Der Urlaub ist gebucht, die Reisekasse geplant – doch erst nach der Rückkehr fällt vielen auf, dass Bargeld im Ausland deutlich mehr gekostet hat als gedacht. Nicht eine einzelne Gebühr sorgt für die hohe Rechnung, sondern mehrere Kostenfaktoren, die sich schnell summieren. TRAVELBOOK erklärt, was die typischen Fallen sind und wie man beim Abheben und Bezahlen im Ausland Geld sparen kann.
Welche Gebühren beim Geldabheben entstehen können
Außerhalb der Eurozone ist Bargeld in der jeweiligen Landeswährung oft praktisch oder sogar notwendig. Beim Geldabheben können jedoch verschiedene Gebühren anfallen. Zunächst berechnen manche Banken für die Nutzung der Karte im Ausland eine Abhebegebühr. Zwar bieten einige Direktbanken kostenlose Bargeldabhebungen an, häufig gilt dies jedoch nur bis zu einer festgelegten Anzahl oder einem monatlichen Limit.
Zusätzlich können Gebühren des Automatenbetreibers hinzukommen. Besonders in Ländern wie den USA oder Thailand verlangen viele Betreiber einen Aufpreis. Aber auch in Europa erheben private Anbieter wie Euronet teilweise zusätzliche Entgelte.
Ein weiterer wichtiger Kostenpunkt ist die Fremdwährungsgebühr. Während Bargeldabhebungen innerhalb der Eurozone bei vielen Banken kostenlos sind, werden für Abhebungen in anderen Währungen oft zusätzliche Gebühren berechnet. Deshalb lohnt sich vor Reisebeginn ein Blick in die Konditionen der eigenen Bank.
Auch der verwendete Wechselkurs spielt eine Rolle. Manche Banken rechnen nicht zum offiziellen Referenzkurs um, sondern verwenden einen eigenen Kurs. Dadurch erhalten Reisende für ihre Euro häufig weniger Landeswährung als erwartet.
Besonders kostspielig kann das Geldabheben an Flughäfen oder in stark frequentierten Urlaubsregionen sein. Dort stehen häufig Geldautomaten privater Betreiber, die sowohl ungünstige Wechselkurse als auch zusätzliche Gebühren berechnen. Automaten örtlicher Banken sind häufig die günstigere Alternative.
Eine häufige Kostenfalle ist die sogenannte Dynamic Currency Conversion (DCC). Am Geldautomaten erscheint dabei die Frage: „Möchten Sie in Euro abrechnen?“ Was zunächst komfortabel wirkt, kann die Abhebung deutlich verteuern. Wer sich für die Abrechnung in Euro entscheidet, akzeptiert den Wechselkurs des Automatenbetreibers, der meist ungünstiger ist als der von der eigenen Bank.
Experten raten deshalb, grundsätzlich die Abrechnung in der Landeswährung auszuwählen. Das gilt nicht nur am Geldautomaten, sondern ebenso bei Kartenzahlungen im Restaurant oder beim Einkaufen. Wird der Betrag direkt in Euro umgerechnet, fällt der Wechselkurs häufig schlechter aus. Deshalb sollte vor der Eingabe der PIN oder der Unterschrift kontrolliert werden, ob der Rechnungsbetrag tatsächlich in der Landeswährung ausgewiesen ist. Andernfalls könnte automatisch eine nachteilige Sofortumrechnung erfolgen.
Größere Beträge statt vieler kleiner Abhebungen
Auch die Anzahl der Abhebungen beeinflusst die Gesamtkosten. Viele Banken berechnen für jeden einzelnen Vorgang eine Mindestgebühr, die bis zu zehn Euro betragen kann. Hinzu kommen mögliche Entgelte des jeweiligen Automatenbetreibers, die ebenfalls bei jeder Abhebung erneut fällig werden. Wer einen größeren Betrag auf einmal abhebt, kann diese mehrfach anfallenden Gebühren vermeiden.
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