüringen liegen.

Hier lesen Sie, ob der Bewegungsradius auch innerhalb des Wohnorts eingeschränkt wird, und wie Sie selbst Ihren 15-Kilometer-Radius bestimmen können. 

Weiterhin geschlossen bleiben bundesweit Hotels und Ferienunterkünfte für touristische Übernachtungen.

Welche Regelungen gelten bei der Deutschen Bahn?

Wegen der Corona-Beschränkungen wurde die Reservierbarkeit der Sitzplätze beschränkt. „Für die Wintermonate sind grundsätzlich nur noch alle Fensterplätze buchbar“, heißt es. Die Gangplätze würden im Reservierungssystem größtenteils geblockt und seien dann nicht mehr reservierbar.

Ausführliche Informationen zu Bahnreisen während Corona finden Sie hier

Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen bleiben dicht

Zudem greifen weitere Kontakteinschränkungen. Private Zusammenkünfte sollen „nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet“ sein. Unstrittig war zudem die weitere Schließung von Gastronomie, Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie des Einzelhandels bis Ende Januar.

Unklar blieb zunächst aber, ob es regionale Schulöffnungen nach dem 10. Januar geben soll. In der Beschlussvorlage hieß es, dass die Schulen generell bis Ende Januar geschlossen bleiben sollen. Bei einer „deutlichen Verbesserung des Infektionsgeschehens“ soll in einzelnen Ländern zunächst in den Jahrgängen eins bis sechs eine Rückkehr zum Präsenzunterricht ab Anfang Februar ermöglicht und in einem weiteren Schritt Hybridunterricht (Wechselmodell) verlängert werden. Noch offen war, ob bereits im Januar für Grundschüler bei zurückgehenden Infektionen Wechselunterricht angeboten werden kann.