22. September 2026, 21:39 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Am 22. September 2026 wurde in Berlin bereits zum fünften Mal der TRAVELBOOK Award verliehen. Eine der diesjährigen Kategorien: das schönste Dorf Deutschlands – und damit ein Trendreiseziel für das kommende Jahr. Zur Auswahl standen fünf malerische Kandidaten. Im Leservoting durchsetzen konnte sich am Ende Nieblum auf der nordfriesischen Insel Föhr – mit über 31 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Nieblum auf Föhr
Das malerische Dorf Nieblum liegt im Süden der nordfriesischen Insel Föhr – und ist laut seiner Infoseite „wohl das schönste Dorf“ des Eilands, ein „Friesendorf wie aus dem Bilderbuch“. Verschiedene Auszeichnungen untermauern die Schwärmerei. Neben seiner hübschen Dorfkulisse ist Nieblum auch ein anerkanntes Seebad.
Unweit des 7,86 Quadratkilometer großen Dorfs befindet sich der eingemeindete Ortsteil Goting, und auch die Strände sind nicht weit von Nieblum entfernt. Das Dorf hat rund 600 Einwohner, seine früheren Bewohner sind jedoch dank der sogenannten „sprechenden Grabsteine“ bis heute Teil des Dorfs. Der Name Nieblum, der auf friesisch Njiblem heißt, bedeutet laut der nordfriesischen Amtsverwaltung Föhr-Amrums „Neue Siedlung“.
Das macht Nieblum so besonders
Einst Zuhause von Seefahrern, wird Nieblum noch heute von hübschen, reetgedeckten Kapitänshäusern geprägt. Die Geschichten der längst verstorbenen Walfänger und anderer zur See fahrender Abenteurer lassen sich direkt vor Ort, auf den Friedhöfen der sprechenden Grabsteine, nachlesen. Diese heißen so, weil die Geschichten der Verstorbenen in teils epischer Ausführung direkt auf den Grabsteinen verewigt wurden. Imposant ist auch die romanische Inselkirche St. Johannis, an die einer dieser drei Friedhöfe angrenzt. Um 1150 erbaut, ist sie bis heute ein Zeichen der Christianisierung in der Region.
Das Föhrer Dorf Nieblum wird von kopfsteingepflasterten und von imposanten Linden gesäumten Straßen durchzogen. Zur Schönheit Nieblums trägt zudem ein Blumenmeer in Rosengärten bei, ergänzt durch Meer und breite weiße Sandstrände, gespickt mit blauen, weißen und roten Liegestühlen im Süden des Dorfs. Nicht ohne Grund schwärmen die Inselbewohner auf ihrer Infoseite von Nieblum als der „Perle der Nordsee“.
Welches ist das schönste Dorf Deutschlands?
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Das kann man in Nieblum erleben
Wer zum ersten Mal nach Nieblum kommt, hat erst einmal viel zu entdecken. All die schönen kleinen und großen Details, die Nieblum überhaupt erst auf den Radar für den diesjährigen TRAVELBOOK Award für das schönste Dorf Deutschlands gebracht haben. Hat man genug Fotos von den Lindenalleen und reetgedeckten Häusern gemacht und sich die Lebensgeschichten der Seefahrer zu Gemüte geführt, bietet Nieblum eine Reihe weiterer Möglichkeiten an, sich die Zeit zu vertreiben. So finden sich im Dorfkern etwa Kunstgalerien, Boutiquen und andere kleine Geschäfte, in denen Inselbesucher stöbern können. Außerdem gibt es ein paar gastronomische Einrichtungen.
Ein Hauptgrund des Besuchs ist neben dem Dorf Nieblum für viele Besucher sicher auch der Strand. Von Nieblums Dorfkern aus läuft man gerade einmal zehn Minuten zum knapp sechs Kilometer langen Hauptstrand. Der bietet Platz zum Laufen, Baden und Spielen. Es gibt dort die klassischen Strandkörbe, ebenso wie einen Kinderspielplatz. Und auch am Surfen und Windsurfen kann man sich hier versuchen. Die Nieblumer Wassersportschule bietet Unterricht an. Auch einen Abschnitt zum Drachensteigen gibt es am Strand. Darüber hinaus findet man in der Nähe zwei Hundestrände sowie einen FKK-Strand.
Neben dem Strandleben ist Nieblum auch ein beliebter Ort zum Golfspielen. Laut der Amtsseite hat Nieblum „einen der gepflegtesten 18-Loch-Golfplätze Deutschlands“. Außerdem gibt es in und um das Dorf herum Möglichkeiten zum Radfahren und Reiten.
Alle Infos zu den anderen Anwärtern auf den Titel des schönsten Dorfs Deutschlands, lesen Sie bei TRAVELBOOK.
Methodik zum TRAVELBOOK Award
Auch in diesem Jahr sagen wir es wieder: Alle nominierten Regionen, Länder und Co. des TRAVELBOOK Awards sind bereits Gewinner. Auch dann, wenn es – anders als bei Nieblum – nicht zum Gesamtsieg gereicht hat. Denn: Jedes Geheimtipp-Reiseziel hat es im Vorhinein bereits auf die Shortlist geschafft, wurde also aus einer großen Anzahl von Anwärtern in einer Kategorie ausgewählt.
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Die TRAVELBOOK-Redaktion hat die Community auf Facebook und Instagram um Hilfe gebeten sowie Experten aus der Reisebranche zurate gezogen, um die Shortlist zu erstellen. Erstmalig haben in diesem Jahr nicht nur die Leser von TRAVELBOOK, sondern auch die Leser von BILD mit abgestimmt. Insgesamt wurden mehr als 150.000 Stimmen abgegeben, um die Trendreiseziele 2027 küren zu können.