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TRAVELBOOK AWARD 2025

Dieser Geheimtipp ist die günstige Alternative zu den Alpen

Tatra Gebirge
Das Tatra-Gebirge erinnert mit seiner vielfältigen Natur an die beliebte Alpenregion Foto: Getty Images/500px
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Sarah Bachmann
Volontärin

24. September 2025, 8:56 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Während einige Regionen in Europa gnadenlos überlaufen sind, gibt es wiederum andere, die noch echte Geheimtipps sind. Dazu gehört auch das Tatra-Gebirge, welches sich über die Slowakei und Polen erstreckt. Beim diesjährigen TRAVELBOOK AWARD war die Region als beste Geheimtipp-Region in Europa nominiert – und sicherte sich den Titel sowie die Trophäe. Was die Alpen-Alternative so besonders macht, verraten wir Ihnen hier.

Schroffe Gipfel, klare Bergseen und atemberaubende Naturlandschaften – das Tatra-Gebirge, das auch den Namen „kleine Alpen“ trägt, ist noch ein echter Geheimtipp und ideal für alle, die Lust auf einen weniger teuren und überfüllten Bergurlaub haben.

Das Tatra-Gebirge – die „kleine Schwester“ der Alpen

Die Tatra ist der höchste Teil der Karpaten und erstreckt sich über die Slowakei und Polen. Auch wenn sie flächenmäßig nicht mit den Alpen mithalten kann, begeistert sie dennoch mit einer imposanten Hochgebirgslandschaft. Hier kommen nicht nur Wintersport-Fans auf ihre Kosten. Das Tatra-Gebirge bietet mit seinen steilen Gipfeln und tiefen Tälern zahlreiche Routen, die sowohl Wanderer als auch Mountainbiker begeistern dürften. Auch die Flora und Fauna sind beeindruckend: klare Bergseen und eine üppige Pflanzenwelt – inklusive atemberaubender Bergpanoramen.

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Ždiar – ein Bergdorf für Tirol-Fans

Eine malerische Bergkulisse, die an die Tiroler Alpen erinnert, findet man in Ždiar in der Prešov-Region nahe der polnischen Grenze. Das Bergdorf liegt auf rund 1000 Metern Höhe inmitten der Belaer Tatra, einem weniger bekannten, aber eindrucksvollen Teil des Gebirges. Das Besondere an Ždiar sind dabei die zahlreichen traditionellen Holzhäuser, die urigen Berghütten in der Schweiz ähneln. Die Umgebung eignet sich ideal für Wandertouren durch Täler und Wiesen. Im Winter bietet das Skigebiet Strednica eine preiswerte und weniger überlaufene Alternative zu den großen Wintersportorten. Hier kostet der Skipass in der Hauptsaison 44 Euro pro Tag.

Tatranská Lomnica – Skifahren wie in Zermatt  

Eine ordentliche Portion alpines Feeling gibt es in Tatranská Lomnica. Das Skigebiet gehört zu den höchstgelegenen der Slowakei und ähnelt mit seinen modernen Liften und steilen Pisten den Skigebieten in Zermatt und im Berchtesgadener Land. In den Wintermonaten können sich Skifahrer und Snowboarder auf verschiedenen Pisten austoben. Wer den ultimativen Nervenkitzel sucht, kann sich auf die laut „Region Tatry“ höchste und steilste Piste der Slowakei wagen – die Abfahrt im Bergsattel Lomnické sedlo auf über 2190 Metern Höhe. Eine beeindruckende Aussicht bietet die Seilbahn, die von Tatranská Lomnica in drei Etappen zur Lomnitzer Spitze führt.

