24. September 2025, 8:49 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Am 23. September 2025 war es wieder soweit: Die TRAVELBOOK AWARDs wurden in Berlin verliehen. Eine der Kategorien: die nachhaltigsten Safari-Reiseziele der Welt. Unter den Nominierten befand sich auch ein ganz besonderes Ziel, das es mit den meisten Stimmen schließlich an die Spitze geschafft hat: das Okavango-Delta in Botswana. Was dieses nachhaltige Reiseziel so besonders macht, dass es sich fortan die Krone als bestes nachhaltiges Safariziel der Welt aufsetzen darf, erfahren Sie auf TRAVELBOOK.
Einmal die Big Five aus nächster Nähe sehen und dabei so wenig Schaden wie möglich anrichten, so oder so ähnlich die Wünsche derjenigen, die auf der Suche nach nachhaltigen Safaris das Internet durchforsten. Ein Ziel, das dabei sofort ins Auge fällt, ist das Okavangodelta in Botswana.
Das gefällt auch den TRAVELBOOK-Lesern so gut, dass sie es nicht nur ins diesjährige Rennen um den Titel als bestes nachhaltiges Safari-Reiseziel weltweit in die TRAVELBOOK Awards geschickt, sondern mit überragenden 45 Prozent zum Sieger gekürt haben. Da hatten die anderen Anwärter, der Iona-Nationalpark in Angola, das Madikwe Game Reserve in Südafrika, der Pantanal-Nationalpark in Brasilien und das Tabin-Wildreservat im malaysischen Teil Borneos, kaum eine Chance. Doch was macht das Okavango-Delta in Botswana so besonders und vor allem so lohnenswert, wenn es um eine nachhaltige Safari geht?
Das Okavango-Delta
Das Okavango-Delta ist ein Wildnisparadies wie kaum ein Zweites. Seine Besonderheit: der Fluss Okavango trifft auf die Kalahari-Wüste und versinkt praktisch in ihr. Die besondere Oase, die aus diesem ungewohnten Zusammenspiel entsteht, ist das weltweit größte Binnendelta. Das besteht aus einem Labyrinth aus Kanälen, aus Lagunen und kleinen Inseln sowie größeren Stücken Festlands. Im Okavango-Delta gibt es permanente Sumpfgebiete sowie Ebenen, die nur etwa zwischen März und Juli unter Wasser stehen.
„Eine der einzigartigen Eigenschaften“, die das Okavango-Delta ausmachen, ist laut der UNESCO, unter deren Schutz das Binnendelta seit 2014 steht, „dass die jährlichen Überschwemmungen des Okavango-Flusses während der Trockenzeit stattfinden“. Das habe zur Folge, dass Pflanzen und Tiere vor Ort „ihre biologischen Zyklen mit diesen saisonalen Regenfällen und Überschwemmungen“ synchronisierten.
Dieses besondere Fleckchen Erde in Botswana ist das Zuhause unzähliger Tierarten. Dazu gehören unter anderem die, laut UNESCO, „weltweit am stärksten gefährdeten Großsäugetierarten, wie Geparden, Breitmaulnashörner, Spitzmaulnashörner, Afrikanische Wildhunde und Löwen.“ Hinzu kommen Elefanten, Leoparden, Giraffen, Flusspferde und Krokodile sowie etliche weitere Tierarten.
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Safaris im Okavango-Delta
Das weltberühmte Okavango-Delta und seine tierischen Bewohner sind ohne Frage ein spannendes Reiseziel. Entsprechend wichtig ist der besondere Schutz, unter dem es steht, der auch den Tourismus in Grenzen hält. Der Erhalt dieses besonderen Lebensraums steht auch bei vielen botswanischen Reiseveranstaltern im Fokus, die sich an strenge Regeln halten, um das besondere Feuchtgebiet, seine Pflanzen- und Tierwelt, zu bewahren. Stichwort: nachhaltige Safaris.
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Auf der Suche nach Safaris im Nordwesten Botswanas trifft man häufig auf Angebote mit kleineren Lodges und Camps statt großer Massenveranstaltungen. Auch wird hier oftmals auf erneuerbare Energien gesetzt sowie auf natürliche und lokale Ressourcen aus der näheren Umgebung. Außerdem gibt es etliche Ansätze zur Reduktion von Abfall und zum wenig verschwenderischen Umgang mit Wasser. Neben dem Begriff der „Nachhaltigkeit“ ist hier häufig auch von „Öko“ oder „Ökotourismus“ die Rede.
Die nachhaltigen Safaris im Okavango-Delta sind meist darauf ausgerichtet, die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum nicht zu stören. So werden Touristen statt in, von Motoren angetriebenen, Booten oftmals in Einbaumbooten durch das Delta gefahren, wo sie Krokodile, Flusspferde und Co. aus der Nähe beobachten können. Neben den Fahrten auf den Wasserwegen bieten viele Anbieter auch geführte Wanderungen sowie Pirschfahrten im Geländewagen an.
Methodik zum TRAVELBOOK AWARD
Alle nominierten Regionen, Länder und Co. des TRAVELBOOK AWARDs sind bereits Gewinner. Auch dann, wenn es nicht zum Gesamtsieg gereicht hat. Denn: Jedes Land hat es im Vorhinein bereits auf die Shortlist geschafft, wurde also aus einer großen Anzahl von Anwärtern in einer Kategorie ausgewählt.
Die TRAVELBOOK-Redaktion hat die Community auf Facebook und Instagram um Hilfe gebeten sowie Experten aus der Reisebranche zurate gezogen, um die Shortlist zu erstellen. Die TRAVELBOOK-Leser haben dann fast 150.000 Stimmen abgegeben und ihre Trendreiseziele 2026 gekürt.

