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Ausgangsperren, Beherbergungsverbot und Lockdown

Die Corona-Regeln der Bundesländer

Bayern Corona Regeln Bundesländer
n Bayern werden in einigen Regionen wieder die Hotels geschlossenFoto: Getty Images

In ganz Deutschland sind die Corona-Fallzahlen in den vergangenen Wochen wieder massiv angestiegen. Als Folge wurden in vielen Bundesländern wieder schärfere Maßnahmen umgesetzt, in einigen herrscht nun sogar wieder ein Beherbergungsverbot. Worauf Urlauber aktuell achten sollten: TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Viele Deutsche haben für die Advents- und Weihnachtszeit Urlaubspläne für Reisen ins Warme oder Reisen innerhalb Deutschlands geschmiedet. Doch die Corona-Lage hierzulande wird immer angespannter. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist laut Robert Koch-Institut mit einem Wert von 452,4 (Stand: Montag, 30. November) so hoch wie nie zuvor. Nun ziehen erste Bundesländer Konsequenzen: In Sachsen gilt bis mindestens 12. Dezember ein Beherbergungsverbot und auch Bayern schließt in Corona-Hotspots die Hotels.

Was gilt nun für Reisen innerhalb Deutschlands? TRAVELBOOK gibt einen Überblick über die Bundesländer.

Baden-Württemberg

Angesichts schnell steigender Infektionszahlen hat Baden-Württemberg seine Anti-Corona-Maßnahmen weiter verschärft. Seit Mittwoch, den 24. November, gilt die neue Alarmstufe II und somit auch eine 2G-plus-Regel bei Veranstaltungen und auf Weihnachtsmärkten. Der Zugang ist dann nur für Geimpfte oder Genesene möglich, die zusätzlich einen negativen Schnelltest oder PCR-Tests vorweisen. Außerdem gelten zusätzlich in Stadt- und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 500 Ausgangsbeschränkungen für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene von 21.00 bis 05.00 Uhr. In Hotels und anderen touristischen Unterkünften gilt weiterhin 3G.

Bayern

In Bayern gilt in der vierten Welle der Coronavirus-Pandemie ein Lockdown für Ungeimpfte und in Hotspots sogar für alle Bürger. In der Gastronomie gibt es eine Sperrstunde von 22 Uhr. Besonders gefährdete Bereiche wurden wieder dichtgemacht und abgesagt – darunter auch Weihnachtsmärkte.

Mehr Informationen zu Weihnachtsmärkten in Deutschland finden Sie hier.

In Hotspots mit einer Inzidenz von mindestens 1000 gelten noch umfangreichere Beschränkungen für alle Bürger. Das bedeutet Schließungen für Hotels und Gastronomie. Derzeit sind mindestens zehn Kreise von dieser Regelung betroffen. Sinkt die Inzidenz für mindestens fünf Tage unter die 1000er-Grenze, werden die verschärften Regeln für die Corona-Hotspots wieder aufgehoben.

Berlin

In Berlin gilt ab Samstag, 27.11., in allen Hotels die 2G-Regelung. In der Gastronomie wird es eine 2G-Plus-Regelung geben, bei der die Gäste eine medizinische Maske tragen müssen, sobald sie ihren Sitzplatz verlassen. Ein negatives Testergebnis wird beim Besuch eines Restaurants aber vorerst nicht verlangt.

Brandenburg

Auch Brandenburg hat seine Maßnahmen im Kampf gegen die steigenden Corona-Infektionszahlen verschärft. Seit Mittwoch, den 24. November, gilt im Einzelhandel, in Museen, Freizeitparks, Zoos und Botanischen Gärten die 2G-Regel. In Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 bei einer gleichzeitigen landesweiten Auslastung der intensivmedizinischen Betten von über zehn Prozent ist eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr vorgesehen.

Bremen

In Bremen hat der Senat die Coronawarnstufe erhöht. Ab Donnerstag, 25. November, gilt bei Veranstaltungen in Innenräumen die 2G-Regel. Das gilt unter anderem für Besuche in Restaurants, Kneipen, Kultureinrichtungen und Sportstätten.

Hamburg

Hamburg weitet die 2G-Regel ab Montag, 29.11., auf den Kulturbereich und Beherbergungsbetriebe aus. Dann dürfen nur noch Geimpfte und Genesene Theater, Kinos, Freizeiteinrichtungen und Hotels besuchen. Aktuell gilt bereits eine 2G-Pflicht in Bars, der Gastronomie, Clubs und Discos.