Lomnický štít
Das Skigebiet rund um den Lomnický štít bietet eine Vielfalt an Wintersportaktivitäten Foto: picture alliance / Dorling Kindersley

Meerauge – malerischer Bergsee

Genauso besonders wie sein Name ist auch das Morskie Oko, bekannt als „Meerauge“ oder das „Auge der Tatra“. Der höchste Bergsee der Tatra liegt auf 1395 Metern Höhe und fasziniert mit seinem türkisblauen Wasser, das an den Königssee in Berchtesgaden erinnert. Wegen seines klaren Wassers und der üppigen Natur wurde der See 2014 vom „Wall Street Journal“ zu einem der schönsten Seen der Welt gekürt. Erreichen lässt sich der See ausschließlich zu Fuß über einen gut ausgebauten Wanderweg. Alternativ kann man die erste Hälfte der Strecke mit einer Pferdekutsche zurücklegen.

Morskie Oko
Der polnische Morskie Oko ähnelt dem deutschen Königssee in Berchtesgarden Foto: Getty Images/500px Plus

Rysy – der höchste Gipfel Polens

Wer eine Wanderung unternehmen möchte, die an den Aufstieg zur Zugspitze erinnert, sollte sich auf den Weg zum höchsten Gipfel Polens machen. Der 2501 Meter hohe Rysy, auch Meeraugspitze genannt, liegt in der Hohen Tatra, an der Grenze zwischen Polen und der Slowakei. Der Berg kann in drei Etappen von der polnischen und der slowakischen Seite bestiegen werden. Ähnlich wie das anspruchsvolle Höllental auf dem Weg zur Zugspitze sollte auch der Aufstieg zum Rysy nicht unterschätzt werden. Daher ist die Route laut „VisitmaPolska“ nur für erfahrene Wanderer geeignet.

Rysy
Der im Tatra National Park gelegene Rysy ist der höchste Berg Polens Foto: Getty Images

Dolina Kościeliska – uriges Bergtal

Mit seinen dichten Wäldern, Kalksteinfelsen und historischen Denkmälern gehört das Kościeliska-Tal laut „Zakopane“ zu den schönsten Landschaften der Tatra – und erinnert an die Idylle des Berchtesgadener Landes. Im Rahmen von Wandertouren lassen sich hier auch faszinierende Höhlen erkunden, darunter die Eishöhle Jaskinia Mroźna und die Raptawicka-Höhle. Abseits der Touristenmassen bietet das Tal im Frühling ideale Bedingungen für Bergwanderungen, die sich mit einer Einkehr in der traditionellen Ornak-Berghütte verbinden lassen. Ein besonderes Highlight erwartet Besucher im Frühjahr: blühende Krokusfelder, die das Tal in ein lila Blütenmeer verwandeln.

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Anreise in das Tatra-Gebirge

Das Tatra-Gebirge ist sowohl mit dem Flugzeug als auch mit dem Auto erreichbar. Für die polnische Tatra ist der Flughafen Krakau die beste Wahl, von dort dauert die Weiterreise mit dem Auto etwa zwei Stunden. Die slowakische Seite des Gebirges erreicht man über die Flughäfen Poprad-Tatry oder Bratislava. Wer mit dem Auto anreist, kann die Tatra von Deutschland aus über Prag oder Wien nach Zakopane (Polen) oder Poprad (Slowakei) erreichen.

Methodik zum TRAVELBOOK AWARD

Alle nominierten Regionen, Länder und Co. des TRAVELBOOK AWARDs sind bereits Gewinner. Auch dann, wenn es nicht zum Gesamtsieg gereicht hat. Das gilt auch für das Tatra-Gebirge. Denn: Jedes Land hat es im Vorhinein bereits auf die Shortlist geschafft, wurde also aus einer großen Anzahl von Anwärtern in einer Kategorie ausgewählt.

Die TRAVELBOOK-Redaktion hat die Community auf Facebook und Instagram um Hilfe gebeten sowie Experten aus der Reisebranche zurate gezogen, um die Shortlist zu erstellen. Die TRAVELBOOK-Leser haben dann fast 150.000 Stimmen abgegeben und ihre Trendreiseziele 2026 gekürt.

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