Hessen

Hessen verschärft ab Donnerstag, 25. November, für mindestens vier Wochen seine Corona-Regeln. In Restaurants, Sportstätten, Spielbanken oder Kultureinrichtungen gilt künftig die 2G-Regel. Zusätzlich gilt im Kino oder Theater eine Maskenpflicht an Sitzplätzen. In Hotels gilt in Hessen weiterhin die 3G-Regel. Für alle, die weder geimpft noch genesen sind, besteht dann eine tägliche Testpflicht.

Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es ab Donnerstag, 25. November, Verschärfungen. Dann gilt die 2G-Plus-Regel in Innenbereichen, konkret betrifft das unter anderem Restaurants, Messen, Theater, Kinos, Schwimmhallen, Fitnessstudios, Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Für Veranstaltungen gilt eine Kapazitätsgrenze von 50 Prozent. Auf Weihnachtsmärkten gilt die 2G-Regel.

Niedersachsen

Seit Mittwoch, 24. November, gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 1. Das hat zur Folge, dass im Innenbereich für alle Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, für Weihnachtsmärkte, Diskotheken, Gastronomie und Beherbergungsbetriebe die 3G-Regel greift. Bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 1.000 Personen gilt bereits 2G.

Nordrhein-Westfalen

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es seit Mittwoch, 24. November, strengere Corona-Regeln: Im Freizeitbereich gilt die 2G-Regel, betroffen sind unter anderem: Museen, Theater, Kinos, Schwimmbäder, Wellness-Einrichtungen, Weihnachtsmärkte und touristische Übernachtungen. In Diskotheken, Clubs oder bei Karnevalsfeiern gilt 2G plus.

Rheinland-Pfalz

Ebenfalls seit Mittwoch, 24. November, greifen neue Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz. In Innenräumen gilt dann für Erwachsene grundsätzlich die 2G-Regel. Das Warnstufenmodell wird von der Hospitalisierungsrate abgelöst. Sollte deren Wert über 6 steigen, werde eine neue Verordnung erlassen. Dann soll 2G-Plus gelten.

Saarland

Im Saarland sind bereits seit dem 20. November Hotelübernachtungen sowie der Besuch von Schwimmbädern, Freizeitparks, Museen, Theatern und Kinos nur unter Einhaltung der 2G-Regel möglich. Die aktuelle Regel gilt bis mindestens 3. Dezember.

Sachsen

Sachsen ist eines der am stärksten von der vierten Corona-Welle betroffenen Bundesländer. Schon seit Anfang der Woche gibt es deswegen in dem Bundesland drastische Einschränkungen. Clubs, Theater und Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Anbieter körpernaher Dienstleistungen wurden komplett geschlossen, im Einzelhandel und der Gastronomie gilt die 2G-Regel. In Hotspots mit einer Inzidenz von mehr als 1000 gilt außerdem zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr eine Ausgangssperre für Ungeimpfte.

Sachsen-Anhalt

Auch Sachsen-Anhalt leidet unter hohen Corona-Zahlen – deswegen gelten seit Mittwoch, 24. November, schärfere Corona-Regeln. In der Innengastronomie, Beherbergungsbetrieben, Vergnügungsstätten, sowie bei Reisebusreisen, Schiffsrundfahrten, Stadtrundfahrten und vergleichbaren touristischen Angeboten gilt nun die 2G-Regel. In Clubs und Diskotheken gilt 2G-Plus, auf Weihnachtmärkten 3G.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein gilt bei Freizeitveranstaltungen drinnen, in Diskotheken, bei touristischen Übernachtungen in Hotels sowie in geschlossenen Räumen auf Weihnachtsmärkten die 2G-Regel. Bei beruflichen Veranstaltungen und für Jugendliche gilt 3G.

Thüringen

Auch in Thüringen sind die Corona-Zahlen dramatisch hoch. Dementsprechend gibt es auch hier seit Mittwoch in vielen Bereichen neue Einschränkungen. Clubs, Bars, Diskotheken sowie Schwimm- und Freizeitbäder, Thermen, Erlebnisbäder und Saunen wurden geschlossen, Weihnachtsmärkte, Volksfeste, Messen und Kongresse verboten. Die Gastronomie muss um 22 Uhr schließen. In der Gastronomie, bei Kultur- und Freizeitveranstaltungen im Innenbereich und bei Beherbergungsbetrieben gilt die 2G-Regel. Zudem gibt es für Ungeimpfte eine nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr.

(Mit Material von Reuters)